VfB-Profi bei der WM: Luca Jaquez verpasst Mannschaftstraining der Schweiz

Betritt bislang zwei WM-Spiele für die Schweiz: Luca Jaquez
IMAGO/JOERAN STEINSIEK- Schweiz-Verteidiger Luca Jaquez verpasst in San Diego das Mannschaftstraining.
- Grund sind muskuläre Beschwerden, er trainierte individuell – Einsatz unklar.
- Der VfB-Spieler bestritt erst fünf Länderspiele, davon bereits zwei WM-Partien.
- Gegen Bosnien-Herzegowina eingewechselt, gegen Kanada als Rechtsverteidiger gestartet.
- Yakin lobt Tempo und Zweikampf, Entscheidung fürs Sechzehntelfinale in Vancouver folgt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Diese Quote von Luca Jaquez ist keine alltägliche: Fünf Länderspiele für die Schweiz hat der Innenverteidiger des VfB Stuttgart bislang absolviert – darunter sind aber bereits zwei WM-Partien. Nach seiner Einwechslung im zweiten Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina (4:1) stand er gegen Kanada (2:1) sogar in der Startelf – auf der ungewohnten Rechtsverteidiger-Position, da Nationaltrainer Murat Yakin auf das Tempo des 23-jährigen Stuttgarters setzte. „Er hat das größtenteils sehr gut gemacht“, lobte Yakin nach dem feststehenden Gruppensieg: „Luca hat das richtige Spielerprofil dafür. Er ist schnell und zweikampfstark.“
Ob nun im Sechzehntelfinale gegen Algerien am Freitag (5 Uhr) in Vancouver ein weiterer Einsatz hinzukommt, ist aber offen: Jaquez verpasste das Mannschaftstraining am Dienstag in San Diego wegen muskulärer Beschwerden und absolvierte lediglich eine individuelle Einheit. Eine Entscheidung über seine Spielfähigkeit soll kurzfristig getroffen werden. Wie sie auch ausfällt, für Jaquez sind es schon jetzt besondere Wochen in Amerika: „Bei der WM dabei zu sein“, sagt der Rechtsfuß, „damit ist ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Ich genieße jede einzelne Sekunde davon.“

Der Schweizer Nationaltrainer Murat Yakin (51) lief in der Saison 1997/98 für den VfB auf.
IMAGO/Ercin ErturkUnd noch ist der Traum nicht vorbei, er könnte sogar noch eine ganze Weile am Leben bleiben. Stichwort Turnierbaum. Im Fall eines Weiterkommens gegen Algerien würden im Achtelfinale Kolumbien oder Ghana warten – allesamt anspruchsvolle Aufgaben, aber auch keine unlösbaren. Erst im Viertelfinale könnte es gegen Argentinien gegen einen der großen Favoriten auf den Turniersieg gehen.
So weit kam die Schweiz zuletzt 1954 beim Turnier im eigenen Land, als man in der Runde der letzten acht Mannschaften in der Hitzeschlacht von Lausanne bei 40 Grad im Schatten gegen Österreich 5:7 verlor. Luca Jaquez und seine Teamkollegen hätten bestimmt nichts dagegen, wenn es am Freitag gegen Algerien das eine oder andere Gegentor weniger werden würde.

