Sparpläne bei Volkswagen
: VW-Chef Blume: Werksschließungen bis 2030 unrealistisch

Bei VW stehen Zehntausende Stellen auf der Kippe. Diskutiert wird auch die Schließung von Werken. Konzern-Chef Blume bekräftigt: Es gibt erst einmal andere Stellschrauben, als Standorte dichtzumachen.
Von
red/dpa
Wolfsburg
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Strategie von VW in China: ARCHIV - 21.04.2026, China, Peking: Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, spricht vor Journalisten. Volkswagen will seine Strategie in China anpassen. (zu dpa: «VW-Gewinn bricht um ein Drittel ein») Foto: Johannes Neudecker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

VW-Chef Oliver Blume (Archivbild).

Johannes Neudecker/dpa
  • VW-Chef Oliver Blume hält Werksschließungen bis 2030 für unrealistisch.
  • Zuerst sollen Wettbewerbsfähigkeit und andere Stellschrauben verbessert werden.
  • Volkswagen plant bis 2030 den Abbau von 50.000 Stellen in Deutschland.
  • Weitere 50.000 Jobs und vier Werke stehen zur Disposition, falls Kosten nicht sinken.
  • Die Produktionskapazität soll auf rund 9 Millionen Fahrzeuge jährlich reduziert werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

VW-Chef Oliver Blume geht im Konzern nicht von Werksschließungen bis zum Jahr 2030 aus. „In unseren existierenden Werken insbesondere in Deutschland haben wir Modelle in der Produktion und wir brauchen diese Modelle“, sagte Blume in einer Telefonkonferenz zur Bilanz des zweiten Quartals. „Es ist nicht realistisch, über Werkschließungen bis 2030 zu reden“, fügte der VW-Chef an. Es gebe schlauere Wege als Werksschließungen, bestätigte er frühere Aussagen. Zuerst müsse über Verbesserungen bei der Wettbewerbsfähigkeit gesprochen werden. Daraus leite sich alles Weitere ab.

Bis 2030 hat Volkswagen bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. 35.000 Jobs sollen bei der Kernmarke wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben.

Insgesamt stehen bei Blumes geplanten neuen Sparvorhaben weitere 50.000 Stellen und vier Werke zur Disposition, wenn die Kosten nicht anderweitig gesenkt werden können. Die Produktionskapazität soll konzernweit runter auf rund 9 Millionen Fahrzeuge jährlich, eine Million weniger als derzeit und rund drei Millionen weniger als vor Corona. Zusätzlich sollen Modelle und Ausstattungsvarianten in großem Stil gestrichen werden, um Geld zu sparen.