Fußball-WM
: Frankreich stoppt DFB-Schreck Paraguay

Genau wie Deutschland tut sich auch Frankreichs Star-Offensive extrem schwer gegen Paraguays Defensivkünstler. Schließlich entscheiden ein Elfmeter und Star-Stürmer Kylian Mbappé das WM-Achtelfinale.
Von
Jordan Raza und Arne Richter, dpa
Philadelphia
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WM 2026 - Paraguay - Frankreich: 04.07.2026, USA, Philadelphia: Fußball, Männer, WM 2026, Paraguay - Frankreich, Finalrunde, Achtelfinale, Philadelphia-Stadion, Kylian Mbappé (Frankreich) jubelt nach seinem Tor zum 0:1. Foto: Matt Slocum/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Kylian Mbappé entscheidet das Spiel für Frankreich per Elfmeter.

Matt Slocum/AP/dpa
  • Frankreich siegte im WM-Achtelfinale in Philadelphia mit 1:0 gegen Paraguay.
  • Kylian Mbappé traf in der 70. Minute per Elfmeter – sein 19. WM-Tor.
  • Frankreich tat sich gegen Paraguays Abwehr-Bollwerk lange schwer und versuchte Distanzschüsse.
  • Im Viertelfinale trifft die Équipe Tricolore am Donnerstag auf Marokko.
  • Der Schiedsrichter ließ viel laufen, Frankreich vergab in der Nachspielzeit eine Doppelchance.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dank eines Elfmeter-Tores von Kylian Mbappé hat Topfavorit Frankreich mit viel Mühe Deutschland-Schreck Paraguay niedergerungen und ist nur noch drei Siege vom dritten WM-Titel entfernt. Die Équipe Tricolore setzte sich im Achtelfinale gegen die Südamerikaner mit 1:0 (0:0) durch und trifft im Viertelfinale am Donnerstag auf Marokko.

Nachdem Frankreich zuvor am Abwehr-Bollwerk der Südamerikaner verzweifelt war, verwandelte Mbappé (70. Minute) vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia schließlich einen Strafstoß. Der Angreifer von Real Madrid kommt damit auf insgesamt 19 WM-Treffer und liegt nur noch ein Tor hinter dem argentinischen Rekordhalter Lionel Messi. 

Das Ziel, mit dem goldenen Pokal in der Hand Les Bleus zu verlassen, rückt für Frankreichs scheidenden Nationaltrainer Didier Deschamps immer näher. Für die Südamerikaner blieb die zweite Sensation nach dem Coup gegen Deutschland hingegen aus. Die Albirroja verpasste den Einzug ins Viertelfinale und damit die Chance, ihr bestes WM-Ergebnis von 2010 zu wiederholen.

Frankreichs Star-Offensive findet keine Lücken

Zum dritten Mal standen sich beide Teams bei einer WM gegenüber. Nach Frankreichs 7:3 im Jahr 1958 folgte 1998 ein dramatisches Achtelfinale, das die Équipe Tricolore auf dem Weg zum Titel erst durch ein Golden Goal in der 114. Minute gewann.

Auch das Duell 28 Jahre später entwickelte sich für den haushohen Favoriten zur Geduldsprobe. Paraguay verschanzte sich vor dem eigenen Tor zeitweise mit neun Feldspielern im Strafraum. Frankreich lief unermüdlich an, fand gegen das Abwehr-Bollwerk der Südamerikaner jedoch kaum Lösungen. Das Spiel war geprägt von der giftigen Zweikampfführung der Albirroja.

Weil die Franzosen spielerisch kaum Lösungen fanden, suchten sie ihr Glück mit Distanzschüssen. Doch sowohl Manu Koné (22.) als auch Adrien Rabiot (33.) verfehlten das Ziel. Mit jeder vergebenen Chance schienen die Franzosen genervter. Paraguay setzte auf Konter über Julio Enciso. Doch der Torschütze aus dem Deutschland-Spiel war häufig auf sich allein gestellt, weil seine Mitspieler nicht nachrückten.

Paraguay mauert weiter – Frankreich aus der Distanz

Die Passstatistik bis zur 49. Minute: Frankreich brachte 310 Pässe an den Mann, Paraguay gerade einmal 49. Umso bitterer für den Weltmeister von 2018, dass er aus seiner Überlegenheit keinen Ertrag schlagen konnte. 

Das Offensiv-Trio Mbappé, Weltfußballer Ousmane Dembélé und Vorbereiter Michael Olise, das in den vorherigen WM-Spielen brilliert und harmoniert hatte, war aus dem Spiel nahezu kein Faktor. Bayern-Profi Olise hätte mit einem Assist zu Brasiliens Fußball-Ikone Pelé aufschließen können, der bei der WM 1970 sechs Treffer vorbereitete und seitdem den Rekord hält. 

Die besten Chancen ergaben sich weiterhin aus der Distanz. Bei Manu Konés Fernschuss war Paraguay-Keeper Orlando Gill erstmals ernsthaft gefordert. Es war in der 54. Minute die erste gute Tormöglichkeit des Spiels. Erst die Einwechslung von Désiré Doué verlieh dem Offensivspiel der Franzosen mehr Torgefahr.

Der Flügelspieler war es auch, der den Elfmeter rausholte. Gustavo Velázquez versuchte den Elfmeter-Punkt noch kaputtzutreten, doch Mbappé ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte sicher. In der Nachspielzeit (90.+6) vergab der Stürmer eine Doppelchance. Im Fokus stand auch immer wieder der usbekische Schiedsrichter Ilgiz Tantashev, der insgesamt eine sehr weiche Linie verfolgte und viel laufen ließ.