Audi in Neckarsulm: „Ein Werk schließt man nicht“ – Jetzt gibt es den Song zum Arbeitskampf

Der Liedermacher Christian Fahrenheit bei der IG-Metall-Demo in Hannover-Stöcken.
privat- Musiker schreibt für IG-Metall-Demo in Hannover-Stöcken ein neues Lied für VW- und Audi-Beschäftigte.
- Refrain nennt Hannover-Stöcken, Emden, Zwickau und das Audi-Werk in Neckarsulm.
- Hintergrund ist die drohende Schließung des VW-Werks in Hannover-Stöcken.
- Der Künstler will Mut machen – nach dem Auftritt erhielt er viel Zuspruch.
- Er fand sich im Gewerkschaftsumfeld zunächst schwer zurecht, am Ende klappte alles.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was singt man, wenn 6000 Menschen vor einem stehen, die gerade um ihren Arbeitsplatz und ihre Zukunft bangen? Diese Frage hat sich dem Hannoveraner Liedermacher Christian Fahrenheit jetzt gestellt. Die IG Metall hatte ihn für einen musikalischen Beitrag bei einer Kundgebung in Hannover-Stöcken engagiert. Dort steht ein VW-Werk, das nach Ansicht des Vorstands unrentabel ist und geschlossen werden soll. „Meine anderen Lieder haben nicht so gut gepasst. Deshalb habe ich ein neues Lied geschrieben“, sagt Fahrenheit.
Mit seinem eigens für diesen Anlass komponierten Song will er den Arbeitnehmern Mut machen. „Für eine bess’re Zukunft und ein sich’res Tagewerk. Eng an eng die Schultern. VW hier schlägt dein Herz“, lautet seit Refrain, in dem er nicht nur Hannover-Stöcken, sondern auch Emden, Zwickau und das Audi-Werk in Neckarsulm erwähnt. Alle stehen vor dem Aus. Doch für Fahrenhorst steht fest: „Ein Werk gibt man nicht auf.“
So ganz einfach war es für ihn nicht, sich als Künstler im Gewerkschafts-Ambiente zurechtzufinden. Er habe vor seinem Auftritt nach der „PA“-Anlage gefragt. Für die Gewerkschafter war das eine „Tonlautsprecheranlage“. Letztlich habe aber alles geklappt, und er habe die Sicht der Arbeitnehmer wohl gut getroffen, glaubt der 50-Jährige, der im Privatleben eine Musikschule leitet. Nach seinem Auftritt habe er viel Zuspruch erhalten. Allerdings gehe ihm die Situation auch nahe. „Das ist schon unerträglich, was hier abläuft.“
