Landtagswahl in Thüringen: Höcke und Voigt streiten über Arbeitspflicht für Flüchtlinge

Björn Höcke (AfD, l) und Mario Voigt (CDU, r), Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Thüringen streiten im TV-Duell über eine Arbeitspflicht für Asylbewerber.
dpa/Michael KappelerDie Umsetzung einer Arbeitspflicht für Asylbewerber hat bei einer TV-Runde einen heftigen Streit zwischen den beiden Spitzenkandidaten Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD) ausgelöst. „Sie reden nur und sie handeln nie!“, warf Voigt dem AfD-Rechtsaußen Höcke vor. Hintergrund war eine Frage der Moderatoren in der MDR-Sendung „Fakt ist!“, warum weniger als zehn Asylbewerber im AfD-geführten Landkreis Sonneberg zur Arbeit verpflichtet wurden und im CDU-geführten Saale-Orla-Kreis dagegen 100.
Höcke bestand auf ein „Eingangsstatement“, wie er sagte, obwohl das Format dies gar nicht vorsah. Zur Frage sagte er: „Das ist doch Symptompolitik.“ Vielmehr müssten die Ursachen bekämpft werden.

Die Spitzenkandidaten zur Landtagswahl in Thüringen nehmen an der MDR-Sendung „Fakt ist!“ teil.
Foto: dpa/Jacob Schröter„Sie sind eine lahme Ente, Herr Höcke“, sagte Voigt mit Blick auf die Politik des AfD-Landrats in Sonneberg. „Wo Sie Verantwortung haben, leisten Sie nichts.“ Die Thüringer AfD wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.