Tokio
: Japan nennt US-Sanktionen gegen IStGH-Präsidentin Akane „sehr bedauerlich“

Japan bezeichnet die US-Sanktionen gegen IStGH-Präsidentin Tomoko Akane als „sehr bedauerlich“. Tokio betont seine Unterstützung für den Gerichtshof und die Rechtsstaatlichkeit.
Von
red/afp
Tokio
FILES-US-ICC-JUSTICE-SANCTIONS: (FILES) Judge Tomoko Akane arrives prior to the announcement of the International Criminal Court (ICC) verdict that sentenced Malian Jihadist police chief Al Hassan Ag Abdoul Aziz Ag Mohamed Ag Mahmoud to 10 years in jail for war crimes and crimes against humanity committed during a reign of terror in the fabled Malian city of Timbuktu, on November 20, 2024 at the ICC court in The Hague. The United States on August 18, 2026, announced sanctions against ICC President Tomoko Akane of Japan and Senior Trial Lawyer Abdoulaye Seye of Senegal as part of its campaign against the "politicized" court. "These individuals have directly engaged in efforts by the ICC to investigate, arrest, detain, or prosecute officials whose government has not consented to ICC jurisdiction," Secretary of State Marco Rubio said in a statement announcing the measures. (Photo by Eva Plevier / ANP / AFP)

Die USA verhängten Sanktionen gegen IStGH-Präsidentin Tomoko Akane (Archivfoto).

EVA PLEVIER/afp
  • Japan kritisiert US-Sanktionen gegen IStGH-Präsidentin Tomoko Akane als „sehr bedauerlich“.
  • Tokio betont Unterstützung für den Gerichtshof und die Wahrung der Rechtsstaatlichkeit.
  • USA begründen die Maßnahmen: Der IStGH sei „korrupt“ und „politisiert“, so Marco Rubio.
  • Auch Ankläger Abdoulaye Seye wurde sanktioniert – der IStGH spricht von Angriff auf Rechtsstaatlichkeit.
  • Hintergrund: Der 2002 gegründete IStGH ermittelt auch zu Israel, die USA ratifizierten den Vertrag nicht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die japanische Regierung hat die von den USA verhängten Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Tomoko Akane, als „sehr bedauerlich“ bezeichnet. Japan habe den IStGH stets in seinem Bemühen unterstützt, Verbrechen zu verfolgen und zu ahnden sowie die Rechtsstaatlichkeit zu wahren, erklärte das Außenministerium in Tokio am Mittwoch. „Aus dieser Perspektive sind die angekündigten Maßnahmen sehr bedauerlich.“ Akane ist japanische Staatsbürgerin.

US-Außenminister Marco Rubio hatte die Sanktionen am Dienstag mit den Worten begründet, der IStGH sei ein „korruptes und in fataler Weise politisiertes“ Gericht, das seine Befugnisse „böswillig missbraucht und sein Mandat überschritten hat“. Washington belegte außerdem den IStGH-Ankläger Abdoulaye Seye mit weiteren Sanktionen. Der IStGH erklärte daraufhin, die US-Entscheidung untergrabe „die Rechtsstaatlichkeit“.

USA verschärften ihr Vorgehen gegen das Gericht

Der IStGH war 2002 gegründet worden und verfolgt Verdächtige, die schwerster Gräueltaten beschuldigt werden. Die USA haben den Gründungsvertrag zwar unterschrieben, aber nie ratifiziert. Zuletzt verhängten sie zahlreiche Sanktionen gegen Mitglieder des Gerichts, insbesondere, seitdem sich dessen Ermittlungen gegen Mitglieder der israelischen Regierung richten. 2024 erließ das Gericht einen Haftbefehl gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen möglicher Kriegsverbrechen.

Im Juli verschärften die USA ihr Vorgehen gegen das Gericht und forderten andere Länder auf, aus der Institution auszutreten. Dem folgten Venezuela und der Tschad.