Baden-Württemberg-Plan: Ein Grüner für den Bundesbank-Vorstand

Philipp Nimmermann wurde vor drei Jahren Staatssekretär unter Robert Habeck und amtierte bis zur Ablösung der „Ampel“.
ROBERT WENGLER/AFP- Baden-Württemberg nominiert Philipp Nimmermann für den Bundesbank-Vorstand.
- Cem Özdemir nennt ihn eine ausgewiesene Persönlichkeit für die Geldpolitik.
- Die Länder- und Bundesregierung müssen noch zustimmen – das Votum gilt als vorbereitet.
- Nimmermann ist Grüner und Ex-Staatssekretär unter Robert Habeck im Wirtschaftsministerium.
- Zuvor war er Staatssekretär in Hessen und Schleswig-Holstein, zudem Chefvolkswirt bei der BHF Bank.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es ist auch eine politische Entscheidung, die sich die Südwest-Grünen nicht haben nehmen lassen: Das Landeskabinett in Baden-Württemberg hat am Dienstag Philipp Nimmermann als Nachfolger von Burkhard Balz für den Vorstand der Deutschen Bundesbank nominiert. Er sei eine „ausgewiesene Persönlichkeit für ein zentrales Amt in unserer Geldpolitik“, sagte Ministerpräsident Cem Özdemir.
Wunschkandidat von Bayaz
Der 60-jährige Nimmermann ist Wunschkandidat von Finanzminister Danyal Bayaz, der nun die Bundesregierung und die anderen Länderfinanzminister für den Vorschlag gewinnen soll. Es ist anzunehmen, dass dieses Einvernehmen im Prinzip schon eingeholt wurde. Den endgültigen Beschluss muss nach dem Votum des Bundesratsfinanzausschusses die Länderkammer treffen.
Die reguläre achtjährige Amtszeit von Burkhard Balz (56) läuft Ende August aus. Laut Bundesbank-Gesetz wird der Vorstand je zur Hälfte von Bundesregierung und Ländern bestimmt. Diesmal hatte Baden-Württemberg das Vorschlagsrecht.
Nachfolger von Patrick Graichen
Nimmermann ist Mitglied der Grünen – und insofern auch ein alter Bekannter: Vor drei Jahren wurde er Energiestaatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck. Damals folgte er auf Patrick Graichen, der wegen einer sogenannten Trauzeugenaffäre abgelöst wurde - außerdem wurde ihm das hochumstrittene Heizungsgesetz verantwortlich gemacht.
Davor war Nimmermann Wirtschaftsstaatssekretär in Hessen und Finanzstaatssekretär in Schleswig-Holstein. Außerhalb der Politik agierte der promovierte Wirtschaftswissenschaftler unter anderem als Chefvolkswirt bei der BHF Bank (heute Oddo BHF) in Frankfurt.

