Unwetter in Baden-Württemberg
: Blitz schlägt in Scheune ein - Überschwemmung in Reutlingen

Am Dienstagabend und Mittwochmorgen kracht es in Süddeutschland teils heftig. Auch in den kommenden Tagen ist die Gewittergefahr weiter hoch.
Von
Michael Bosch
Stuttgart
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Unwetter in Erlangen: 14.07.2026, Bayern, Erlangen: Entwurzelte Bäume und Äste liegen nach einem Gewitter auf einer Straße bei Erlangen. Foto: News5 / Ferdinand Merzbach/NEWS5/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Über dem Süden Deutschlands haben am Dienstagabend und Mittwochmorgen teils heftige Unwetter gewütet (Symbolbild).

News5/Ferdinand Merzbach/NEWS5/dpa
  • Heftige Gewitter trafen Dienstagabend und Mittwochmorgen den Südwesten mit Regen und Sturm.
  • Allensbach: Blitz entzündete eine Scheune in Kaltbrunn, Totalverlust von Heu und vier Traktoren.
  • Der Schaden liegt bei etwa 200.000 Euro, verletzt wurde niemand – die Polizei bestätigte das.
  • Reutlingen am Morgen: Hagel, überflutete Straßen, Stromausfälle und umgestürzte Bäume auf der B27.
  • Gewitter wüteten am Abend besonders bei Nürnberg, der Flugbetrieb wurde dort zeitweise eingestellt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch hat es im Südwesten teils heftig gewittert und geregnet. In Allensbach (Kreis Konstanz) schlug am Dienstagabend ein Blitz in eine Scheune ein. Das rund 600 Quadratmeter große Gebäude habe bereits voll gebrannt, als die Einsatzkräfte im Ortsteil Kaltbrunn eintrafen. In der Scheune standen den Angaben zufolge vier Traktoren, außerdem war dort eine größere Menge Heu gelagert. Zu retten war nichts mehr, teilte die Polizei weiter mit. Der Schaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt, verletzt wurde niemand.

Am Mittwochmorgen tobte über einem Teil von Reutlingen ein heftiges Unwetter. Die Feuerwehr war an mehren Stellen - unter anderem auf der B27 - im Einsatz, teils waren Bäume umgestürzt. Gegen 5.30 Uhr hagelte es offenbar für rund zehn Minuten so stark, dass auch Straßen überflutet wurden. In einigen Straßen sei kurzzeitig der Strom ausgefallen, so die Polizei. Der Grund für den Stromausfall sei noch unklar. Teils musste der Verkehr geregelt werden.

Gewitter auch in den kommenden Tagen

Gewitter über Brandenburg

Die Gewittergefahr bleibt auch in den kommenden Tagen hoch

Patrick Pleul/dpa

Am heftigsten wüteten Gewitter am Dienstagabend in der Region um Nürnberg (Bayern). Dort sind mehrere Menschen verletzt worden. Betroffen von der „sehr plötzlich entstandenen Extremwetterlage“ am Abend waren nach Angaben der Feuerwehr die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie die Landkreise Nürnberger Land und Erlangen-Höchstadt. Innerhalb von fünf Stunden ging bei der Integrierten Leitstelle Nürnberg demnach die Rekordzahl von rund 3000 Notrufen ein. Die Feuerwehr rückte zu rund 1100 Einsätzen wegen umgestürzter Bäume, vollgelaufener Keller, überfluteter Straßen sowie Schäden an Dächern aus. Zudem hätten sich zahlreiche Verkehrsunfälle ereignet.

Auch der Nürnberger Flughafen war betroffen. Dort mussten nach Angaben der Feuerwehr Sturmschäden an Gebäuden, Überschwemmungen infolge des Starkregens sowie Schäden an der Infrastruktur beseitigt werden. Der Flugbetrieb wurde zeitweise eingestellt.

Stuttgart ist von einem Unwetter am Dienstagabend verschont worden. Es habe überhaupt keine „wetterbedingten Einsätze“ gegeben, teilte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage mit. Aber im gesamten Land ist auch in den kommenden Tagen laut der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) täglich mit Regen, Schauern und Gewittern zu rechnen.

Mit Material von dpa und AFP.

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