Nach sieben Tagen mit dem VZMORE AX9 Max AI Mini-PC fällt mein wichtigster Eindruck klar aus: Der kompakte Rechner verbindet hohe Rechenleistung mit einer ungewöhnlich vielseitigen Ausstattung, ohne auf dem Schreibtisch viel Platz zu beanspruchen. Im Alltag bewältigt der Mini-PC zahlreiche parallel laufende Anwendungen, lokale KI-Szenarien, schnelle Dateiübertragungen und mehrere Bildschirme zuverlässig. Besonders praktisch sind die zwei 2,5-Gbit/s-Netzwerkanschlüsse, die zwei USB4-Ports und die Möglichkeit, Arbeitsspeicher sowie Speicherlaufwerke später auszubauen.
In meinem einwöchigen Praxistest nutze ich den VZMORE AX9 Max als Windows-11-Pro-Rechner mit Monitor, Tastatur, Maus, Headset und externem Speicher. Zusätzlich prüfe ich längere Rechenlast, lokale Sprachmodelle, Grafikleistung, SSD-Tempo, Netzwerkfunktionen, Kühlung und Geräuschentwicklung. Der Test richtet sich vor allem an technisch versierte Nutzerinnen und Nutzer, Entwicklerinnen und Entwickler, Kreative, Homelab-Betreibende sowie Gamerinnen und Gamer, die eine leistungsfähige integrierte Grafik bevorzugen.
Den VZMORE AX9 Max im Hersteller-Shop ansehen | Zum AX9 Max bei Amazon
Rabattcode 15%: AX9MVZEG
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Praxistest
Der AX9 Max ist kein einfacher Bürorechner im kleinen Gehäuse. Sein AMD Ryzen AI 9 HX 470 liefert im Test genügend Reserven für anspruchsvolles Multitasking, Entwicklungsumgebungen, virtuelle Maschinen und längere Berechnungen. Die integrierte Radeon 890M eignet sich für viele Spiele mit angepassten Grafikeinstellungen und übernimmt GPU-beschleunigte Aufgaben ohne separate Grafikkarte.
- Rechenleistung: 3.095 Punkte im Single-Core- und 15.842 Punkte im Multi-Core-Test von Geekbench 6
- SSD-Tempo: ungefähr 6.038 MB/s beim sequenziellen Lesen und 5.020 MB/s beim Schreiben
- Lokale KI: etwa 29 bis 30 Tokens pro Sekunde mit einem passend gewählten Qwen-Modell
- Kühlung: rund 72 °C unter längerer Last ohne beobachtete thermische Drosselung
- Geräuschentwicklung: ungefähr 41 dB(A) unter CPU-Dauerlast und bis zu 47 dB(A) bei lokalen KI-Berechnungen
- Erweiterbarkeit: zwei SO-DIMM-Steckplätze und zwei M.2-Steckplätze
- Arbeitsplatz: Unterstützung für bis zu vier Monitore, Wi-Fi 7 und zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Ports
Die Geräuschentwicklung hängt erkennbar vom Leistungsprofil ab. Im normalen Büro- und Webbetrieb bleibt der Rechner zurückhaltend. Bei intensiver KI-Last wird der Lüfter dagegen deutlich hörbar. Das ist im Test der wichtigste Punkt, den ihr bei der Wahl zwischen maximaler Leistung und möglichst ruhigem Betrieb berücksichtigen solltet.
Für welche Aufgaben der Mini-PC besonders gut passt
Der VZMORE AX9 Max eignet sich für Nutzerinnen und Nutzer, die einen kleinen Desktop mit großen Leistungsreserven suchen. Die getestete Ausstattung mit 32 GB DDR5-RAM und einer 1-TB-SSD reicht für Windows, Office, Webanwendungen, Entwicklungswerkzeuge, Bildbearbeitung und zahlreiche parallele Programme aus. Wer regelmäßig virtuelle Maschinen, Container, lokale Datenbanken oder größere KI-Modelle verwendet, profitiert von der möglichen Speichererweiterung.
Auch als kompakter Homelab-Rechner ist der AX9 Max interessant. Zwölf CPU-Kerne, 24 Threads, zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Anschlüsse und zwei interne M.2-Steckplätze schaffen eine geeignete Grundlage für Proxmox, Docker, NAS-Dienste und virtuelle Maschinen. Der unabhängige Praxiseinsatz mit Proxmox zeigt die Eignung für solche Szenarien. Der interne Speicher bleibt dabei auf zwei Laufwerke begrenzt.
Für Gaming ist die integrierte Radeon 890M vor allem dann passend, wenn ihr E-Sport-Titel, weniger anspruchsvolle Spiele oder ältere Produktionen spielt. Bei aktuellen grafisch aufwendigen Spielen sind reduzierte Details und gegebenenfalls Upscaling sinnvoll. Kreative Anwendungen, Videowiedergabe und einfache bis mittlere Grafikaufgaben bewältigt die GPU im Test ebenfalls ordentlich.
Technische Basis und Ausstattung
Im getesteten Modell arbeitet der AMD Ryzen AI 9 HX 470 mit zwölf Kernen und 24 Threads. Der Prozessor basiert auf Zen 5 beziehungsweise Zen 5c, wird im 4-nm-FinFET-Verfahren gefertigt und erreicht bis zu 5,2 GHz im Boost. Der Basistakt liegt bei 2,0 GHz. Zum Cache gehören 12 MB L2-Cache und 24 MB L3-Cache.
- Grafik: AMD Radeon 890M mit RDNA-3.5-Architektur, 16 Compute Units und bis zu 3,1 GHz
- KI: AMD Ryzen AI NPU mit bis zu 55 TOPS und laut AMD bis zu 86 TOPS Gesamtleistung
- Arbeitsspeicher: 32 GB DDR5, zwei austauschbare SO-DIMM-Module, laut Hersteller bis zu 256 GB
- Speicher: 1 TB M.2 2280 PCIe 4.0 x4 sowie ein zusätzlicher M.2-2230-Steckplatz, laut Hersteller bis zu 1 TB
- Maximaler Gesamtspeicher: bis zu 5 TB laut VZMORE
- System: Windows 11 Pro
- Abmessungen und Gewicht: 135 × 131,8 × 57,7 Millimeter und 777,5 Gramm
- Gehäuse und Kühlung: silberfarbenes Aluminium-Unibody-Gehäuse, Vapor Chamber, aktive Lüfter und umlaufender Lufteinlass an der Unterseite
Für die Leistungssteuerung stehen drei Profile bereit. Silent arbeitet mit 45 W, Balanced mit 54 W und Performance mit 65 W. Damit könnt ihr den Schwerpunkt je nach Aufgabe auf geringe Geräuschentwicklung oder höhere Rechenleistung legen. Zum Lieferumfang gehört ein 120-W-Netzteil mit 19 V und 6,32 A.
Die Anschlussausstattung umfasst an der Vorderseite vier USB-A-Ports nach USB 3.2 Gen 2 mit bis zu 10 Gbit/s, einen weiteren USB-A-Anschluss mit S5-Power-Delivery, eine 3,5-Millimeter-Stereo-Headsetbuchse und den Einschalter. Rückseitig kommen zwei USB4-Anschlüsse mit bis zu 40 Gbit/s, DisplayPort-2.0-Alt-Mode und jeweils bis zu 15 W PD-Out hinzu. Einer der USB4-Ports unterstützt laut Hersteller außerdem bis zu 100 W PD-In.
Ergänzt wird die Ausstattung durch einen weiteren USB-3.2-Gen-2-Type-A-Port, einen USB-2.0-Type-A-Port, zwei HDMI-2.1-Ausgänge, zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Anschlüsse und einen seitlichen SD-4.0-Kartensteckplatz. Insgesamt lassen sich bis zu vier Monitore anschließen. Eine Bildausgabe bis 8K ist vorgesehen, hängt aber von Monitor, Kabel, Auflösung und Bildfrequenz ab.
Weitere Details zum AX9 Max abrufen | Die Amazon-Angebotsseite öffnen
Auspacken, Aufstellen und Einrichten
Der Mini-PC kommt in einer weißen, stabil wirkenden Kartonschachtel mit VZMORE-Logo, Produktabbildung und Hinweisen zur AMD-Plattform. Ein passgenauer weißer Formeinsatz trennt Rechner und Zubehör voneinander. Der AX9 Max sitzt dadurch sicher im Karton und kommt beim Transport nicht lose mit Netzteil oder Kabeln in Kontakt.
Im Paket liegen der Rechner, ein schwarzes 120-W-Netzteil, ein abnehmbares EU-Netzkabel, ein HDMI-Kabel, eine VESA-Halterung mit Schrauben sowie ein Benutzerhandbuch beziehungsweise eine Kurzübersicht. Die schwarze, kreuzförmige Metallhalterung befindet sich separat im Karton. Eine kompakte Grafik erklärt zusätzlich die Anschlüsse an Vorderseite, Rückseite und Gehäuseseite.
Blaue NOTICE-Aufkleber an Vorder- und Rückseite weisen bei der Lieferung auf die erste Einrichtung und einzelne Anschlüsse hin. Sie lassen sich vor dem Betrieb entfernen. Das Unboxing bleibt funktional und übersichtlich. Die Verpackung konzentriert sich auf sicheren Transport und weniger auf eine aufwendige Präsentation.
Die erste Inbetriebnahme gelingt ohne Montage
Für den Start stelle ich den AX9 Max auf den Schreibtisch, verbinde das Netzteil, schließe den Monitor per HDMI an und stecke Tastatur sowie Maus ein. Windows 11 Pro beginnt anschließend mit dem üblichen Einrichtungsprozess. RAM oder SSD müssen in der getesteten Konfiguration nicht eingebaut werden, da 32 GB DDR5 und 1 TB Speicher bereits ab Werk installiert sind.
Alternativ befestige ich die VESA-Halterung mit den beiliegenden Schrauben am Monitor und positioniere den Rechner dahinter. Wichtig bleibt dabei eine freie Luftzufuhr an der Unterseite. Auch die große rückseitige Öffnung sollte nicht unmittelbar an einer Wand liegen. Auf dem Schreibtisch steht das Gerät trotz seines geringen Gewichts von 777,5 Gramm sicher.
So wurde der VZMORE AX9 Max geprüft
Ich teste den Mini-PC als einzelner Redakteur über sieben Tage an einem festen Schreibtischarbeitsplatz. Zuerst prüfe ich Verpackung, Lieferumfang, Materialanmutung, Anschlüsse und die Einrichtung von Windows 11 Pro. Danach folgen Office, Webanwendungen, Entwicklungsumgebungen, Dateiübertragungen, Softwareinstallationen, Bildschirmausgabe und lokale KI-Anwendungen.
Die ersten beiden Tage dienen der Einrichtung und der Prüfung der sichtbaren Eigenschaften. An den Tagen drei und vier stehen Multitasking, Entwicklungsumgebungen und Grafik auf dem Programm. An den Tagen fünf und sechs belaste ich Prozessor, SSD und integrierte Grafik länger und nutze lokale KI. Am siebten Tag beurteile ich Aufstellung, Geräuschentwicklung, Alltagseindruck und Erweiterbarkeit.
- Verpackung, Zubehör und Transportschutz
- Gehäusequalität, Stabilität und Anschlussverarbeitung
- Inbetriebnahme, Bedienung und Leistungsprofile
- Rechenleistung, SSD-Tempo und Grafik
- Lokale KI, Speichernutzung und Antwortgeschwindigkeit
- Kühlung, Temperaturen und Lüfterverhalten
- Netzwerk, Multi-Monitor-Betrieb und Erweiterbarkeit
Der Zeitraum erlaubt eine nachvollziehbare Beurteilung der täglichen Nutzung, ersetzt aber keine mehrjährige Langzeitprüfung. Aussagen zur dauerhaften Haltbarkeit formuliere ich deshalb zurückhaltend. Anschlusskomfort, Temperaturverhalten, Leistungsprofile, Lüfteraktivität und praktische Stabilität lassen sich während der sieben Tage direkt beurteilen.
Ergebnisse aus dem täglichen Einsatz
Solides Gehäuse und gut erreichbare Schnittstellen
Das silberfarbene Aluminium-Unibody-Gehäuse wirkt stabil und verwindungsfest. Abgerundete Ecken, sauber getrennte Gehäuseelemente und die dunkel belüftete Unterseite vermitteln einen sorgfältig konstruierten Eindruck. Die Anschlüsse sitzen fest im Gehäuse und sind mit Symbolen oder Schnittstellenbezeichnungen versehen.
Die Anordnung erweist sich im Alltag als praktisch. Häufig wechselnde USB-Geräte stecke ich vorne ein, während Monitore, Netzwerkkabel und dauerhaft verbundene Peripherie rückseitig angeschlossen bleiben. Der Einschalter ist trotz umfangreicher Verkabelung gut erreichbar. Der seitliche SD-Kartenleser bleibt ebenfalls zugänglich, wenn die Rückseite vollständig belegt ist.
Viele Anschlüsse ersparen zusätzliche Adapter
Während des Tests verbinde ich gleichzeitig Monitor, externe SSD, Tastatur, Maus, Headset, Netzwerk und weitere USB-Geräte. Dafür benötige ich keinen zusätzlichen Adapter. Die beiden USB4-Ports erweitern die Möglichkeiten um schnelle Datenübertragung und DisplayPort-Ausgabe. Zwei HDMI-2.1-Anschlüsse ermöglichen zusätzlich die direkte Verbindung mehrerer Bildschirme.
Die Plattform unterstützt bis zu vier Monitore. Welche Auflösung und Bildfrequenz tatsächlich möglich sind, hängt von den verwendeten Geräten und Kabeln ab. Für einen Arbeitsplatz mit mehreren Displays ist die Kombination aus HDMI und USB4 dennoch sehr flexibel. Die zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Ports sind hilfreich, wenn der Rechner gleichzeitig auf ein lokales Netzwerk und ein separates Server- oder NAS-Segment zugreifen soll.
Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 ergänzen die kabelgebundenen Verbindungen. Beide drahtlosen Funktionen lassen sich im Alltag schnell einrichten und arbeiten während des Tests stabil.
Der Ryzen-Prozessor überzeugt beim Multitasking
Windows reagiert direkt, Anwendungen öffnen ohne auffällige Verzögerungen und mehrere parallel laufende Programme bringen das System nicht aus dem Tritt. Beim Wechsel zwischen Browser mit vielen Tabs, Entwicklungsumgebung, Dateiübertragung und Videowiedergabe profitiert der AX9 Max von zwölf Kernen und 24 Threads.
Geekbench 6 weist 3.095 Punkte im Single-Core-Durchlauf und 15.842 Punkte im Multi-Core-Test aus. Der Single-Core-Wert beschreibt die Leistung einzelner Aufgaben, während der Multi-Core-Wert die parallele Rechenarbeit abbildet. Die Ergebnisse passen zum Nutzungseindruck, denn der Mini-PC arbeitet sowohl bei kurzen Aufgaben als auch unter paralleler Last zügig.
Die vorinstallierte SSD erreicht sequenziell ungefähr 6.038 MB/s beim Lesen und 5.020 MB/s beim Schreiben. Große Anwendungen, Projektdateien und lokale Modelle werden dadurch schnell geladen. Der Silent-Modus mit 45 W bleibt bei normalen Aufgaben angenehm zurückhaltend. Balanced mit 54 W bietet einen ausgewogenen Mittelweg, während Performance mit 65 W für längere Berechnungen, Rendering und KI bereitsteht.
Lokale KI im Alltag
Der VZMORE AX9 Max eignet sich gut für lokale KI, wenn Software und Modell passend gewählt sind. Die NPU erreicht bis zu 55 TOPS. Für die gesamte Plattform nennt AMD bis zu 86 TOPS. In der praktischen Nutzung verteilt sich die Arbeit jedoch nicht ausschließlich auf die NPU. Bei lokalen Sprachmodellen übernimmt häufig die Radeon 890M einen wesentlichen Teil der Verarbeitung.
Mit einem passend gewählten Qwen-Modell erreiche ich ungefähr 29 bis 30 Tokens pro Sekunde. Ein Token lässt sich vereinfacht als kleiner Textbaustein verstehen. Die Antwortgeschwindigkeit ermöglicht flüssige lokale Dialoge. Das erste Token erscheint nach ungefähr 0,1 Sekunden. LM Studio, Ollama und llama.cpp können für lokale Sprachmodelle eingesetzt werden, sodass der eigentliche Modellbetrieb nicht zwingend eine Cloud-Verbindung benötigt.
32 GB Arbeitsspeicher reichen für kleinere und mittelgroße Modelle sowie normale parallele Anwendungen aus. Bei einem Modell mit ungefähr 22 GB belegt das Gesamtsystem im Test bereits rund 28 GB. Für größere Modelle, umfangreiche Context-Fenster und weitere gleichzeitig laufende Programme ist ein Ausbau auf 64 GB oder mehr komfortabler. Die zwei austauschbaren SO-DIMM-Module schaffen dafür die nötige Grundlage.
Grafikleistung, Kühlung und Geräuschpegel
Die Radeon 890M zeigt sich vielseitig
Die integrierte Radeon 890M besitzt 16 Compute Units und erreicht laut AMD bis zu 3,1 GHz. Weniger anspruchsvolle Spiele, E-Sport-Titel und viele ältere Produktionen laufen mit passenden Einstellungen flüssig. Bei modernen grafisch aufwendigen Spielen sind niedrigere Details und gegebenenfalls Upscaling sinnvoll.
Für kreative Anwendungen stellt die GPU eine brauchbare Basis bereit. Beschleunigte Darstellungen, Videowiedergabe sowie einfache bis mittlere Grafikaufgaben funktionieren im Alltag überzeugend. Bei professionellen 3D-Projekten oder besonders hohen Bildraten bleibt die Leistung naturgemäß von der integrierten Architektur abhängig. Für einen Mini-PC ohne separate Grafikkarte fällt das Ergebnis im Test dennoch positiv aus.
Stabile Leistung dank Vapor Chamber
Das V-Cooling-System kombiniert eine Vapor Chamber mit aktiven Lüftern und einem umlaufenden Lufteinlass an der Unterseite. Die Luft strömt von unten durch das Gehäuse und erreicht neben Prozessor und Grafikeinheit auch Arbeitsspeicher und SSD. Die Konstruktion funktioniert im Test überzeugend, solange der Mini-PC auf einer harten, ebenen Fläche steht.
Unter längerer CPU-Last stabilisiert sich die Chip-Leistung bei ungefähr 54 W. Nach längerer Belastung liegt die Temperatur bei rund 72 °C. Im zehnminütigen Belastungstest beobachte ich keine thermische Drosselung. Die Kühllösung hält die Leistung damit auch bei anhaltender Beanspruchung stabil.
Im Leerlauf ist der AX9 Max kaum wahrnehmbar. Unter CPU-Dauerlast messe ich etwa 41 dB(A). Bei lokaler KI steigt der Wert aus 30 Zentimetern Entfernung auf bis zu 47 dB(A). Damit ist der Lüfter bei intensiven KI-Aufgaben deutlich hörbar und liegt über der Herstellerangabe von 38 dB. Im normalen Büro- und Webbetrieb fällt dieser Unterschied deutlich weniger auf. Wer möglichst ruhig arbeiten möchte, wählt den Silent-Modus.
Speicher, Aufrüstung und flexible Platzierung
Die zwei austauschbaren DDR5-SO-DIMM-Module arbeiten im Dual-Channel-Betrieb. VZMORE nennt bis zu 256 GB als maximale Kapazität. Für ein Gehäuse mit 135 × 131,8 × 57,7 Millimetern ist diese Ausbaufähigkeit bemerkenswert. Vor einem großen Upgrade sollten Modulkompatibilität und BIOS-Version geprüft werden.
Die ab Werk installierte 1-TB-SSD verwendet den M.2-2280-Steckplatz mit PCIe 4.0 x4. Ein zusätzlicher M.2-2230-Steckplatz nimmt laut Hersteller bis zu 1 TB auf. Eine herkömmliche 80 Millimeter lange M.2-2280-SSD passt daher nicht in den zweiten Slot. Zwei Laufwerke erleichtern die Trennung von System, Projekten und KI-Daten.
Auf dem Schreibtisch nimmt der AX9 Max wenig Platz ein. Mit der mitgelieferten VESA-Halterung kann er hinter einem kompatiblen Monitor verschwinden. In beiden Aufstellvarianten müssen der unterseitige Lufteinlass und die rückseitige Abluft frei bleiben. Das lässt sich im Alltag unkompliziert umsetzen.
Den kompakten Rechner direkt bei VZMORE prüfen | Den AX9 Max bei Amazon aufrufen
Mein Eindruck nach einer Woche
Mich überzeugt vor allem die Verbindung aus kompakter Bauform, hoher Anschlussdichte und starker Rechenleistung. Der Rechner steht unauffällig neben dem Monitor, bietet aber gleichzeitig genügend Reserven für Entwicklungsumgebungen, anspruchsvolles Multitasking und lokale KI. Im Test muss ich nur selten zwischen Geräten oder Adaptern wechseln.
Die Anschlussauswahl macht den AX9 Max im täglichen Betrieb angenehm unkompliziert. Monitor, Netzwerk, Speicher und Peripherie lassen sich direkt verbinden.
Auch die Aufrüstbarkeit ist im Alltag wichtig. Die ab Werk vorhandenen 32 GB reichen für den Einstieg. Für virtuelle Maschinen, Container und größere lokale Modelle eröffnet ein späterer Ausbau auf 64 GB oder mehr zusätzlichen Spielraum. Zwei SSD-Steckplätze erleichtern zudem die Aufteilung von System, Projekten und KI-Daten.
Für lokale KI wirkt der AX9 Max nicht wie ein reines Experiment. Mit passender Software sind Antwortgeschwindigkeiten von etwa 29 bis 30 Tokens pro Sekunde erreichbar.
Bei intensiver KI-Last steigt die Lüfteraktivität deutlich. Ich ordne das als Folge der hohen Leistungsfreigabe ein. Dafür bleibt die Temperatur stabil und im Test tritt keine Drosselung auf. Für ruhige Büroarbeit reicht der Silent-Modus aus.
Erfahrungen aus Kundenbewertungen und externem Test
Die verfügbaren externen Erfahrungen fallen überwiegend positiv aus. In sichtbaren Kundenbewertungen werden die geringe Lautstärke im normalen Betrieb, die kompakte Größe, die Anschlussvielfalt, die lokale KI und die Leistung der Radeon 890M hervorgehoben. Eine Bewertung betont, dass sich mehrere Geräte gleichzeitig anschließen lassen, ohne zusätzliche Adapter zu benötigen.
Ein ausführlicher externer Erfahrungsbericht von Home&Smart bewertet den AX9 Max mit 90 von 100 Punkten. Positiv genannt werden die Verarbeitung, die Dauerleistung, die Aufrüstbarkeit, die lokale KI-Nutzung und die stabile Kühlung. Dort werden ebenfalls ungefähr 72 °C unter längerer Last, 41 dB(A) bei CPU-Volllast und bis zu 47 dB(A) bei KI-Berechnungen gemessen.
Die externe Erfahrungsbasis bleibt bei dem noch jungen Produkt insgesamt überschaubar. Die Amazon-Bewertungen bilden keine große Langzeitstichprobe. Die vorhandenen Rückmeldungen stützen jedoch den Eindruck eines leistungsfähigen und vielseitig einsetzbaren Mini-PCs. Genannt werden außerdem die hörbare Lüfteraktivität bei hoher KI-Last, die fehlende OCuLink-Schnittstelle und ein teilweise anspruchsvolleres Linux-KI-Setup. Diese Punkte hängen stark von Einsatzart, Software und persönlichen Anforderungen ab.
Häufige Fragen zum VZMORE AX9 Max
Wie gut funktioniert lokale KI ohne Cloud?
Der AX9 Max eignet sich gut für lokale KI-Anwendungen mit passender Software und passenden Modellen. Die NPU bietet bis zu 55 TOPS, die Plattform insgesamt laut AMD bis zu 86 TOPS. Mit einem Qwen-Modell erreiche ich ungefähr 29 bis 30 Tokens pro Sekunde. LM Studio, Ollama und llama.cpp können eingesetzt werden. Prompts und Dokumente bleiben bei der lokalen Verarbeitung auf dem Rechner.
Genügen 32 GB Arbeitsspeicher für Ollama und LM Studio?
Für kleinere und mittelgroße quantisierte Modelle reichen 32 GB aus. Ein Modell mit ungefähr 22 GB belegt im Test zusammen mit dem restlichen System rund 28 GB. Für größere Modelle, umfangreiche Context-Fenster und weitere Programme ist ein Ausbau auf 64 GB komfortabler. Die zwei SO-DIMM-Steckplätze erlauben laut Hersteller bis zu 256 GB.
Wie laut arbeitet der Mini-PC?
Im Leerlauf bleibt der Rechner sehr leise. Unter CPU-Dauerlast messe ich rund 41 dB(A), bei lokaler KI bis zu 47 dB(A) aus 30 Zentimetern Entfernung. Im Silent-Profil mit 45 W fällt die Lüfteraktivität geringer aus. Die Lautstärke hängt damit deutlich von Leistungsprofil und Anwendung ab.
Kommt es unter Dauerlast zur Drosselung?
Im zehnminütigen Belastungstest beobachte ich keine thermische Drosselung. Die Temperatur liegt bei ungefähr 72 °C, während sich die Chip-Leistung nach einer kurzen Spitzenphase bei etwa 54 W stabilisiert. Der unterseitige Lufteinlass darf weder durch eine weiche Unterlage noch durch die Aufstellung blockiert werden.
Ist der AX9 Max zum Spielen geeignet?
Er eignet sich für E-Sport-Titel, weniger anspruchsvolle Spiele und viele ältere Produktionen. Die Radeon 890M verfügt über 16 Compute Units und erreicht bis zu 3,1 GHz. Bei aktuellen AAA-Spielen sind reduzierte Details und Upscaling sinnvoll. Dual-Channel-RAM unterstützt die gemeinsame Speichernutzung durch die integrierte GPU.
Kann der Rechner als Proxmox- oder Heimserver dienen?
Ja. Zwölf Kerne, 24 Threads, bis zu 256 GB möglicher Arbeitsspeicher und zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Ports eignen sich für Proxmox, Docker, NAS-Dienste und virtuelle Maschinen. Zwei M.2-Steckplätze erleichtern die Trennung von System und Daten. Der interne Speicher ist auf zwei Laufwerke begrenzt.
Welche Möglichkeiten gibt es für lokale KI unter Linux?
Im Praxistest wird für lokale KI unter Linux Vulkan eingesetzt. Die Radeon 890M lässt sich damit für bestimmte LLM-Workflows nutzen. ROCm unterstützt den verwendeten Grafikchip in diesem Szenario nicht vollständig beziehungsweise weniger geradlinig. Unter Windows sind LM Studio und Ollama einfacher einzurichten. Linux passt deshalb besonders zu erfahrenen Nutzerinnen und Nutzern.
Lässt sich eine externe Grafikkarte anschließen?
Eine externe Grafikkarte kann grundsätzlich über einen kompatiblen USB4-Weg angebunden werden. Der AX9 Max besitzt zwei USB4-Ports mit bis zu 40 Gbit/s. Ein dedizierter OCuLink-Anschluss ist nicht vorhanden. Für regelmäßige professionelle GPU-Berechnungen muss daher die USB4-Verbindung samt benötigter Docking-Hardware eingeplant werden.
Wie viele Bildschirme unterstützt der VZMORE AX9 Max?
Bis zu vier Monitore lassen sich anschließen. Dafür stehen zwei HDMI-2.1-Ausgänge und zwei USB4-Ports mit DisplayPort-Alt-Mode bereit. Die Plattform ist für Bildausgabe bis 8K ausgelegt. Tatsächliche Auflösung und Bildfrequenz hängen von Monitoren und Kabeln ab.
Wie lässt sich der Arbeitsspeicher erweitern?
Der RAM wird über zwei austauschbare DDR5-SO-DIMM-Module erweitert. Für Dual-Channel-Betrieb ist ein möglichst identisches Modulpaar sinnvoll. VZMORE nennt bis zu 256 GB. Vor einem großen Upgrade sollten Kompatibilität und BIOS-Version geprüft werden.
Welche SSD passt in den zweiten Steckplatz?
Der zusätzliche Steckplatz nimmt eine M.2-2230-SSD mit PCIe 4.0 x4 auf. Der primäre Steckplatz ist für M.2 2280 ausgelegt und ab Werk mit 1 TB bestückt. VZMORE nennt für den zweiten Slot maximal 1 TB. Eine 80 Millimeter lange M.2-2280-SSD passt dort nicht hinein.
Unterstützt das Gerät Wi-Fi 7?
Ja, Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 sind integriert. Zusätzlich stehen zwei RJ45-Anschlüsse mit jeweils bis zu 2,5 Gbit/s bereit. Dadurch kann der Rechner gleichzeitig in getrennten Netzwerkumgebungen eingesetzt werden, etwa im normalen Netzwerk und im Homelab.
Welche Leistungsprofile gibt es?
Silent arbeitet mit 45 W, Balanced mit 54 W und Performance mit 65 W. Silent passt zu Office und Web, Balanced bildet den Mittelweg und Performance eignet sich für längere Rechenlast, Rendering und lokale KI. Mit höherer Leistungsfreigabe nimmt die Lüfteraktivität zu.
Kann der Mini-PC hinter einem Monitor montiert werden?
Ja. Eine schwarze kreuzförmige VESA-Halterung samt Schrauben gehört zum Lieferumfang. Der 777,5 Gramm schwere Rechner lässt sich dadurch platzsparend hinter einem kompatiblen Monitor befestigen. Unterseite und rückseitige Öffnung müssen frei bleiben. Ein HDMI-Kabel liegt ebenfalls bei.
Ist Windows 11 Pro bereits installiert?
Windows 11 Pro ist auf der getesteten Konfiguration vorinstalliert. Nach dem Anschließen von Netzteil, Monitor und Eingabegeräten startet der normale Einrichtungsprozess. Linux und Proxmox können ebenfalls verwendet werden. Für spezielle KI-Beschleunigung und bestimmte Treiber ist unter Linux mehr Konfiguration nötig.
Wie schnell ist die SSD?
Die 1-TB-SSD arbeitet mit PCIe 4.0 x4. Im Test erreicht sie sequenziell ungefähr 6.038 MB/s beim Lesen und 5.020 MB/s beim Schreiben. Windows, Anwendungen und größere Projektdateien laden dadurch zügig. Bei der eigentlichen Modellgenerierung lokaler KI zählen anschließend stärker RAM- und GPU-Leistung.
Was gehört zum Lieferumfang?
Enthalten sind der VZMORE AX9 Max, ein 120-W-Netzteil mit abnehmbarem EU-Netzkabel, ein HDMI-Kabel, eine VESA-Halterung mit Schrauben und ein Benutzerhandbuch beziehungsweise eine Kurzübersicht. Die getestete Variante ist bereits mit 32 GB DDR5-RAM und einer 1-TB-SSD ausgestattet.
Welche Garantie- und Rückgaberegeln nennt VZMORE?
VZMORE nennt drei Jahre Herstellergarantie ab Lieferdatum, 30 Tage Rückgabe beziehungsweise Umtausch und lebenslangen technischen Support. Bei Defekten oder Transportschäden soll innerhalb von sieben Tagen mit Fotodokumentation Kontakt aufgenommen werden. Für eine Rücksendung ist eine RMA-Freigabe erforderlich. Die Rückgabe soll mit Originalzubehör und Originalverpackung erfolgen.
Die Marke hinter dem Mini-PC
VZMORE ist eine vergleichsweise junge Marke mit Schwerpunkt auf kompakten Hochleistungs-Mini-PCs. Das Unternehmen nennt Kühlleistung, Rechenleistung und Industriedesign als zentrale Entwicklungsfelder. Die Bezeichnungen V-Cooling und V-Boost stehen für die Kühlarchitektur und die Leistungssteuerung der Geräte.
Nach Angaben von VZMORE gehören durchdachtes Design, hohe Leistung, Langlebigkeit und Nutzerorientierung zur Unternehmensphilosophie. Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten werden in Taiwan, Hongkong und Berlin angegeben. Die deutsche Website wird von VZMORE LIMITED betrieben. Das Sortiment umfasst Mini-PCs mit AMD- und Intel-Prozessoren, darunter AI-Systeme und kompaktere Varianten.
Beim AX9 Max zeigt sich diese Ausrichtung an der Vapor Chamber, der aktiven Lüfterkühlung und der definierten Luftführung von unten durch das Gehäuse. V-Boost stellt die drei Leistungsprofile bereit. VZMORE nennt außerdem eine Zehn-Punkte-Validierung mit Prüfbereichen wie Dauerlast, Thermik, Luftstrom, Akustik, Stromversorgung, Anschlüsse, Multi-Display, Netzwerk, RAM, SSD sowie Betriebssystem und Firmware.
Für Deutschland nennt VZMORE drei Jahre Hardwaregarantie, 30 Tage Rückgabe oder Umtausch, technischen Support über die Nutzungsdauer, Versand aus einem deutschen Lager sowie Unterstützung per E-Mail und deutscher Telefonnummer. Die öffentliche Langzeitbasis der noch jungen Produktgeneration bleibt überschaubar. Die Erfahrungen und der Praxistest zeigen jedoch eine technisch vielseitige Ausrichtung.
Fazit zum VZMORE AX9 Max AI Mini-PC
Der VZMORE AX9 Max AI Mini-PC überzeugt im einwöchigen Test mit einer gelungenen Verbindung aus kompakter Bauform, hoher Rechenleistung, vielseitigen Anschlüssen und guter Erweiterbarkeit. Der Ryzen AI 9 HX 470 arbeitet schnell, die Radeon 890M deckt viele Grafikaufgaben ab und lokale KI erreicht mit passender Software ungefähr 29 bis 30 Tokens pro Sekunde.
Besonders positiv fallen die zwei 2,5-Gbit/s-LAN-Ports, die beiden USB4-Anschlüsse, die Unterstützung für bis zu vier Monitore und die zwei M.2-Steckplätze auf. Die Möglichkeit, den DDR5-Arbeitsspeicher laut Hersteller auf bis zu 256 GB auszubauen, macht den Mini-PC auch für virtuelle Maschinen, lokale Datenbanken und größere Modelle interessant.
Für technisch versierte Anwenderinnen und Anwender, Entwicklerinnen und Entwickler, Kreative, Homelab-Betreibende und Nutzerinnen und Nutzer lokaler KI ist der AX9 Max eine überzeugende Plattform. Auch Gamerinnen und Gamer, die mit integrierter Grafik arbeiten möchten, erhalten einen leistungsfähigen kompakten Rechner. Bei intensiver KI-Last wird der Lüfter hörbar, im Gegenzug bleiben Temperatur und Leistung im Test stabil.
Rabattcode 15%: AX9MVZEG
Den AX9 Max mit Ryzen AI 9 im Shop ansehen | Zum VZMORE AX9 Max bei Amazon











