Regierung will Familien stärker entlasten: Erhöhung beim Kindergeld geplant

Das Kindergeld soll erhöht werden.
© Andre Bonn – stock.adobe.comAuch der Kinderfreibetrag soll angehoben werden. Das geht aus dem Reformpaket hervor, auf das sich CDU, CSU und SPD im Koalitionsausschuss verständigt haben.
Die Entlastung soll vor allem kleinen und mittleren Einkommen zugutekommen. Neben Kindergeld und Kinderfreibetrag sollen auch der Grundfreibetrag und der Arbeitnehmerpauschbetrag steigen. Zudem soll die zweite Progressionszone abgeflacht werden. Damit will die Koalition erreichen, dass Familien im Alltag mehr Geld zur Verfügung haben.
Entlastung von bis zu 600 Euro
Nach Angaben der Koalition könnte eine berufstätige Familie mit zwei Kindern und einem zu versteuernden Gesamteinkommen von 60.000 Euro ab 2028 um mehr als 600 Euro im Jahr entlastet werden. Insgesamt soll die Steuerreform ein Entlastungsvolumen von rund zehn Milliarden Euro pro Jahr haben.
Finanziert werden soll das Paket unter anderem über Änderungen bei der Reichensteuer. Sehr hohe Einkommen sollen künftig stärker belastet werden: Ab 250.000 Euro zu versteuerndem Einkommen sollen 45 Prozent fällig werden, ab 280.000 Euro 47 Prozent.
Offen ist noch, wie stark das Kindergeld konkret steigen soll. Die Koalition nennt in ihrem Beschlusspapier zwar die Erhöhung, aber noch keinen genauen Betrag. Auch, ab wann es mehr Kindergeld geben soll, steht noch nicht fest.
