Gazastreifen: Fünf Tote bei Luftangriff auf Polizeistation in Gaza

Trauernde nehmen im Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt Abschied von den Leichnamen sieben Palästinenser, die am Vortag bei einem Angriff der israelischen Armee auf ein Café im Hafen von Gaza getötet worden waren (Archivfoto).
Bilal Osama/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa- Fünf Tote nach Luftangriff auf Polizeistation in Gaza, 15 Verletzte laut PRCS.
- Unter den Toten ist eine Frau; Innenministerium spricht von „brutalem Massaker“.
- Israel äußerte sich zunächst nicht – zuvor starben bei einem Angriff sechs Menschen.
- Armee zielte laut eigener Darstellung auf Hamas-Kommandeure, Angaben nicht überprüfbar.
- Gaza-Friedensrat drängt auf Waffenruhe, Israel plant laut Al Arabija weitere Angriffe.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei einem neuen israelischen Luftangriff auf eine Polizeistation im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. 15 weitere Personen seien verletzt worden, teilte der Rettungsdienst Palästinensischer Roter Halbmond (PRCS) mit. Nach Angaben der Polizei war auch eine Frau unter den Toten. Ein Sprecher des Innenministeriums sprach von einem „brutalen Massaker“ gegen Polizisten. Die israelische Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall.
Bereits am Dienstag waren bei einem israelischen Angriff in Gaza sechs Menschen getötet worden. Nach Darstellung der israelischen Armee nahm diese mehrere Kommandeure der Hamas ins Visier. Diese hätten Angriffe auf israelische Soldaten in dem Küstengebiet geplant. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Der arabische Nachrichtensender Al Arabija hatte vor dem neuen Angriff berichtet, bei Gesprächen mit Repräsentanten des Gaza-Friedensrats habe Israel diese informiert, dass weitere Angriffe auf die Hamas-Polizei geplant seien. Der Friedensrat bemüht sich jedoch um ein vollständiges Ende der Kampfhandlungen.
Neue Spannungen um Gaza-Friedensplan
Die „Times of Israel“ berichtete, bei einem Treffen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit dem US-Vermittler Jared Kushner am Montag habe es Streit gegeben, weil Israel darauf beharre, weiterhin mutmaßliche Teilnehmer des Hamas-Angriffs am 7. Oktober 2023 gezielt zu töten. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe, es kommt aber immer wieder zu tödlichen Angriffen. Anders als die Hamas lehnt Netanjahu einen Fahrplan des Friedensrats für eine Nachkriegsordnung in dem weitgehend zerstörten Küstenstreifen bisher ab.
Streit gibt es unter anderem darüber, dass die der Hamas übergebenen Waffen eingelagert und unter palästinensischer Kontrolle bleiben sollen. Israel fordert dagegen eine komplette Entfernung der Waffen aus dem Küstenstreifen.
