Das große Backen
: Anna erlebt Torten-Schock - und überzeugt die Jury trotzdem

In der letzten Aufgabe von Folge 6 von „Das große Backen“ misslingen Anna plötzlich ihre Tortenböden – komplett neu backen ist angesagt.
Von
Katrin Jokic
Berlin
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Wird Anna mit ihrer Teekannen-Torte überzeugen?

Wird Anna mit ihrer Teekannen-Torte überzeugen?

Joyn

Bei „Das große Backen“ steht in der dritten Aufgabe von Folge 6 vor allem die Optik im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Süße Deko“ sollen die Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker Torten gestalten, die wie ganz gewöhnliche Dekorationsgegenstände aussehen.

Die fertigen Werke sollen so überzeugend gestaltet sein, dass sie sich möglichst unauffällig in ein Regal im Studio einfügen könnten. Vorgaben für Geschmack oder Dekoration gibt es nicht. Dafür sind Kreativität, handwerkliches Können und ein besonders gutes Auge für Formen und Details gefragt.

Anna entscheidet sich für ein Motiv mit persönlicher Bedeutung.

Annas Teekanne hat eine besondere Geschichte

Die 24-Jährige aus Worms möchte eine bepflanzte Teekanne als Torte gestalten. Als Vorlage bringt sie eine echte, kleine Teekanne mit ins Backzelt.

Das Stück ist gleichzeitig ihr Glücksbringer: Anna hat die Kanne gemeinsam mit ihrer Mutter auf einem Flohmarkt gefunden.

Auch beim Farbkonzept bleibt sie ihrem persönlichen Stil treu. Rosa und Pink gehören zu ihren Lieblingsfarben, für diese Torte ergänzt sie die Kombination um einen Hauch Orange.

Geschmacklich setzt Anna auf Zitronen- und Mohnboden mit Pfirsich-Creme, Himbeer-Fruchteinlage und Macadamia-Crunch.

Warum Anna in dieser Folge so viel mit Mohn backt

Mohn spielt für Anna in Folge 6 gleich mehrfach eine Rolle.

Bereits in der ersten Aufgabe, in der glutenfreies Backen gefragt ist, kombiniert sie Mohn-Boden mit Schmand-Quark-Creme, Mandarinen und Mandel-Mohn-Crunch.

Dass die Zutat erneut in ihrer Teekannen-Torte landet, ist kein Zufall. In Annas Familie wird Gebäck mit Mohn besonders gerne gegessen.

Doch ausgerechnet bei den Böden kommt es in der finalen Aufgabe zu einem großen Problem.

Schock für Anna: Die Böden sind zu speckig

Nach dem Backen stellt Anna fest, dass ihre Tortenböden nicht so geworden sind wie geplant: Sie sind zu speckig.

Damit bleibt ihr kaum eine andere Wahl. Sie muss die Böden komplett neu backen – und verliert dadurch wertvolle Zeit.

Aus der Ruhe bringen lässt sie sich davon jedoch nicht. Während die zweite Ladung Böden im Ofen ist, arbeitet Anna bereits an der aufwendigen Dekoration weiter.

Ganz ohne Anspannung gelingt das nicht. Durch den zusätzlichen Zeitdruck fällt ihr das Modellieren schwerer. Trotzdem versucht sie, konzentriert zu bleiben und arbeitet unter anderem an vier Rosen, die später die Teekanne schmücken sollen.

Dann die Erleichterung: Die zweiten Böden gelingen.

Jetzt wird die Zeit zum größten Gegner

Das Problem ist damit allerdings noch nicht vollständig gelöst. Durch das erneute Backen ist Anna deutlich hinter ihrem ursprünglichen Zeitplan.

Besonders bei den Cremes kann sie die verlorenen Minuten nicht einfach aufholen, schließlich müssen auch die notwendigen Kühlzeiten eingehalten werden.

Den Henkel ihrer Teekanne modelliert Anna aus Fondant. Dabei bekommt sie hilfreiche Tipps von Jurorin Bettina Schliephake-Burchardt.

Trotz des Rückschlags zahlt sich Annas besonnene Arbeitsweise aus. Schritt für Schritt holt sie die verlorene Zeit wieder auf und schafft es schließlich, auch ihre Dekoration rechtzeitig fertigzustellen.

Nach vier turbulenten Stunden bezeichnet sie die Aufgabe selbst als eine „richtig wilde Fahrt“ mit viel Stress und Aufregung.

Mit ihrem Ergebnis ist sie trotzdem zufrieden: „Es kann sich sehen lassen.“

Anna überzeugt in Folge 6 besonders in der technischen Prüfung.

Anna modelliert Rosen für ihre Teekannen-Torte.

Joyn/ Claudius Pflug

Jury entdeckt Schwächen bei der Optik

Bei der Bewertung fallen Bettina Schliephake-Burchardt und Christian Hümbs allerdings einige Schwachstellen auf. Vor allem beim Modellieren und Verzieren sehen die beiden noch Verbesserungsmöglichkeiten. Ganz so sauber und überzeugend wie von Anna erhofft ist die Illusion der Teekanne für die Jury damit nicht.

Beim Anschnitt ändert sich der Eindruck jedoch deutlich. Das Innere der Torte ist sehr sauber gelungen. Besonders Christian Hümbs würdigt den zusätzlichen Aufwand, den Anna mit ihren zwei verschiedenen Böden aus Zitrone und Mohn betrieben hat.

Auch geschmacklich kann die Kombination überzeugen.

Geschmacklich ist es auf jeden Fall rund, schöne Säure“, urteilt Hümbs. Himbeere und Pfirsich sorgen für Süße, Fruchtigkeit und Struktur.

Auch Bettina Schliephake-Burchardt lobt das frische Aroma der Torte.

So viele Punkte bekommt Anna für ihre Teekannen-Torte

Trotz der optischen Kritik kann Anna am Ende ein starkes Ergebnis verbuchen.

Für ihre bepflanzte Teekanne erhält sie in der dritten Aufgabe 15,5 von 20 möglichen Punkten.

Besonders bemerkenswert ist das Ergebnis angesichts des Rückschlags zu Beginn der Aufgabe: Anna musste ihre Böden komplett neu backen und verlor damit wertvolle Zeit, konnte die Torte aber trotzdem rechtzeitig fertigstellen.

Auch in der Gesamtwertung von Folge 6 schlägt sich das nieder. Anna beendet den Backtag auf Platz drei.

Damit bleibt die Koch- und Back-Influencerin aus Worms weiter im Rennen. Auf Instagram zeigt sie unter @bake.it.like.a kreative Rezepte und bietet gelegentlich auch kostenlose Back- und Kochkurse an.

Besonders viel Freude macht ihr dabei die kreative Gestaltung von Torten – genau jene Disziplin also, die ihr in dieser Folge zunächst einiges abverlangt, am Ende aber dennoch ein starkes Ergebnis beschert.