Im Video
: Hier hebt die riesige Antonov vom Flughafen Stuttgart ab

Das Gastspiel einer der größten Transportmaschinen der Welt auf dem Stuttgarter Flughafen hat etwas länger gedauert als ursprünglich gedacht.
Von
Michael Bosch
Stuttgart
Antonov An-124 in Stuttgart

Ein „normales“ Passagierflugzeug wirkt im Vergleich zur Antonov An-124 geradezu winzig.

Daniel Kessler
  • Riesige Antonov An-124 startete mit Verspätung vom Stuttgarter Flughafen.
  • An Bord: ein 80-Tonnen-Rotor für ein Kraftwerk in Malaysia – Verladung nachts mit zwei Kränen.
  • Geplanter Abflug war am Montagabend, gestartet wurde am Dienstag um 18.32 Uhr.
  • Gründe für die Verzögerung sind unklar; möglich seien fehlende Bescheinigungen.
  • Route: Stuttgart nach Kairo, weiter nach Riad und Oman – nur kurze Stopps laut Flugdaten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einem Tag Verspätung ist die riesige Antonov An-124 vom Flughafen in Stuttgart abgehoben. Am Sonntagabend war das riesige Frachtflugzeug mit einem Rotor beladen worden, der zu einem Kraftwerk in Malaysia gehört. Um das 80 Tonnen schwere Bauteil in das Flugzeug zu hieven, waren zwei Spezial-Kräne notwendig. Aus Sicherheitsgründen durften die Kräne nur nachts auf dem Rollfeld aufgebaut werden.

„Die Verladung hat gut geklappt,“ sagt Andrea Pfeifer von KPG Rotating Solutions aus Albbruck (Kreis Waldshut). Die Spezialisten aus dem Schwarzwald hatten den Rotor gewartet. Eigentlich hätte das Frachtflugzeug schon am Montagabend in Richtung Kairo starten sollen. Der Abflug verzögerte sich aber um einen Tag. Am Dienstag um 18.32 Uhr hob eines der größten Frachtflugzeuge der Welt dann ab. Die seltene Maschine hat offenbar auch viele Schaulustige zum Flughafen gelockt.

Hier ist der Antonov-Abflug im Video zu sehen:

Antonov legt mehrere Zwischenstopps ein

Wie es zur Verzögerung kam, dazu hat der Flughafen Stuttgart keine Informationen. Da es auf dem Luftfracht-Vorfeld genügend Platz gebe, seien die Abläufe aber nicht beeinträchtigt gewesen, so Sprecherin Beate Schleicher. Auch bei KPG Rotating Solutions kann man nur mutmaßen: Es könnten Bescheinigungen gefehlt haben, sagt Andrea Pfeifer. Und Genehmigungen braucht es für den Flug nach Südostasien eine Menge.

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Die Antonov kurz vor dem Start in Stuttgart

Die Antonov kurz vor dem Start in Stuttgart.

Daniel Kessler

Auf ihrem Weg nach Malaysia legt die Antonov mehrere Zwischenstopps ein. Von Ägypten ging es in der Nacht zum Mittwoch weiter nach Riad (Saudi Arabien). Auch dort weilte die Antonov laut Flugdaten nur einige Stunden. Am Mittwochmorgen hob sie wieder ab. Momentan steht sie auf einem Flughafen im Oman.

In Stuttgart werden im Vergleich zu anderen deutschen Flughäfen keine riesigen Mengen an Gütern umgeschlagen. Deshalb sind große Frachtflugzeuge wie die Antonov eher Ausnahmen. Zuletzt war die An-124 im Januar zu Gast gewesen, als sie den Rotor aus Malaysia brachte.