Tankrabatt ab dem 01. Oktober: Fallen die Spritpreise unter 2 Euro?

Können die Spritpreise durch den Tankrabatt wieder unter 2 Euro fallen?
Jan Woitas/dpaAutofahrer in Deutschland sollen ab Oktober an der Zapfsäule entlastet werden. Bund und Länder haben eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel beschlossen. Einschließlich der niedrigeren Mehrwertsteuerbelastung ergibt sich rechnerisch eine Entlastung von rund 17 Cent je Liter. Doch reicht das aus, um die Spritpreise wieder unter die Marke von zwei Euro zu drücken?
So hoch sind die Spritpreise derzeit
Ob der Tankrabatt die Preise tatsächlich unter zwei Euro bringt, hängt entscheidend vom Ausgangsniveau ab. Nach den Daten des EU Oil Bulletin lag der bundesweite Durchschnittspreis für Euro 95 in Deutschland in der Woche vom 21. September 2026 bei rund 2,35 Euro je Liter. Für Diesel wurden sogar knapp 2,46 Euro je Liter fällig.
Würde die steuerliche Entlastung von etwa 17 Cent vollständig im Verkaufspreis ankommen und ansonsten alles unverändert bleiben, ergäbe sich rechnerisch:
Damit würde allein die Steuersenkung nicht ausreichen, um die bundesweiten Durchschnittspreise unter zwei Euro zu drücken.
Bei Benzin müsste der Preis zusätzlich um knapp 18 Cent fallen, bei Diesel sogar um fast 29 Cent. Erst dann wäre im bundesweiten Durchschnitt die Zwei-Euro-Marke erreicht.
Werden die vollen 17 Cent an der Tankstelle ankommen?
Auch die errechneten 17 Cent Preisnachlass sind nicht automatisch garantiert. Das Bundesfinanzministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass die Energiesteuer nur ein Bestandteil des Kraftstoffpreises ist. Ob die geringere Steuerbelastung vollständig an die Kunden weitergegeben wird, entscheiden letztlich die Kraftstoffanbieter.
Daneben wirken weitere Faktoren auf die Preise an den Tankstellen: die internationalen Rohöl- und Produktpreise, der Euro-Dollar-Kurs, Transport- und Verarbeitungskosten sowie Angebot und Nachfrage.
Steigen beispielsweise die Ölpreise gleichzeitig mit Beginn der Steuersenkung, könnte ein Teil des Tankrabatts für Verbraucher kaum sichtbar werden. Fallen dagegen auch die Beschaffungskosten, wäre ein deutlich stärkerer Preisrückgang möglich.

