Damaskus
: Syrien wirft Israel Angriff auf verlassenen Militärflughafen vor

Syrien wirft Israel einen Angriff auf einen Militärflughafen in Idlib vor. Der Flughafen wurde laut Staatsfernsehen beschädigt, Tote gab es demnach nicht.
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red/afp
Damaskus
03.04.2025, Syrien, Hama: Zwei syrische Armeeoffiziere inspizieren den Ort eines israelischen Angriffs auf einen Militärflughafen in der Nähe von Hama. Foto: Uncredited/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zwei syrische Armeeoffiziere inspizieren den Ort eines israelischen Angriffs auf einen Militärflughafen in der Nähe von Hama (Archivfoto).

AP
  • Syrien wirft Israel einen Angriff auf den Militärflughafen Abu Duhur in Idlib vor.
  • Staatsfernsehen: Infrastruktur beschädigt, es gab keine Toten – acht Angriffe auf die Piste.
  • Außenministerium spricht von „eklatanter Verletzung“ der Souveränität und „gefährlicher Eskalation“.
  • Der Flughafen ist seit 2012 außer Betrieb und wird vom Verteidigungsministerium bewacht.
  • Nahe Hama gab es frühere Angriffe, außerdem explodierte im Westen ein Tank in Banias: drei Tote.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Syrien hat der israelischen Armee vorgeworfen, einen verlassenen Militärflughafen im Nordwesten des Landes angegriffen zu haben. Das Außenministerium in Damaskus sprach am Dienstag von einem „ungerechtfertigten Angriff“ auf den Flughafen Abu Duhur in der Provinz Idlib. Das syrische Staatsfernsehen berichtete von Schäden an der Infrastruktur des Flughafens, es sei aber niemand getötet worden.

Israelische Flugzeuge hätten achtmal auf die Start- und Landebahn gefeuert, berichtete der Sender. Das Außenministerium warf Israel einen „eklatanter Verstoß gegen die Souveränität und territoriale Integrität Syriens“ vor. Der Angriff sei „eine gefährliche Eskalation, die die Sicherheit und Stabilität in der Region bedroht“.

Der Militärflughafen sei seit 2012 außer Betrieb und werde derzeit von Einheiten des Verteidigungsministeriums bewacht, erfuhr AFP aus Sicherheitskreisen in Syrien. Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte kurz vor dem Angriff eine türkische Militärdelegation den Flughafen besucht.

Angespannte Beziehungen zwischen Israel und Syrien

Die Türkei ist ein wichtiger Verbündeter der syrischen Übergangsregierung von Präsident Ahmed al-Scharaa, der das Land seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 führt. Israel hatte nach Assads Sturz Truppen in eine eigentlich neutrale UN-Pufferzone auf den Golanhöhen im Süden Syriens entsandt und bereits mehrfach Ziele tiefer im Landesinneren Syriens angegriffen.

Israel begründete einige der Angriffe mit dem Schutz der Minderheit der Drusen in Syrien. Israelische Vertreter erklärten zudem, die Armee wolle eine „Sicherheitszone“ im Süden Syriens halten. Trotz der Spannungen führten Israel und die neuen syrischen Behörden in den vergangenen Monaten mehrere direkte Gespräche.

Im Westen Syriens wurden unterdessen drei Menschen bei einer Explosion in einem Kraftwerk getötet. Im Wärmekraftwerk Banias sei bei Instandhaltungsarbeiten ein Wasserstofftank explodiert, drei Arbeiter seien getötet worden, sagte ein Sprecher des syrischen Stromversorgers der staatlichen Nachrichtenagentur Sana.

Im syrischen Bürgerkrieg wurden ab 2011 mehr als eine halbe Million Menschen getötet und weite Teile der Infrastruktur zerstört, darunter Kraftwerke und Energieleitungen. Es kommt fast täglich zu Stromausfällen, die bis zu 20 Stunden andauern. Die Übergangsregierung hat bereits mehrfach angekündigt, die Stromproduktion hochzufahren.