Baden-Württemberg-Plan
: Ein Grüner für den Bundesbank-Vorstand

Der frühere Habeck-Staatssekretär Philipp Nimmermann soll in den Bundesbank-Vorstand einziehen - weil die Landesregierung in Baden-Württemberg es so will.
Von
Matthias Schiermeyer
Stuttgart
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Germany's State Secretary at the Federal Ministry for Economic Affairs and Climate Action, Philipp Nimmermann attends a debate during the North Sea Meeting 2024 in Odense, Denmark, on October 24, 2024. The countries bordering the North Sea meet in Denmark on October 24 to seal commitments to boost offshore wind power, a sector that is suffering from stiff competition from China. At the gathering, eight countries -- Denmark, Belgium, the Netherlands, France, Germany, Luxembourg, Norway and Ireland -- and the European Commission are expected to reach an agreement on the installation of some 20,000 wind turbines in the North Sea by 2050. (Photo by Robert Wengler / Ritzau Scanpix / AFP) / Denmark OUT

Philipp Nimmermann wurde vor drei Jahren Staatssekretär unter Robert Habeck und amtierte bis zur Ablösung der „Ampel“.

ROBERT WENGLER/AFP
  • Baden-Württemberg nominiert Philipp Nimmermann für den Bundesbank-Vorstand.
  • Cem Özdemir nennt ihn eine ausgewiesene Persönlichkeit für die Geldpolitik.
  • Die Länder- und Bundesregierung müssen noch zustimmen – das Votum gilt als vorbereitet.
  • Nimmermann ist Grüner und Ex-Staatssekretär unter Robert Habeck im Wirtschaftsministerium.
  • Zuvor war er Staatssekretär in Hessen und Schleswig-Holstein, zudem Chefvolkswirt bei der BHF Bank.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist auch eine politische Entscheidung, die sich die Südwest-Grünen nicht haben nehmen lassen: Das Landeskabinett in Baden-Württemberg hat am Dienstag Philipp Nimmermann als Nachfolger von Burkhard Balz für den Vorstand der Deutschen Bundesbank nominiert. Er sei eine „ausgewiesene Persönlichkeit für ein zentrales Amt in unserer Geldpolitik“, sagte Ministerpräsident Cem Özdemir.

Wunschkandidat von Bayaz

Der 60-jährige Nimmermann ist Wunschkandidat von Finanzminister Danyal Bayaz, der nun die Bundesregierung und die anderen Länderfinanzminister für den Vorschlag gewinnen soll. Es ist anzunehmen, dass dieses Einvernehmen im Prinzip schon eingeholt wurde. Den endgültigen Beschluss muss nach dem Votum des Bundesratsfinanzausschusses die Länderkammer treffen.

Die reguläre achtjährige Amtszeit von Burkhard Balz (56) läuft Ende August aus. Laut Bundesbank-Gesetz wird der Vorstand je zur Hälfte von Bundesregierung und Ländern bestimmt. Diesmal hatte Baden-Württemberg das Vorschlagsrecht.

Nachfolger von Patrick Graichen

Nimmermann ist Mitglied der Grünen – und insofern auch ein alter Bekannter: Vor drei Jahren wurde er Energiestaatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck. Damals folgte er auf Patrick Graichen, der wegen einer sogenannten Trauzeugenaffäre abgelöst wurde - außerdem wurde ihm das hochumstrittene Heizungsgesetz verantwortlich gemacht.

Davor war Nimmermann Wirtschaftsstaatssekretär in Hessen und Finanzstaatssekretär in Schleswig-Holstein. Außerhalb der Politik agierte der promovierte Wirtschaftswissenschaftler unter anderem als Chefvolkswirt bei der BHF Bank (heute Oddo BHF) in Frankfurt.

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