Sozialleistungen ab 2026
: Ist die neue Grundsicherung höher als das Bürgergeld?

Mit der geplanten Reform stellt sich für viele Empfänger die Frage, ob sich der Systemwechsel auch finanziell bemerkbar macht.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Gibt es 2026 mehr Geld?

Bartolomiej Pietrzyk / shutterstock.com

Das Bürgergeld soll ab Juli 2026 durch die neue Grundsicherung ersetzt werden. An der Höhe der monatlichen Leistungen ändert sich dadurch jedoch nichts. Die Bundesregierung hat festgelegt, dass die Regelsätze im Jahr 2026 auf dem bisherigen Niveau bleiben. Eine Erhöhung ist nicht vorgesehen.

So viel bekommen Empfänger 2026

Alleinstehende erhalten weiterhin 563 Euro im Monat. Auch die Beträge für Paare, Kinder und Jugendliche bleiben unverändert. Damit unterscheidet sich die neue Grundsicherung finanziell nicht vom bisherigen Bürgergeld. Paare bekommen pro Partner 506 Euro. Volljährige Leistungsberechtigte in Einrichtungen erhalten 451 Euro. Für Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren sind weiterhin 471 Euro vorgesehen. Kinder zwischen sechs und 13 Jahren erhalten 390 Euro, Kinder bis fünf Jahre 357 Euro im Monat.

Warum es 2026 keine Erhöhung gibt

Hintergrund ist die gesetzliche Fortschreibung der Regelbedarfsstufen. Nach den aktuellen Berechnungen lägen die rechnerischen Werte für 2026 unter den derzeit gezahlten Beträgen. Eine Absenkung ist jedoch ausgeschlossen, da die Besitzschutzregelung vorsieht, dass einmal bewilligte Leistungen nicht gekürzt werden dürfen.

In den Jahren 2023 und 2024 waren die Regelsätze aufgrund hoher Inflation deutlich angehoben worden. Diese Erhöhungen wirken weiterhin nach.

Fokus auf Regeln statt auf höhere Beträge

Mit der neuen Grundsicherung verfolgt die Bundesregierung vor allem strukturelle Ziele. Rechte und Pflichten von Leistungsbeziehenden sollen verbindlicher geregelt und die Vermittlung in Arbeit gestärkt werden. Sanktionen bei Pflichtverletzungen sollen früher und konsequenter greifen.

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