ZDF-Talkshow: Kiesewetter gleich siebenmal bei Lanz

Relevant für die öffentliche Meinung: Die Lanz-Quote liegt in der Regel bei 1,5 Mio. Zuschauen am späten Abend.
www.imago-images.de- ZDF setzt „Markus Lanz“ nach der Sendung vom 16./17. Juli in eine einmonatige Sommerpause.
- In der Saison 2025/26 liefen 133 Ausgaben, durchschnittlich 1,5 Mio. Zuschauende pro Sendung.
- Elmar Theveßen war 18 Mal zugeschaltet, oft nur für aktuelle Einschätzungen aus den USA.
- Häufige Gäste: Peter Neumann und Roderich Kiesewetter mit je sieben Auftritten – Kiesewetter am häufigsten geladener Politiker.
- Weitere Viel-Gäste: Ulrike Herrmann, Julia Löhr und Robin Alexander mit je sechs, Karl Lauterbach fünf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der ZDF-Talker Markus Lanz geht an diesem Donnerstag in die Sommerpause. Nach der Ausgabe in der Nacht vom 16. zum 17. Juli (23.25 Uhr bis 00.40 Uhr) ist einen Monat keine neue Sendung geplant. Los geht es dann nach den Ferien wieder am Dienstag, 18. August (22.45 Uhr). In der Saison 2025/26 (seit Ende August bis nun Mitte Juli) standen im ZDF-Programm 133 „Markus Lanz“-Sendungen. Etwa anderthalb Millionen Menschen schauen bei jeder Ausgabe linear spätabends zu.
Der häufigste Gast der vergangenen etwa elf Monate ist der USA-Korrespondent und Leiter des ZDF-Studios Washington, Elmar Theveßen, gewesen. Er tauchte 18 Mal bei „Markus Lanz“ auf. Dazu gibt das ZDF zu bedenken, dass wegen der vielen politischen Ereignisse in den Vereinigten Staaten in den letzten Monaten die Zuschaltung des Korrespondenten häufig tagesaktuell erfolgt sei und Theveßen oft nur in einem Teil der Sendung eine aktuelle Einschätzung beigesteuert habe.
Journalisten als „Lanz-Assistenten“?
Auf jeweils elf Auftritte kamen Eva Quadbeck (Chefredakteurin des Redaktionsnetzwerks Deutschland/RND) und Kerstin Münstermann (Leiterin der „Rheinische Post“-Parlamentsredaktion). Die journalistischen Begleiter scheinen sich sozusagen als „Lanz-Assistenten“ eingearbeitet haben. Bekannt ist jedenfalls, dass Podium und Fragen zum Teil schon im Vorfeld aufeinander abgestimmt werden, wie im Frühjahr die FAZ recherchiert hatte. Auch soll Lanz nach der Sendung gern zum gemeinsamen Mitternachtsimbiss laden.
Vor diesem Hintergrund kann es manchmal auch kurzfristig und sprunghaft zu Änderungen kommen – eine längerfristige Planung findet eher nicht statt. Obwohl die Show immer in Hamburg-Altona aufgezeichnet wird, erweckt sie bei vielen eher den Eindruck einer Live-Sendung. Geschnitten wird nach Angaben der Redaktion aber „nur minimal“. Das Honorar für Medienvertreter und Experten beträgt 300 Euro zuzüglich Spesen und Hotel, hieß es kürzlich auf Anfrage unserer Redaktion. Politiker werden dagegen mit Reichweite belohnt.

Oberst a.D. und CDU-MdB Roderich Kiesewetter aus Aalen verbreitet seine Thesen ständig bei Lanz.
dpaDauergäste Neumann und Kiesewetter
Peter Neumann (Londoner Professor und Sicherheitsexperte) sowie Roderich Kiesewetter (CDU-Sicherheitspolitiker und Oberst a. D.) absolvierten in der Saison 2025/2026 sieben Besuche bei Lanz. Der Aufrüstungslobbyist der Union aus Aalen ist somit klar der am häufigsten geladene Politiker. Eine offizielle Begründung dafür wird von der Lanz-Redaktion nicht publik gemacht. Ob die Häufigkeit im Einklang mit den besonderen Verpflichtungen des Öffentlichen Rundfunks zu Ausgewogenheit und Balance steht, muss daher offen bleiben.
Sechs „Markus Lanz“-Auftritte kann man seit Ende August 2025 bei Ulrike Herrmann («taz»-Wirtschaftsredakteurin), Julia Löhr («FAZ»-Wirtschaftsredakteurin) sowie Robin Alexander (Podcaster und „Welt“-Kolumnist) zählen.
Lauterbach fünfmal bei Lanz
Zu den Gästen, die fünfmal in der Sendung saßen, gehören Melanie Amann (Politikexpertin der Funke-Mediengruppe), Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) – in seiner Partei eigentlich nicht mehr für voll genommen – der EVP-Fraktionschef im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), sowie der CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen und der „Table.Briefings“-Chefredakteur Michael Bröcker.
Vier Auftritte zählen beispielsweise die „Spiegel“-Kolumnistin Sabine Rennefanz und der Kriegsreporter und stellvertretende „Bild“-Chef Paul Ronzheimer.
Auch Boris Palmer bei Lanz gern gesehen
Dreimal bei Lanz waren etwa der Ex-Grüne und nun parteilose Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, die „Zeit“-Redakteurin Mariam Lau und die Osteuropa-Expertin vom Deutschlandfunk, Sabine Adler.
Zu den Gästen mit zwei angenommenen Einladungen gehörten Güner Balci (Integrationsbeauftragte des Berliner Bezirks Neukölln), Felix Banaszak (Grünen-Co-Chef), Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) sowie die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Beatrix von Storch.
Nur ein Mal bei „Markus Lanz“ waren in der Saison 2025/26 zum Beispiel die Politikerin Sahra Wagenknecht (BSW) oder auch Markus Söder (CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident Bayerns). Eine detaillierte Auswertung der Statistik nach politischer Richtung liegt nicht vor.
Mit dpa-Agenturmaterial


