Donald Trump heute bei der UNO: Der Livestream zur Rede des US-Präsidenten in New York

Wann und worüber spricht Donald Trump heute bei der UNO?
Julia Demaree Nikhinson/AP/dpaMit Spannung blickt die Welt heute und in den nächsten Tagen auf New York. Dort treffen sich die Mächtigen dieses Erdballs zur Generalversammlung der Vereinten Nationen. Einer der ersten Redner bei der Uno ist US-Präsident Donald Trump. Er könnte sich unter anderem zum Krieg im Iran und der Diskussion um Grönland äußern.
Livestream zur Rede von US‑Präsident Donald Trump bei der UNO
Auftaktredner bei der Generaldebatte ist der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, danach folgt Trump. Vergangenes Jahr hatte Trump die UNO frontal angegriffen und ihr unter anderem Versagen bei der Friedensstiftung unterstellt. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) leitet das zweite Mal in Folge die deutsche Delegation, er will sich am Samstag an die Delegierten richten. Die Generaldebatte am heutigen Dienstag, 22. September, beginnt um 15 Uhr (deutscher Zeit). Hier gibt es den Livestream zur Rede von Donald Trump:
Iran, Ukraine, Grönland – was sind die Themen von Trump?
Der US-Präsident inszeniert sich auf internationaler Bühne gern als Friedensstifter - doch bei seiner Rede zum Auftakt der UN-Generaldebatte heute in New York wird dieses Bild besonders vom Iran-Krieg überschattet. Wie wird sich Trump in der wichtigsten UN-Woche des Jahres zu dem Krieg äußern, den er vor fast sieben Monaten gemeinsam mit Israel begann? Und wird ein Treffen des Präsidenten mit den Golfstaaten am Rande der UN-Veranstaltung Bewegung in den festgefahrenen Konflikt bringen? Das sind nur zwei von vielen Fragen, die sich zu Beginn der Generaldebatte stellen.
Neben dem Iran-Krieg dürfte in New York auch ein Fokus auf dem russischen Krieg gegen die Ukraine liegen - sowie auf der erwarteten Unterzeichnung eines Abkommens im Grönland-Streit, zu dem bislang wenig bekannt ist.
Wie geht der Krieg im Iran weiter?
Trump wollte den Iran-Krieg eigentlich auf wenige Wochen begrenzen. Mehr als ein halbes Jahr später lässt sich sagen: Eine dauerhafte Beilegung ist noch immer nicht in Sicht. Zwar kommt Irans Präsident Massud Peseschkian laut iranischen Medien auch nach New York, zu einem möglichen Gespräch mit Trump wurde zunächst aber nichts bekannt.
Der größte Streitpunkt zwischen Washington und Teheran ist aktuell die Kontrolle um die umkämpfte Straße von Hormus. Der Iran brachte den Schiffsverkehr in der für den internationalen Ölhandel wichtigen Meerenge schon kurz nach Kriegsbeginn mit Drohungen und Angriffen faktisch zum Erliegen. Weltweit stiegen daraufhin die Öl- und Treibstoffpreise - eine Kriegsfolge, die viele der in New York anwesenden Staats- und Regierungschefs betrifft.
Der Iran reagierte seit Kriegsbeginn Ende Februar zudem immer wieder mit Gegenangriffen in der Region. Von Trumps heutigem Treffen mit Vertretern der Golfstaaten, die von den Folgen des Krieges besonders betroffen sind, erwarten Experten keinen Durchbruch. Im vergangenen Jahr wurde eine Begegnung im Rahmen der wichtigen UN-Woche allerdings zum Ausgangspunkt für Trumps Plan zur Befriedung des Gaza-Konflikts. Damals beriet der US-Präsident in New York mit Vertretern mehrerer arabischer und islamischer Staaten über ein Ende des Krieges zwischen der islamistischen Palästinenserbewegung Hamas und Israel. Wenige Tage später stellte Trump seinen Gaza-Friedensplan vor.
Was steckt hinter dem geheimnisvollen Grönland-Abkommen?
In diesem Jahr will Trump die Bühne in New York auch nutzen, um eine Einigung in einem Streit zu präsentieren, den er selbst überhaupt erst auslöste. Der US-Präsident hatte in der Vergangenheit mehrfach mit der Annexion Grönlands gedroht - und damit nicht nur den Nato-Partner Dänemark brüskiert, sondern auch Zweifel an der Geschlossenheit der weltgrößten Militärallianz und gegenseitigen Bündnistreue geweckt. Seine Begründung: Das zu Dänemark gehörende Territorium sei sonst nicht vor Russland und China sicher - und das wiederum sei eine Gefahr für die USA.
Nach langem Streit um die strategisch bedeutsame Arktisinsel verkündeten die USA, Dänemark und Grönland vor wenigen Tagen einen Durchbruch. An diesem Dienstag soll nun eine Einigung unterzeichnet werden. Trump zufolge sichern sich die USA mit der Vereinbarung weitreichende Befugnisse und Kontrolle über die weltgrößte Insel. Die dänische und grönländische Seite bestätigten die Darstellungen Trumps zu diversen Vorteilen für die USA in dieser Form bisher nicht - und sprachen von einem Deal, der „auch gut für die Nato und Europa ist“. Entsprechend spannend wird es sein, welche Details zu dem Abkommen in New York bekanntwerden.
(mit Material von dpa und AFP)
