Diese Parteien sprechen sich dafür aus: Social-Media-Verbot für Jugendliche

Sollte man Social Media für Jugendliche verbieten?
Primakov / shutterstock.comCDU für Mindestalter
Die CDU hat auf ihrem Parteitag in Stuttgart einen Antrag beschlossen, der der Bundesregierung vorgelegt werden soll. Darin fordert die Partei unter anderem ein Mindestalter von 14 Jahren für soziale Netzwerke. Zudem soll für Jugendliche bis zu einem Alter von 16 Jahren ein besonderer Schutz im digitalen Raum gelten. Bei Verstößen der Plattformen gegen die Altersbeschränkungen sollen empfindliche Bußgelder verhängt werden.
SPD ebenfalls für Verbot
Auch die SPD schlägt in einem aktuellen Impulspapier ein Social-Media-Verbot für alle Kinder unter 14 Jahren vor. Für Jugendliche bis 16 Jahre soll es spezielle Jugendversionen der Plattformen geben. Dort sollen beispielsweise keine algorithmisch gesteuerten Feeds erlaubt sein und personalisierte Inhalte deaktiviert werden. Auch für ältere Nutzer sollen automatisch generierte Feeds standardmäßig ausgeschaltet sein.
Die Grünen signalisieren Unterstützung
Führende Politiker der Grünen haben öffentlich Unterstützung für ein Social-Media-Verbot für Jugendliche bekräftigt. Vor einer Sitzung des Bundesvorstands in Berlin sagte die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner: „Das Mindestalter von 14 Jahren ist richtig – ich habe das schon lange gefordert.“ Auch Andreas Audretsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, signalisierte in einem Gespräch mit n-tv Zustimmung zu einem Verbot ab 14 Jahren. Er fordert jedoch eine differenzierte Debatte, einschließlich eines Jugendforums.
Wie stehen die anderen Parteien dazu?
Die CSU reagiert bislang skeptisch auf ein generelles Social-Media-Verbot für Jugendliche. Führende Politiker der Partei äußerten sich in der Öffentlichkeit zurückhaltend. Die AfD sprach sich offen gegen ein Verbot für Jugendliche aus. Ein Mindestalter gehe in die falsche Richtung, schreibt die Partei auf ihrer Website.
Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Heidi Reichinnek, lehnt ein pauschales Social-Media-Verbot bis 16 Jahre ebenfalls ab. Jugendliche könnten es leicht umgehen. Technische Alterskontrollen mit Ausweisdaten sieht sie aus Datenschutzgründen kritisch.
Auch die FDP spricht sich gegen Verbote aus. Sie setzt bei Kindern und Jugendlichen auf die Stärkung der Medienkompetenz statt auf Einschränkungen.
