Spritpreissenkung: Was nach dem Ende des Tankrabatts kommt

Was kommt nach dem Tankrabatt?
Robert Michael/dpaSeit dem 1. Oktober 2026 gilt in Deutschland ein befristeter Tankrabatt. Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wurde um 14,04 Cent pro Liter gesenkt. Einschließlich der Mehrwertsteuer ergibt sich daraus eine rechnerische Entlastung von rund 17 Cent pro Liter.
Die Regelung ist allerdings auf drei Monate begrenzt. Zum 1. Januar 2027 sollen wieder die regulären Energiesteuersätze gelten. Eine Verlängerung des Tankrabatts ist bislang nicht beschlossen.
Spritpreisdeckel soll Tankrabatt ablösen
Statt einer weiteren Steuersenkung setzt die Bundesregierung auf ein anderes Instrument. Spätestens zum 1. Januar 2027 soll ein vorübergehender Spritpreisdeckel eingeführt werden.
Als Vorbild dienen Länder wie Luxemburg und Belgien. Dort werden die maximal zulässigen Kraftstoffpreise staatlich reguliert. Tankstellen dürfen Benzin und Diesel nicht teurer als zu den festgelegten Höchstpreisen verkaufen. Niedrigere Preise bleiben dagegen möglich.
Ein solches Modell könnte auch in Deutschland dafür sorgen, dass extreme Preissprünge an den Zapfsäulen begrenzt werden.
Wie teuer wird Benzin ab Januar 2027?
Wie hoch der geplante Spritpreisdeckel ausfallen könnte, steht derzeit noch nicht fest. Die Bundesregierung will dazu Gespräche mit der Mineralölwirtschaft führen.
Entscheidend ist dabei, wie die Preisobergrenze berechnet wird. Neben den Einkaufskosten für Kraftstoffe könnten auch Transportkosten, Steuern und weitere Faktoren berücksichtigt werden.
Fest steht: Ein Spritpreisdeckel bedeutet nicht automatisch, dass Benzin und Diesel günstiger werden. Er würde zunächst lediglich den maximal zulässigen Verkaufspreis begrenzen.
Hinzu kommt, dass mit dem Ende des Tankrabatts die reguläre Energiesteuer zurückkehrt. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen könnte das Tanken dadurch zunächst teurer werden.
Weitere Entlastungen für Verbraucher geplant
Neben dem Spritpreisdeckel prüft die Bundesregierung weitere Maßnahmen. Dazu gehören gezielte finanzielle Hilfen für Haushalte, die besonders stark unter den hohen Energiepreisen leiden.
Dafür sollen die Voraussetzungen für direkte, einkommensabhängige Auszahlungen geschaffen werden. Ob und wann solche Hilfen tatsächlich ausgezahlt werden, ist bislang offen.
Auch eine stärkere Kontrolle der Mineralölkonzerne spielt eine Rolle. Damit soll verhindert werden, dass Unternehmen ihre Marktmacht für überhöhte Preise ausnutzen.
