Rentenerhöhung 2027
: So viel mehr Geld könnte es geben

Für Millionen Rentner in Deutschland zeichnet sich 2027 erneut eine deutliche Rentenerhöhung ab.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Entlastungspaket für Kommunen: ARCHIV - 21.08.2023, Berlin: Geldscheine mit dem Wert von 100 und 50 Euro und Münzen liegen auf einem Tisch. (Symbolbild) (zu dpa: «Hohe Soziallasten: Kommunen erhalten Extra-Hilfe vom Land») Foto: Monika Skolimowska/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

So viel mehr könnte die Rentenerhöhung im Jahr 2027 bringen.

Monika Skolimowska/dpa

Nach der aktuellen Frühjahrsfinanzschätzung der Deutschen Rentenversicherung Bund könnten die gesetzlichen Renten im kommenden Jahr um 4,4 Prozent steigen. Fest steht die Höhe allerdings noch nicht.

Die Deutsche Rentenversicherung nennt in ihrer Finanzschätzung vom Mai 2026 für das Jahr 2027 eine voraussichtliche Rentenanpassung von 4,4 Prozent. Für die Folgejahre fallen die angenommenen Steigerungen mit 2,3 Prozent im Jahr 2028 und 2,8 Prozent im Jahr 2029 wieder deutlich niedriger aus.

Tabelle: So viel mehr Rente wären 4,4 Prozent

Sollte die Prognose tatsächlich eintreffen, würde eine monatliche Bruttorente von 1.500 Euro beispielsweise um 66 Euro steigen. Bei einer Bruttorente von 2.000 Euro wären es 88 Euro zusätzlich pro Monat.

Die Beispielrechnungen beziehen sich auf die Bruttorente. Wie viel davon tatsächlich auf dem Konto ankommt, hängt unter anderem von den individuellen Abzügen für Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegebenenfalls von der Einkommensteuer ab.

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Warum die Rentenerhöhung 2027 noch nicht feststeht

Bei den 4,4 Prozent handelt es sich bislang um eine Vorausberechnung und nicht um die endgültige Rentenanpassung. Die Frühjahrsfinanzschätzung wurde Ende April 2026 erstellt und Anfang Mai mit den Ergebnissen der Steuerschätzung aktualisiert. Für die wirtschaftliche Entwicklung stützt sie sich unter anderem auf die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung vom 22. April 2026.

Für 2027 wird in der Berechnung unter anderem mit einem Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter je Beschäftigten um 3,2 Prozent gerechnet. Die ausgewiesene Rentenanpassung liegt mit 4,4 Prozent darüber.

Bis die endgültige Höhe der Rentenerhöhung 2027 feststeht, können sich die zugrunde liegenden Daten noch verändern. Die tatsächliche Anpassung wird daher erst später verbindlich festgelegt.

Rentenkasse steht gleichzeitig unter Druck

Die Finanzschätzung zeigt zugleich, dass die gesetzliche Rentenversicherung in den kommenden Jahren mit sinkenden Reserven rechnet. Für Ende 2026 wird eine Nachhaltigkeitsrücklage von 31,2 Milliarden Euro erwartet, für Ende 2027 nur noch von 11,9 Milliarden Euro. Das entspräche 0,36 Monatsausgaben. Der Beitragssatz soll der Schätzung zufolge 2027 dennoch zunächst bei 18,6 Prozent bleiben.

Auch die Rentenausgaben steigen nach den Berechnungen weiter. Sie sollen von 382,1 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf 402,4 Milliarden Euro im Jahr 2027 wachsen.