Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Schwesig: Kanzler Merz schätzt die Lage falsch ein

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, gibt nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und der Abgeordnetenhauswahl in Berlin eine Pressekonferenz.
Kay Nietfeld/dpa- Nach der Wahl verteidigt Manuela Schwesig ihren personalisierten Wahlkampf.
- Sie sagt: Wahlkampf ist Kampf, nicht Spaziergang, und hält Kurs.
- Schwesig kritisiert Kanzler Friedrich Merz und nennt seine Lageeinschätzung falsch.
- In Mecklenburg-Vorpommern habe Merz fünf Prozent Zustimmung, die Regierung sechs.
- Sie fordert den Kanzler auf, sich selbstkritisch mit der Lage vor Ort zu befassen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Kritik an ihrem stark personalisierten und zugespitzten Wahlkampf zurückgewiesen. „Wir haben im Wahlkampf das gemacht, was notwendig war – Wahlkampf heißt Kampf und nicht Spaziergang“, sagte die SPD-Politikerin in Berlin.
Auf eine Frage nach kritischen Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz sagte Schwesig, der Kanzler schätze die Lage falsch ein. Das gelte sowohl für die Lage der Bevölkerung als auch für die Lage in Merz' eigener Partei, der CDU, sagte Schwesig. Der Bundeskanzler habe in Mecklenburg-Vorpommern nur fünf Prozent Zustimmung, die Bundesregierung lediglich sechs Prozent.
„Dieser Bundeskanzler sollte sich selbstkritisch fragen, was er vielleicht bisher falsch gemacht hat“, sagte Schwesig. „Einfach nur mit dem Finger auf andere zeigen, reicht nicht aus. Ich habe mich dran gewöhnt, dass das Programm der CDU ist: „Schwesig ist schuld“. Aber ich rate dem Bundeskanzler, wenn er wieder Vertrauen zurückgewinnen will – wo ich nicht weiß, ob das noch mal gelingt –, dass er sich mit der Lage vor Ort auseinandersetzt.“