Frauenduo will in den Bundestag: Stuttgarter Grüne nominieren Christmann und Fischer

Die Kandidatinnen Anna Christmann (Zweite von links) und Simone Fischer (Zweite von rechts) mit den Kreisvorsitzenden Marc Kirsch und Amelie Montigel
Roland GeigerDie Stuttgarter Grünen gehen wie erwartet mit Simone Fischer und Anna Christmann in den kurzen Bundestagswahlkampf. Am vergangenen Donnerstag wählten die Mitglieder des Kreisverbands Stuttgart mit überzeugender Mehrheit ihre Kandidatinnen. Für den Wahlkreis Stuttgart I kandidiert die Landesbehindertenbeauftragte und Stadträtin Simone Fischer. Sie erhielt 182 von 185 abgegebenen Stimmen. Der Kreisvorsitzende Marc Kirsch sagte: „Mit Simone Fischer haben wir die perfekte Nachfolgerin für Cem Özdemir gefunden. Ich könnte mir niemanden Besseren vorstellen, um in diese großen Fußstapfen zu treten und den Wahlkreis direkt zu gewinnen. Ihr Fachwissen im Bereich Inklusion und Sozialpolitik sucht seinesgleichen.“
Harte Konkurrenz im Wahlkreis
Im Wahlkreis I tritt sie gegen die CDU-Bewerberin Elisabeth Schick-Ebert, die Stadträtin (und von Januar an Kurzzeit-Bundestagsabgeordnete als Nachrückerin) Lucia Schanbacher (SPD), die Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny (FDP) und Stadtrat Luigi Pantisano (Die Linke) an. Die AfD nominiert ihre Bewerber laut Kreischef Andreas Mürter im Dezember.
Christmann für Start-ups zuständig
Im Wahlkreis Stuttgart II tritt die aktuelle Bundestagsabgeordnete und Beauftragte des Bundes für Digitale Wirtschaft und Start-ups, Anna Christmann, an. Sie erhielt 183 von 185 Stimmen. Die CDU nominierte wieder ihren Abgeordneten Maximilian Mörseburg. Dietmar Bulat tritt für die SPD an, Mark Wieczorrek für die Liberalen und Regionalrätin Aynur Karlikli für Die Linke.
Kreisvorsitzende sind zuversichtlich
Die Grünen-Kreisvorsitzende Amelie Montigel betont, mit Anna Christmann hätten die Grünen „eine absolute Expertin für Wirtschafts- und Start-up-Politik, die die Bedürfnisse und Nöte des Wirtschaftsstandorts Stuttgart kennt“. Für die Kreisvorsitzenden „steht außer Frage, dass wir in beiden Wahlkreisen um das Direktmandat kämpfen werden“. Diesen Anspruch werde der Kreisverband „mit starken und sicheren Listenplätzen auf der kommenden Landeswahlversammlung unterstreichen“.
