Bundestagswahl
: Kretschmann wirft Merz „Wahlkampfgeschwätz“ vor

Nachdem CDU-Chef Friedrich Merz den Grünen-Kanzlerkandidaten Robert Habeck als „gescheiterten Bundesminister“ tituliert hatte, hat sich nun auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann dazu geäußert.
Von
red/epd
Stuttgart
Jetzt in der App anhören

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann

dpa/David Nau

. Die Kritik des Unions-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz (CDU) an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ist nach Ansicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) lediglich „Wahlkampfgeschwätz“. Merz hatte Habeck einen „gescheiterten Bundesminister“ genannt, der nach der Bundestagswahl für das Wirtschaftsressort nicht mehr infrage komme. Kretschmann sagte am Dienstag in Stuttgart, dass der Absatzmarkt in China für deutsche Autos zusammengebrochen sei, habe mit Habeck nichts zu tun. Die Wirtschaftskrise sei nicht nur konjunktureller, sondern auch struktureller Art, betonte der Ministerpräsident.

Dass die Grünen bei der jüngsten U-18-Wahl nur noch 12,5 Prozent der Stimmen erreicht haben, mache ihm keine Sorgen, sagte Kretschmann. „Wir haben eine unglaubliche Eintrittswelle, von Nachwuchsproblemen kann keine Rede sein.“ Es gebe immer wieder temporäre Ausschläge der Wählergunst, doch könne es nicht zum Wohle des Landes sein, sich nach diesen Ausschlägen auszurichten. „Sonst werden die Ausschläge noch heftiger“, sagte er.

Kretschmann stellt sich nach eigenen Worten als Ergebnis der Bundestagswahl am kommenden Sonntag auf „jedwede Koalition“ ein. Gedanklich befasse er sich mit einer Koalition, an der die Grünen beteiligt sein werden.

StZ Kompakt - Der Morgen
Montag - Sonntag um 6.00 Uhr
Starten Sie mit den wichtigsten Themen aus Stuttgarter Sicht in den Tag und erhalten Sie sonntags die besten Geschichten der Woche.