Charles richtet Botschaft an Kolumbien
: „Meine Frau und ich sind zutiefst bestürzt“

Nach dem Erdbeben in Kolumbien hat König Charles III. den Betroffenen sein Mitgefühl ausgesprochen und den Einsatz der Rettungskräfte gewürdigt.
Von
Katrin Jokic
Berlin/ London
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Königin Camilla fächelt König Charles III. Luft zu, während sie Mitte Juli 2026 einer Aufführung der Dorset Opera lauschen.

Königin Camilla fächelt König Charles III. Luft zu, während sie Mitte Juli 2026 einer Aufführung der Dorset Opera lauschen.

picture alliance/dpa/PA Wire

Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien hat sich auch König Charles III. zu der Katastrophe geäußert. Auf dem offiziellen Instagram-Account der britischen Royal Family wurde über die Story-Funktion ein persönliches Statement des Königs veröffentlicht. Darin spricht er den Betroffenen sein Mitgefühl aus und würdigt zugleich die Arbeit der Rettungskräfte.

„Meine Frau und ich waren zutiefst bestürzt, als wir von dem verheerenden Erdbeben erfuhren, das Ihr Land getroffen hat, sowie von dem tragischen Verlust an Menschenleben und dem Leid, das es verursacht hat“, heißt es in der Botschaft von Charles, die er direkt an die Menschen in Kolumbien richtete.

Seine besonderen Gedanken seien bei den Hinterbliebenen und Verletzten sowie bei all jenen, die noch auf Nachrichten von Familienmitgliedern und Freunden warteten. Auch die Einsatzkräfte erwähnt der König ausdrücklich. Sie arbeiteten unermüdlich daran, Menschen in Not zu helfen.

Charles hebt zudem die Widerstandskraft der Bevölkerung hervor: Er und seine Frau bewunderten die Stärke der Menschen in Kolumbien und übermittelten ihnen in dieser „äußerst schwierigen und belastenden Zeit“ ihr tiefstes Mitgefühl und herzliches Beileid.

Unterzeichnet ist die Botschaft mit „Charles R.“. Das „R.“ steht für „Rex“, das lateinische Wort für König. Britische Monarchen verwenden dieses „R“ traditionell in ihrer Unterschrift.

Mehr als 3.000 Menschen werden vermisst

Kolumbien war am Montagmorgen von einem Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert worden. Mindestens 240 Menschen kamen ums Leben, rund 2.600 weitere wurden verletzt. Mehr als 3.000 Menschen gelten nach Angaben aus den besonders betroffenen Regionen noch als vermisst.

Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Westen des Landes. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört oder schwer beschädigt. Mehr als 1.100 Wohnhäuser und andere Gebäude sollen vollständig eingestürzt sein, Tausende weitere wurden beschädigt.

Die kolumbianische Regierung hat nach dem Beben den Notstand ausgerufen und umfangreiche Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Einsatzkräfte suchen weiterhin in den Trümmern eingestürzter Gebäude nach Verschütteten und möglichen Überlebenden.