Möbelstück hat neues Zuhause gefunden
: Was ist mit dem Strandkorb von Philipp Amthor passiert?

Nachdem der Politiker Kritik für seinen Strandkorb erhalten hat, wurde dieser aus seinem Büro entfernt.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern - TV-Studio: 20.09.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Philipp Amthor (CDU), Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Bundeskanzleramt, steht im ARD-Wahlstudio. Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern fand am Sonntag (20.09.2026) statt. Foto: Marcus Brandt/dpa Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Philipp Amthor hat seinen Strandkorb gespendet.

Marcus Brandt/dpa Pool/dpa

Ein Strandkorb auf dem Balkon des Bundeskanzleramts hat Philipp Amthor viel Aufmerksamkeit eingebracht. Nachdem das Möbelstück in einer ZDF-Dokumentation zu sehen gewesen war, sorgte es in sozialen Netzwerken für Spott und Kritik. Inzwischen ist klar, was mit dem Strandkorb passiert: Er verlässt Berlin und soll nach Mecklenburg-Vorpommern zurückkehren – als Spende für eine Pflegeeinrichtung.

Strandkorb löste Debatte aus

Amthor, CDU-Politiker und Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Kanzleramt, hatte den Strandkorb nach seinem Wechsel ins Kanzleramt auf dem Balkon seines Büros aufstellen lassen. Die Anlieferung wurde in der ZDF-Dokuserie „Inside CDU“ gezeigt. Nach Angaben der Bundesregierung hatte Amthor den Strandkorb privat gekauft. Auch die Kosten für Lieferung und Aufbau habe er selbst getragen. Öffentliche Gelder seien dafür nicht verwendet worden.

Der Strandkorb sollte nach Angaben eines Regierungssprechers Amthors Verbundenheit mit seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern ausdrücken. Nach Angaben des Verkäufers handelt es sich um das Modell „Original Heringsdorfer“, das rund 1.600 Euro kostet.

Nach der Ausstrahlung der Dokumentation entwickelte sich um das Möbelstück jedoch eine öffentliche Debatte. In sozialen Netzwerken wurde die Szene vielfach kommentiert. Amthor entschied daraufhin, den Strandkorb wieder aus dem Kanzleramt entfernen zu lassen. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer erklärte am 28. September, Amthor nehme die Kritik ernst und habe deshalb den Abtransport veranlasst.

Wo der Strandkorb jetzt steht

Mittlerweile steht auch fest, wohin der Strandkorb kommen soll. Er wird als private Spende an den Fliederhof in Ueckermünde im Landkreis Vorpommern-Greifswald gehen. Die neue Pflegeeinrichtung wird vom Gesundheitsunternehmen Ameos betrieben und ist für Menschen mit psychischen sowie geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen vorgesehen. Nach Angaben von Ameos soll der Strandkorb dort künftig den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung stehen.