Rainer Ruf ist landespolitischer Korrespondent der Stuttgarter Zeitung.
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Nicht nur in der Landespolitik wird viel aufgeblähtes Zeug geredet. Thomas Strobl hat zum Ende seiner Vize-Ministerpräsidentschaft diese Misslichkeit erkannt, schreibt Reiner Ruf.
Den alten Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann hätte die CDU gern adoptiert. Seinen Nachfolger Cem Özdemir würden sie am liebsten auf den Mond schießen.
Verfangen in ihrer Parteilogik, hat die CDU die Bildung einer neuen Landesregierung nach der Landtagswahl belastet. Jetzt bringt Manuel Hagel die Christdemokraten auf Kurs.
Eine neue Landesregierung wird Akzente setzen wollen. Doch das Geld dafür ist knapp. Sparen hat Vorrang vor neuen Krediten, kommentiert Reiner Ruf.
Die Wirtschaftsschwäche des Landes belastet die Gespräche über eine neue Regierung in Stuttgart. Droht jetzt eine neue Schuldenwelle?
Auf die Sozialdemokraten war immer Verlass: Im Prinzip kann sie jeder wählen, ohne dass etwas dramatisch Negatives passiert. Aber was bewirken sie im positiven Sinn?
Nach der Landtagswahl tun sich Grüne und CDU schwer mit einer Annäherung. Beziehungsknatsch gab es aber auch schon früher.
Boris Palmer ist nicht einmal mehr Mitglied der Partei. Aber für das Modell der Landespartei als „CSU der Grünen“ wäre er der richtige Mann, meint Reiner Ruf.
Der Tübinger Oberbürgermeister bleibt, was er ist: Boris Palmer sagt Cem Özdemir, dem Gewinner der Landtagswahl, ab. Es wurde gemunkelt, dass Palmer Minister wird.
Jürgen Habermas hat die Rolle des öffentlichen Intellektuellen wie kein anderer geprägt. Ein Adieu von Reiner Ruf
Die Christdemokraten gebärden sich im Frust über die verlorene Landtagswahl, als gehöre das Land ihnen. Das gab es zuletzt in der Regierungszeit von Stefan Mappus, meint Reiner Ruf.
Klappern gehört zum Geschäft: Der neue SPD-Fraktionschef im Landtag will seine Partei in der Öffentlichkeit stärker kenntlich machen.
Wenn Grüne und CDU Sperenzchen machen, könnten sie sich bald wundern. Noch lebt die SPD, und die FDP kann wiederkommen, kommentiert Reiner Ruf.
Die CDU belastet mit dem Märchen von einer „Schmutzkampagne“ in einer toxischen Mischung aus Kränkung und Kalkül die Regierungsbildung, kommentiert Reiner Ruf.
Der Tübinger Oberbürgermeister besitzt eine Zugkraft, die in seiner Ex-Partei neben Cem Özdemir niemand aufweist. Eine Rückkehr ist machbar, aber schwierig.
Wahlen spülen regelmäßig neues Personal in Ministerien. Das bringt Unruhe in den asketischen Alltag der Beamten, die im mählichen Fluss der Zeit ihr staatserhaltendes Amt versehen.
Die SPD hatte im Wahlkampf auf ein Bündnis mit CDU und FDP gesetzt. Es war die einzige Machtperspektive. Die Wählerschaft lehnte das ab.
Der Mann, der für die CDU das Ministerpräsidentenamt zurückerobern will, wird in der „Rehaugen-Affäre“ dämonisiert. Spannender ist, ob seine politische Substanz ausreicht.
Cem Özdemir tritt an, um mit dem Ministerpräsidentenamt in Baden-Württemberg die letzte Machtbastion der Grünen in Deutschland zu verteidigen.
Bei den Armen sparen, im eigenen Milieu aber klotzen: In Sachen Elterngeld geht es der Jungen Union ums nackte Eigeninteresse.
Die Bilanz der Landesregierung beim Klimaschutz ist unbefriedigend, aber auch nicht rundweg schlecht.
Auf der Schwäbischen Alb startete die NS-Diktatur den bürokratischen Massenmord, der dann ganz Europa erfasste. Die Gedenkstätte bedarf einer Sanierung. Blamiert sich das Land?
Das Musterland leidet unter den globalen Krisen. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit, kommentiert Reiner Ruf.
In den Kommunen ist die Partei noch verankert, doch auf der Ebene der Landespolitik fehlt ihr Profil. Und die Bundespartei bietet keinen Rückhalt.
Person oder Partei? Einen Teil ihrer Spannung bezieht die Wahl am 8. März aus dem Umstand, dass der stärkste Spitzenkandidat der lediglich zweitstärksten Partei angehört.
Die Deutschen sind grantig. Missmut und Unzufriedenheit prägen das politische Klima. Doch die Zukunft gewinnen lässt sich auf diese Weise nicht.
Ein kurzer Streifzug durch die Landesgeschichte zeigt: Baden-Württemberg ist politisch vielschichtiger, als es lange schien. Für die CDU war es ein Auf- und ein Abstieg.
Der Rückstand zur CDU ist groß, die Partei richtet ihre Kampagne ganz auf den neuen Spitzenmann aus. Ob das reicht? Eine Partei zwischen Zweifel und Zuversicht.
Wer sich hoch verschuldet, verliert auf Dauer politische Gestaltungsmacht, meint Reiner Ruf.
Wir neigen zu dem Glauben, dass die Dinge so bleiben, wie wir sie gewohnt sind. Das ist ein Irrtum. Wo Freiheit, Demokratie und Humanität in Gefahr sind, hilft entschiedenes Handeln.
Baden-Württemberg muss nicht neu erfunden, aber reformiert werden. Der Landtagswahlkampf bietet die Gelegenheit, das Notwendige in den Blick zu nehmen.
Der Kulturstaatsminister versteht mehr vom Geschäft als von Kunst und Kultur. Und so vermischt er beides, meint Reiner Ruf.
Im März 1930 scheiterte die große Koalition unter dem SPD-Kanzler Hermann Müller. Fortan wurde mit Notverordnungen regiert.
Im grün-schwarzen Streit um eine kürzere Arbeitszeit für die Beamten ab 55 lässt sich zeigen, wie hinter den Kulissen gearbeitet wird.
Bei der Landtagswahl im März droht der Absturz unter die Marke von zehn Prozent. Der Kontakt zur Arbeiterschaft ist verloren, Bildungsbürger wählen grün. Da bleibt nicht mehr viel.
Der baden-württembergische Landtag lässt die NS-Vergangenheit seiner früheren Mitglieder ausleuchten. Erste Ergebnisse liegen bereits vor.
Es ist Gefahr in Verzug: Droht der Schweiz eine nationale Erbschaftsteuer?
In Steuerfragen wagt der Finanzminister die Widerrede. Es geht um die Abschaffung der Grunderwerbsteuer.
Heinrich August Winkler hat seine Erinnerungen vorgelegt. Der Historiker von der Berliner Humboldt-Universität hat Wurzeln im Südwesten.
Thüringens frühere Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht könnte viel berichten über den Umgang mit der AfD. Doch bei ihrem Besuch in Ostfildern fand das Thema kein Interesse.
Experten für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Wahlkampf legen den Parteien ein Fairnessabkommen nahe. Die Reaktion in der Landespolitik ist verhalten.
Während die CDU von der AfD bedrängt wird, verlieren die Grünen Wahlsympathisanten an die Linkspartei. Gern würden die Christdemokraten die Grünen als Koalitionspartner abschütteln.
Mit der Linken drängt eine Partei zusätzlich in den Landtag. Doch bei der Regierungsbildung wird sie kaum eine Rolle spielen. Das gilt auch für die AfD.
Von der AfD bis zu Trump und Putin: Die Vergangenheit wird umgeschrieben, um eigenes Machtstreben zu begründen. Das findet kein gutes Ende.
Angela Merkel? Die Alt-Kanzlerin fällt in der CDU einem aktiven Vergessen anheim. Die Union glaubt, sie entkomme dem Sog der AfD, indem sie diese nachäfft. Bisher klappt das nicht.
Beamte erfreuen sich des Wohlwollens der Gerichte. Dort sind ihre Privilegien in guten Händen. Auch die Politik steckt voller Staatsdiener. Und das hat Folgen.
Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) eskalierte den Konflikt um Stuttgart 21, weil er glaubte, nur so noch die Landtagswahl 2011 gewinnen zu können. Das riskante Spiel verlor er.
Der Ministerpräsident hat ein Buch über seine Lieblingsphilosophin Hannah Arendt geschrieben. Gemeinsam mit Ex-Vizekanzler Robert Habeck stellte er es am Freitagabend in Stuttgart vor.
Den alten Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann hätte die CDU gern adoptiert. Seinen Nachfolger Cem Özdemir würden sie am liebsten auf den Mond schießen.