Volkswagen
: So geht es am Tag nach der Aufsichtsratssitzung weiter

Nach der Aufsichtsratssitzung bei VW gibt es weiter keine Klarheit zu möglichen Einschnitten. Heute präsentiert der Konzern nun seine jüngsten Verkaufszahlen.
Von
dpa
Wolfsburg
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Autos von Volkswagen stehen zur Auslieferung in einem Turm der Autostadt am VW-Stammwerk.

Julian Stratenschulte/dpa
  • VW legt nach Aufsichtsratssitzung kein klares Sparpaket vor – Entscheidungen bleiben offen.
  • Vorstand präsentierte 12 Initiativen und ein „Zielbild 2030“, mit schlankerer Modellpalette.
  • Modelle sollen bis zu 50 Prozent schrumpfen, Ausstattungen um bis zu 75 Prozent sinken.
  • Keine Angaben zu Stellenabbau oder Werksschließungen; Betriebsrat fordert Klarstellung heute.
  • Heute kommen Quartals-Auslieferungen von VW, BMW folgt; Porsche meldete minus 16 Prozent.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem Ringen um neue Sparpläne am Donnerstag im Aufsichtsrat gibt es bei VW weiter keine Klarheit um künftige Einschnitte. Der Konzernvorstand habe dem Aufsichtsrat ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit 12 Initiativen und das Zielbild 2030 vorgestellt, teilte der Konzern am späten Abend mit. So solle die Modellpalette schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft werden und die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken.

Angaben zu einem möglichen Stellenabbau und Werksschließungen, über die Medien zuvor berichtet hatten, machte er nicht. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), der dem VW-Aufsichtsrat angehört, sagte: „Tatsächlich ist die Frage, wann Entscheidungen getroffen werden, noch unklar.»

Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigte sich nach der Sitzung erbost. Sie forderte Blume auf, im Laufe des heutigen Freitags der Belegschaft gegenüber Stellung zu beziehen und sich unmissverständlich zu den Gerüchten über die angeblichen Vorstandspläne zu äußern. 

Konzern nennt Verkaufszahlen fürs Quartal 

Heute veröffentlicht der Konzern nun die Auslieferungszahlen für das vergangene Quartal. Auch BMW berichtet heute über seine Auslieferungen. Die VW-Tochter Porsche meldete bereits gestern einen Rückgang um 16 Prozent bei den Auslieferungen im ersten Halbjahr - auf 122.306 Sport- und Geländewagen. Angaben zu Umsatz und Gewinn bis Juni gibt es bei VW dann in 14 Tagen bei der Halbjahresbilanz.

Konzernchef Oliver Blume hatte bereits im Frühjahr angekündigt, an einem neuen „Zielbild 2030“ für den Konzern zu arbeiten und dabei auch den Sparkurs deutlich verschärfen zu wollen. Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.

Schwache Geschäfte in China und USA belasten

In den ersten drei Monaten war die Zahl der Auslieferungen im Konzern auf nur noch 2,05 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken gesunken, 4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Schwache Verkaufszahlen vor allem in China und den USA drückten auf den Absatz.

Seinen weltweiten Marktanteil habe der Konzern dennoch weitgehend stabil gehalten, hieß es. Allerdings bei einem deutlich geschrumpften Gesamtmarkt. In Deutschland und auch in ganz Europa legte Europas größter Autobauer dagegen zu. 

Bereits in den vergangenen beiden Jahren waren die Verkaufszahlen des VW-Konzerns gesunken. 2025 rutschte der Absatz mit 8,98 Millionen Auslieferungen unter die Marke von neun Millionen Fahrzeugen.

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