INSA: Neueste Umfrage für Mecklenburg-Vorpommern – SPD holt auf

Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, und AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm vor einem TV-Duell.
Jens Büttner/dpa- INSA meldet in MV: AfD 37 Prozent, SPD 35 Prozent – Abstand schrumpft auf zwei Punkte.
- Die SPD gewinnt zwei Punkte, die AfD einen. Zuvor lag das Verhältnis bei 36 zu 33.
- Linke kommt auf 10 Prozent. CDU hält 7 Prozent, Grüne liegen bei 5 Prozent, BSW bei 3 Prozent.
- SPD und Linke erreichen zusammen 45 Prozent – mit Grünen wären es 50 Prozent der Stimmen.
- Befragung vom 8. bis 15. September 2026 online, Fehlertoleranz plus/minus 3,1 Prozentpunkte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein wenig erinnert die Situation an den Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg, als die CDU bis knapp vor der Ziellinie die Umfragen anführte und dann noch von den Grünen abgefangen wurde, weil sich der Fokus stark auf den beliebten Cem Özdemir richtete: Nun verkürzt in Mecklenburg-Vorpommern die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig den Abstand zur AfD: In der neuesten INSA-Umfrage für Mecklenburg-Vorpommern erreicht die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig 35 Prozent. Die AfD bleibt mit 37 Prozent stärkste Kraft, liegt aber nur noch zwei Prozentpunkte vor den Sozialdemokraten. Am 16. September 2026 wurden die neuesten Daten veröffentlicht – von INSA im Auftrag der „Bild“. Die Veränderungen beziehen sich auf die vorherige INSA-Umfrage vom 10. September 2026, die im Auftrag des Nordkuriers erstellt wurde.
- AfD: 37 Prozent – plus 1 Prozentpunkt
- SPD: 35 Prozent – plus 2 Prozentpunkte
- Die Linke: 10 Prozent – minus 1 Prozentpunkt
- CDU: 7 Prozent – unverändert
- Grüne: 5 Prozent – unverändert
- BSW: 3 Prozent – minus 1 Prozentpunkt
- Sonstige: 3 Prozent – minus 1 Prozentpunkt
- Quelle: INSA/Bild
Umfrage-Polarisierung zwischen AfD und SPD
Der Abstand an der Spitze wird kleiner, obwohl auch die AfD zulegt. In der INSA-Erhebung vom 10. September hatte sie noch mit 36 zu 33 Prozent vor der SPD gelegen. Nun gewinnen die Sozialdemokraten zwei Punkte hinzu, die AfD einen. Der Vorsprung schrumpft damit von drei auf zwei Prozentpunkte. Von einem Überholen der AfD kann allerdings weiterhin keine Rede sein.
Hinter den beiden führenden Parteien folgt die Linke mit zehn Prozent. Die CDU bleibt bei sieben Prozent, während die Grünen mit fünf Prozent genau an der Sperrklausel liegen. Das BSW steht mit drei Prozent darunter. Gerade das Abschneiden der kleineren Parteien könnte deshalb die Mehrheitsverhältnisse im nächsten Landtag wesentlich beeinflussen. Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und bei der Bundestagswahl 2025 fiel auf, dass die Umfragewerte für das BSW von Sahra Wagenknecht jeweils zu niedrig angegeben waren. Bei 3,1 Prozent Abweichung, die statistisch möglich sind, könnte die CDU im Extremfall übrigens sogar unter die 5-Prozent-Hürde fallen.
Für die bisherige Regierung aus SPD und Linken ergibt sich aus den neuen Zahlen keine rechnerische Mehrheit. Beide Parteien erreichen zusammen 45 Prozent. Unter Einbeziehung der Grünen wären es 50 Prozent der Stimmen und – bei einer entsprechenden Umsetzung der Umfragewerte in Wahlergebnisse – eine parlamentarische Mehrheit. Das ist jedoch eine rechnerische Möglichkeit, keine Vorhersage einer künftigen Koalition. Die linke Organisation „Campact“ wirbt jedenfalls für ein Kreuz bei den Grünen, um die AfD auszubremsen – eine Kampagne, die in Sachsen-Anhalt womöglich verfangen hat.
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3,1 Prozent Fehlerspanne in Mecklenburg-Vorpommern
INSA befragte vom 8. bis 15. September 2026 insgesamt 1.000 Wahlberechtigte online. Als Fehlertoleranz werden plus/minus 3,1 Prozentpunkte angegeben. Der geringe Abstand zwischen AfD und SPD sollte deshalb nicht als sichere Rangfolge für den Wahltag verstanden werden. Wahlumfragen beschreiben die Stimmung während der Befragung, nicht das spätere Wahlergebnis.
Anders als der CDU-Landtagswahlkampf von Manuel Hagel im Frühjahr in Baden-Württemberg verlief die AfD-Kampagne des als einigermaßen gemäßigt geltenden Spitzenkandidaten Leif-Erik Holm bislang aber weitgehend ohne größere Fettnäpfchen. Man darf gespannt sein, ob auf den letzten Metern noch ein Eklat folgt.

