Tankrabatt gestartet: Fallen jetzt auch die Heizölpreise?

Der Tankrabatt hat keinen Einfluss auf Heizöl.
Jens Büttner/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpaDie Bundesregierung hat die befristete Steuersenkung ausdrücklich auf Benzin und Diesel sowie entsprechend besteuerte Kraftstoffe beschränkt. Heizöl für Gebäude fällt nicht unter diese Regelung. Das Bundesfinanzministerium nennt als begünstigte Kraftstoffe Diesel, Benzin und gleichgestellte Produkte wie HVO.
Heizöl bekommt keinen Steuer-Rabatt
Bei Benzin und Diesel sinkt die Energiesteuer vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026 um 14,04 Cent pro Liter. Zusammen mit der dadurch ebenfalls niedrigeren Mehrwertsteuer ergibt sich eine Entlastung von ungefähr 17 Cent je Liter.
Für Heizöl gibt es diese zusätzliche Steuersenkung nicht. Heizöl wird steuerlich ohnehin anders behandelt als Diesel, obwohl beide Produkte technisch zur Gruppe der Gasöle gehören. Für ordnungsgemäß gekennzeichnetes Gasöl zu Heizzwecken sieht das Energiesteuergesetz einen deutlich niedrigeren Steuersatz vor als für Dieselkraftstoff. Die neue Sonderregelung zum Tankrabatt ändert diesen Heizöl-Steuersatz nicht.
Heizölpreise fallen am Morgen nicht wegen des Tankrabatts
Auch die aktuellen Marktdaten zeigen bislang keinen vergleichbaren Preiseffekt. Das Vergleichsportal esyoil meldete am frühen Donnerstagmorgen einen bundesweiten Durchschnittspreis von rund 167,72 Euro je 100 Liter Heizöl bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern. Gegenüber der vorherigen Erhebung war das praktisch unverändert.
Das entspricht ungefähr 1,68 Euro je Liter.
In einigen Regionen lagen die Heizölpreise am Donnerstagmorgen sogar leicht höher als am Vortag. Für Stuttgart wies easyoil beispielsweise rund 168,09 Euro je 100 Liter aus – etwa drei Cent pro 100 Liter mehr als am 30. September. In Hamburg und Düsseldorf lag das Plus jeweils bei rund 14 Cent je 100 Liter.
Von einem Preissturz wie bei Benzin und Diesel ist beim Heizöl zum Start des Tankrabatts also nichts zu sehen.
