Bis 2028
: Kindergeld steigt um 13 Euro

Familien und Arbeitnehmer sollen geringfügig entlastet werden, müssen an anderer Stelle aber draufzahlen. Was ist konkret geplant?
Von
Michael Maier
Berlin
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Junges Ehepaar mit Kindern bereitet ein festliches Mittagessen im Esszimmer zu Hause vor. Attraktiver Mann und seine Frau machen leckeren Salat aus frischem Gemüse. Glückliche Familie. Interieur mit Weihnachtsdekoration A young married couple with children are preparing a festive lunch in the dining room at home. An attractive man and his wife make a delicious salad of fresh vegetables. A happy family. ,model released, Symbolfoto Copyright: xZoonar.com/DashaxPetrenkox 22584667 ,model released, Symbolfoto ,property released

Das Kindergeld wird bis 2028 leicht erhöht.

IMAGO/Zoonar
  • Bundesregierung plant Entlastungspaket: Kindergeld und Steuerfreibeträge werden angepasst.
  • Kindergeld steigt in zwei Schritten bis 2028 auf 272 Euro pro Monat und Kind.
  • Details zu Startdatum, Zwischenschritten, Grundfreibeträgen und Pauschbetrag stehen noch aus.
  • Ab 2027 soll Kindergeld teils antragslos fließen – zunächst für Familien mit älterem Kind.
  • Gegenfinanzierung: höherer Spitzensteuersatz, höhere Minijob-Pauschsteuer, gekürzter Handwerkerbonus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die schwarz-rote Bundesregierung hat sich im Koalitionsausschuss auf ein Entlastungspaket für Familien verständigt. Unter anderem gibt es eine Kindergelderhöhung sowie eine geringfügige Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen. Eine Anpassung der Grundfreibeträge hatte das Bundesverfassungsgericht verlangt, was die Regierung nun umsetzt.

Das Kindergeld, das derzeit bei einheitlich 259 Euro pro Monat und Kind liegt, soll nach Plänen des Finanzministeriums bis zum Jahr 2028 in zwei Schritten auf insgesamt 272 Euro angehoben werden. Besonders konkret haben es Merz und Klingbeil nicht gemacht: Die genauen Zwischenschritte und das exakte Startdatum der ersten Erhöhungsstufe werden erst im Gesetzgebungsverfahren festgelegt.

Auch zur geplanten Höhe der neuen Grundfreibeträge und zum Arbeitnehmerpauschbetrag (Werbungskosten) ist noch nichts bekannt. Offenbar haben die Beamten von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bislang nichts Greifbares vorgelegt oder es gibt noch Diskussionen mit dem Koalitionspartner CDU/CSU.

10 Milliarden Entlastung inklusive Kindergeld

Das gesamte Entlastungsvolumen der Reform beläuft sich auf rund zehn Milliarden Euro pro Jahr. Eine berufstätige Familie mit zwei Kindern und einem zu versteuernden Gesamteinkommen von 60.000 Euro kann dadurch bis 2028 um etwa 600 Euro jährlich entlastet werden, immerhin also 50 Euro im Monat inklusive der Kindergelderhöhung.

Gleichzeitig soll die Kindergeld-Auszahlung für Eltern vereinfacht werden. Ab dem Jahr 2027 greift ein neues, antragsloses Verfahren. Die Auszahlung erfolgt nach der Geburt eines Kindes automatisch über die Familienkassen, sodass bürokratische Hürden und schriftliche Anträge zum Teil entfallen. Dies soll im März 2027 zunächst für Familien eingeführt werden, die bereits ein älteres Kind haben, und ab November 2027 für das erste Kind gelten - falls die schwerfällige Familienkasse unter dem Dach der Arbeitsagentur von Andrea Nahles wirklich dazu in der Lage ist, so etwas unbürokratisch umzusetzen. Wer schon einmal Formulare der Behörde auszufüllen hatte, kann es sich nicht so recht vorstellen.

Minijob-Steuer steigt - Handwerkerbonus sinkt

Finanziert wird das familienpolitische „Reformpaket“ unter anderem über Anpassungen bei der Besteuerung hoher Einkommen. Ab einem zu versteuernden Einkommen von 250.000 Euro soll der Steuersatz künftig auf 45 Prozent steigen, ab 280.000 Euro werden 47 Prozent fällig. Aber auch Normalverdiener müssen bluten: Die pauschale Besteuerung von Minijobs steigt von 2 Prozent auf 5 Prozent, und der Handwerkerbonus wird von 1200 Euro auf 900 Euro reduziert. Außerdem sind nur noch 15 statt 20 Prozent der aufgewendeten Arbeitskosten abziehbar. Einmal mehr gilt also der alte Spruch: „Was der Staat mit der rechten Hand gibt, nimmt er mit der linken.“

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