Retter gefordert in Ditzingen
: Ditzinger Feuerwehr im Dauereinsatz

Sieben Notfälle innerhalb von 40 Stunden: Während ihrer Tage der offenen Tür gingen bei der Feuerwehr unzählige Alarme ein. So erlebten die Helfer die Tage zwischen Fest und Rettung.
Von
Franziska Kleiner
Ditzingen
Feuerwehr

Die Feuerwehr ist am Wochenende sieben Mal in Ditzingen im Einsatz gewesen.

Feuerwehr Ditzingen
  • Ditzinger Feuerwehr war an einem Wochenende sieben Mal im Einsatz – 40 Stunden am Stück.
  • Während der Tage der offenen Tür gingen zahlreiche Alarme ein, verletzt wurde niemand.
  • Einsätze umfassten drei Kleinbrände, eine Hilfe am Bahnhofsaufzug und „hilflose Person in Wohnung“.
  • Türen wurden mit Spezialwerkzeug geöffnet, Betroffene kamen nach Erstversorgung in Kliniken.
  • Neue Drehleiter wurde vorgeführt: nach 550 Trainingsstunden seit zwei Wochen im Einsatz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Gefragter denn je“ ist die Ditzinger Feuerwehr nach ihren Angaben am vergangenen Wochenende gewesen. Das Feuerwehrmotto „Allzeit bereit!“ oder „24/7/365“ begleitete die Ditzinger Wehr demnach ergänzend zu den Tagen der offenen Tür auf intensive Weise, wie deren Sprecher Andreas Häcker es formuliert. Sieben Alarmierungen hätten eine Einsatzbelastung zur Folge gehabt, die die Feuerwehr so an einem Wochenende bisher nicht gekannt habe.

Mehr als 2000 Besucher nutzten Häcker zufolge die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen der Wehr zu schauen.

Während des Festes und bei den Aufräumarbeiten mussten die Feuerwehr-Aktiven innerhalb von 40 Stunden zu sieben Notfalleinsätzen ausrücken. Die Ditzinger wurden etwa zu drei Kleinbränden und einer technischen Hilfeleistung am Bahnhofsaufzug gerufen. Dabei sei glücklicherweise niemand verletzt worden. Die Einsatzkräfte belüfteten die von Brand betroffenen Räume und überprüften jeweils die Schadensstellen mit Wärmebildkameras.

Zudem lauteten weitere Alarmstichworte am Wochenende „Hilflose Person in Wohnung“. Alleine lebende Bewohner in Mehrfamilienhäusern der Kernstadt wurden seit Tagen vermisst beziehungsweise hatten laut Häcker mit Hilferufen auf ihre Not aufmerksam gemacht. Bei jedem dieser Einsätze öffneten Einsatzkräfte die Wohnungstüren mit Spezialwerkzeug. Sie fanden die betroffenen Personen jeweils am Boden liegend in ihren Wohnungen. Nach einer Erstversorgung kamen die Verunglückten mit Rettungswagen zur stationären Behandlung in umliegende Kliniken.

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Die Jugendfeuerwehr wiederum hatte, abseits der echten Einsätze, mit ihrer Schauübung vor dem Feuerwehrhaus am Samstagnachmittag den Reigen von Vorführungen eröffnet. Nach der Übung konnten die jüngsten Festbesucher bei Spätsommerwetter an Mitmachstationen verschiedene Feuerwehraufgaben selbst ausprobieren.

Die Angehörigen der Einsatzabteilung präsentierten am Samstagnachmittag auch die Einsatzmöglichkeiten der neuen Ditzinger Drehleiter. Das 1,1 Millionen Euro teure Fahrzeug wurde bereits im Mai ausgeliefert. Nach mehr als 550 Trainingsstunden der Feuerwehrangehörigen ist das Fahrzeug seit zwei Wochen im Einsatz und hat die ersten drei Einsätze erfolgreich absolviert.

Mehrere Hundert Zuschauer verfolgten am Nachmittag, wie die Feuerwehr vorgeht, um Menschen liegend in einer Korbtrage aus hohen Gebäuden schnell und schonend zu retten. Nach der Vorführung verschiedener Einsatzmöglichkeiten nahmen die Besucher das ausgestellte Fahrzeug aus nächster Nähe in Augenschein.

Bereits am Freitagabend hatten die Besucher Feuerwehratmosphäre geschnuppert. Im und vor dem Feuerwehrhaus sorgten die „Partyräuber“ für Volksfeststimmung: Bis Mitternacht feierten in Ditzingen rund 700 Gäste.