Wohnen in Stuttgart
: Lange Tafel zwischen den Hochhäusern Romeo und Julia

Was macht die 70 Jahre alten Hochhäuser Romeo und Julia des Architekten Hans Scharoun bis heute für BewohnerInnen und Fachleute so besonders? Das kann man bei einer Langen Tafel zum Tag der Baukultur erfahren.
Von
Andrea Jenewein
Stuttgart
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Romeo und Julia Gebäude: Marode und verdreckte Romeo und Julia Gebäude in Zuffenhausen. Die IBA `27 möchte diese Gebäude als Architekturhighlight zeigen.

Blick vom Romeo auf das kleinere Julia-Hochhaus: Am Freitag wird zum bundesweiten Tag der Baukultur zwischen den beiden Gebäuden eine Lange Tafel aufgebaut.

Lichtgut/Leif Piechowski
  • Lange Tafel zum Tag der Baukultur in Stuttgart-Rot zwischen den Hochhäusern Romeo und Julia.
  • Thema ist, warum die 70 Jahre alten Scharoun-Bauten BewohnerInnen und Fachleute begeistern.
  • Romeo entstand nach 1945 im Stil der organischen Architektur und wirkt asymmetrisch durch Balkone.
  • Schäden an freiliegenden Stahlbetonteilen erfordern denkmalgerechte Betoninstandsetzung.
  • Vor Ort gibt es einen Vortrag, Rundgänge im Außenbereich und die Initiative „Gemeinsam für Romeo und Julia“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Romeo und Julia, das sind nicht nur die Protagonisten einer tragischen Liebesgeschichte, sondern eine Wohnhochhausgruppe in Stuttgart-Rot. Erbaut wurde diese im Zuge der Aufsiedelung des Stadtteils zwischen 1955 und 1959 nach den Plänen der Architekten Hans Scharoun.

Das Gebäude Romeo zählt mit zu den ersten der in Stuttgart errichteten Hochhäusern nach 1945 und wurde im Stil der organischen Architektur erbaut: Bedingt durch den Verzicht auf rechte Winkel des Gebäudes und bei der Fassadengestaltung mit den Balkonen wirkt das Gebäude asymmetrisch. Anlässlich der Einweihung feierte die Stuttgarter Zeitung am 15. September 1959 Romeo und Julia als „Symbole schöpferischen Aufbauwillens“.

Doch an den Gebäuden nagt der Zahn der Zeit. Die freiliegenden Stahlbetonbauteile, maßgeblich die auskragenden Balkonplatten, weisen witterungsbedingte Schadstellen auf. Entsprechend der Schäden sind Betoninstandsetzungsarbeiten erforderlich, die aufgrund der hochwertigen Architektur sowie des Denkmalschutzes besonderen Ansprüchen unterliegen.

Es gibt eine neu gegründete Nachbarschaftsinitiative

Am bundesweiten Tag der Baukultur am Freitag, 19. Juni, lädt die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) von 15.30 bis 19.30 Uhr zu einem Treffen vor Ort – und zu einem Austausch darüber, was die 70 Jahre alten Hochhäuser des Architekten Hans Scharoun bis heute für BewohnerInnen und Fachleute so besonders macht.

Auf dem Programm steht ein Vortrag von dem Architektur-, Wohn- und Stadtsoziologen Tilman Harlander aus Stuttgart mit dem Titel  „Romeo und Julia – ein visionäres Projekt im Stuttgarter Norden“, es werden geführte Rundgänge durch das Quartier (Außenbereich) geboten, und die neu gegründete Nachbarschaftsinitiative „Gemeinsam für Romeo und Julia“ stellt sich vor,

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