Deutscher Architekturpreis: Spannung steigt – junges Stuttgarter Büro hofft auf Architekturpreis
Schnell bauen, günstig bauen, einfach bauen, nachhaltig bauen – und hervorragend entwerfen: Die Anforderungsliste an Architekturbüros und Bauherrschaften ist ziemlich lang. Und was gut geplant ist, wird im besten Fall nie oder erst nach sehr langer Nutzung abgerissen – oder umgenutzt – länger stehen und ist damit besonders nachhaltig und förderlich für die Baukultur.
Um mit guten Beispielen zu inspirieren, sind Wettbewerbe und Auszeichnungen ein gutes Mittel, so auch der vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und der Bundesarchitektenkammer (BAK) ausgelobte Deutsche Architekturpreis 2025.
Stuttgarter Architekten hoffen auf den Preis
Besonders viele Kandidaten aus Stuttgart und insgesamt aus Baden-Württemberg haben es in die Finalrunde geschafft. Auf die Verkündung am 18. September, wer nun den Preis erhält, wartet beispielsweise gespannt das junge Stuttgarter Büro Atelier Kaiser Shen, das mit dem Umbau einer alten Mehrzweckhalle für Final-Furore gesorgt hat.
Die Jury – darunter die Stuttgarter Architekten Stephan Birk und Martin Haas – hat außerdem ein Wohnprojekt in Mannheim auf die Finalistenliste gesetzt- „Franklin Village“ von Sauerbruch Hutton Architekten (Berlin).
Ein Aufstockungswohnprojekt in Karlsruhe ist ebenfalls dabei: „NORDGRÜN“ von Drescher Michalski Architekten aus Karlsruhe. Zudem steht in Heilbronn am Neckaruferpark die schon mehrfach ausgezeichnete „Innovationsfabrik 2.0“, hier dürfen sich Waechter + Waechter Architekten (Darmstadt) Hoffnungen auf den Sieg machen. Das Projekt ist außerdem noch im Rennen um den DAM-Preis für Architektur in Deutschland 2026.
Wohnhäuser in München und Berlin
Unter den elf Finalisten finden sich außerdem Wohnprojekte, die es jüngst auf die Shortlist zum Nike-Preis 2025 des Bundes deutscher Architektinnen und Architekten geschafft hatten, etwa „Unser Gartenhaus – Haus ohne Zement“ in München von Florian Nagler Architekten. Ein Entwurf des Architekten Florian Nagler wird aktuell in Stuttgart als IBA 27-Projekt realisiert.
Ebenfalls in Bayern stehen die Finalisten „Das robuste Haus – Mehrgenerationenhaus“ in München von den ortsansässigen etal. ArchitektInnen Bengtsson Masla Syren und das „Höllensteinhaus“ in Viechtach von Bergmeisterwolf aus Brixen.
In der deutschen Hauptstadt machen sich diese Projekte Hoffnungen: Das „Wintergartenhaus“ Berlin von Supertype Group Berlin und das schon vielfach ausgezeichnete Stiftungsensemble Spore Initiative und Publix in Berlin von AFF Architekten (Berlin), das den DAM-Preis 2025 errungen hat.
Als Finalisten nominiert sind zudem diese Projekte: das „Integrative Familienzentrum“ in Dresden von Alexander Poetzsch Architekturen aus Dresden und das LWL-Freilichtmuseum Hagen von Schnoklake Betz Dömer Architekten aus Münster.
In die engere Wahl, aber nicht ins Finale geschafft haben es außerdem einige weitere renommierte Projekte aus dem Land:
Enge-Wahl-Kandidaten aus Baden-Württemberg

In der engeren Wahl ist das Trumpf Ausbildungszentrum in Ditzingen von Barkow Leibinger Architekten.
Foto: TRUMPF GruppeDie Preisverleihung findet am 18. September in Berlin statt, dann wird man sehen, welche beispielhaften Bauwerke in Sachen herausragende architektonische und baukulturelle Qualität am überzeugendsten waren.
Kriterien für die Vergabe sind laut Auslober diese: „Im Neubau oder bei der Sanierung und Modernisierung historischer Bausubstanz von einem vorbildlichen Umgang mit Konstruktion und Material zeugen, dem nachhaltigen Bauen in ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Hinsicht verpflichtet sein und positiv zur Gestaltung des öffentlichen Raumes beitragen.“
Die Auszeichnung
Deutscher Architekturpreis
Zugelassen zur Teilnahme am Deutschen Architekturpreis 2025 sind Bauwerke oder Gebäudeensembles, die zwischen dem 1. Januar 2022 und dem 13. Januar 2025 in Deutschland oder im Namen oder überwiegend aus Zuwendungsmitteln der Bundesrepublik Deutschland im Ausland fertiggestellt wurden.
Ziel
Von den ausgezeichneten Bauwerken sollen zum einen Anregungen für zukünftige Planungen ausgehen, zum anderen die Bedeutung der Baukultur und des nachhaltigen Bauens der Öffentlichkeit nahegebracht werden.








