VfB-Spieler erzählt im Fernsehen: Leweling dankt seiner Mutter: „Versuche ihr das jeden Tag zurückzuzahlen“

Jamie Leweling (links) im Supercup-Finale am vergangenen Samstag gegen Bayern Münchens Jonathan Tah.
Pressefoto Baumann/Julia RahnDer Fußball gehörte bei Familie Leweling lange in Opas Aufgabenbereich: Der Großvater hatte den jungen Jamie, der von der Profikarriere träumte, in seiner Jugendzeit überall hin begleitet, wo es um Fußball ging – ob zum Training oder zu den Spielen. Lewelings Mutter hingegen hat „eigentlich gar keine Ahnung vom Fußball und sich nicht dafür interessiert“, erzählt der Flügelspieler des VfB Stuttgart am Sonntagabend in der Sendung „SWR Sport“.
Die Mutter macht extra den Führerschein
Doch nach dem Tod des Großvaters musste Lewelings Mutter die Organisation rund um den Sport des Sohnemanns übernehmen. Weil sie noch keinen Führerschein hatte und ihr Sohn nicht immer mit dem Zug fahren sollte, holte sie das extra schnell für ihn nach. „Sie hat sehr viel gearbeitet, um uns über Wasser zu halten“, berichtet Leweling und dankt ihr das bis heute: „Ich bin sehr stolz auf sie und uns, dass wir es geschafft haben. Ich versuche, es ihr jeden Tag zurückzuzahlen.“ Dafür gibt es Applaus im Studio.
Der Aufwand hat sich jedenfalls gelohnt: Lewelings Traum von der Profikarriere ging in Erfüllung, beim VfB reifte der 24-Jährige zum deutschen Nationalspieler, holte im Mai mit dem Team den DFB-Pokal. Das gibt Selbstvertrauen. Und mit dem hält der Flügelspieler auch öffentlich nicht hinter dem Berg, wenn er die nächsten großen Ziele formuliert: „Wir können den Scheiß Europapokal gewinnen“, brüllte der VfB-Spieler bei der Pokalfeier auf dem Stuttgarter Schlossplatz ins Mikrofon.
„Den Supercup kann man mal verlieren“, sagt Leweling
Auch im Trainingslager am Tegernsee bekräftigte der 24-Jährige gegenüber unserer Zeitung noch einmal die Sehnsucht nach weiteren Titeln: „Man entwickelt Hunger nach mehr. Das ist unser Antrieb – warum also nicht noch einmal etwas Krasses gewinnen?“, so Leweling. Mit dem Supercup hat es am vergangenen Wochenende beim 1:2 gegen Bayern München nicht geklappt. „Den Supercup kann man mal verlieren“, sagt Leweling im SWR-Studio schmunzelnd und ergänzt: „Nächste Woche gegen Union Berlin gewinnen wir und dann ist alles wieder gut.“
Im Interview mit dem Moderator gibt der Flügelspieler auch jungen Talenten etwas mit auf den Weg: „Es ist wichtig, immer an sich zu glauben – egal wie schlecht es mal läuft. Dann werden die Träume in Erfüllung gehen.“ Seine eigene Karriere ist der beste Beweis dafür.