Ferat Kocak: Nach Kritik an Clan-Kontakten: Linken-Abgeordneter lässt Funktionen ruhen

Linke-Politiker Ferat Kocak lässt seine Parlamentsfunktionen vorerst ruhen (Archivbild).
Carsten Koall/dpa- Linken-Politiker Ferat Kocak lässt seine Parlamentsfunktionen vorerst ruhen.
- Anlass ist Kritik an Kontakten ins Berliner Clan-Milieu, darunter Chats mit Firas Remmo.
- Kocak nimmt nicht am Bundestags-Innenausschuss teil, bis „volle Transparenz“ besteht.
- Er räumt Kontakte ein und nennt sie „durch nichts zu rechtfertigen“, er will Transparenz schaffen.
- Fraktionschef Sören Pellmann kündigt an: Konsequenzen werden später „solidarisch“ beraten.
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Nach der heftigen Kritik an Kontakten ins Berliner Clan-Milieu lässt der Berliner Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Kocak seine Parlamentsfunktionen vorerst ruhen. „Ferat Kocak hat uns mitgeteilt, dass er sich bis auf weiteres, bis volle Transparenz hergestellt ist, zurückziehen wird“, sagte Linken-Ko-Fraktionschef Sören Pellmann am Dienstag in Berlin. „Das warten wir ab.“ Kocak werde bis auf weiteres nicht an Sitzungen des Bundestags-Innenausschusses teilnehmen, „bis wir vollumfängliche Transparenz haben“.
Kocak hatte sich zuvor zu seinen Kontakten zum Berliner Remmo-Clan geäußert. So tauschte er sich mit dem Sohn von Clanchef Issa Remmo, Firas, in Chats aus. Auf der Plattform X rechtfertigte Kocak den Kontakt damit, dass er mit „vielen Leuten“ im Austausch stehe. In einem Fall habe er Issa Remmo „mit Höflichkeit zurückgegrüßt“, er habe jedoch zunächst „keine Kenntnis“ davon gehabt, um wen es sich handelt.
Kocak erklärte, „Kontakte von Mandatsträgern zu Personen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden“, seien „durch nichts zu rechtfertigen“. Er wolle für „volle Transparenz“ sorgen.
Pellmann zufolge versprach Kocak gegenüber der Linken-Fraktion „vollumfängliche Transparenz“. Bis dahin wolle er vorerst nicht mehr in der Öffentlichkeit auftreten. Über mögliche Konsequenzen werde „im Nachgang miteinander solidarisch“ gesprochen, sagte Pellmann.