München & Co.
: Darf man bei Hitze das Auto waschen?

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit verschärfen Städte und Gemeinden die Regeln zum Wassersparen – wo das Autowaschen jetzt verboten ist.
Von
Michael Maier
München
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ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht vom 13. März 2023: Wasser marsch: Für die Autowäsche fährt man am besten in die Waschanlage oder eine Waschbox. Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Wie sind aktuell die Regeln in Waschanlagen und SB-Boxen?

dpa-tmn
  • München untersagt privates Autowaschen zu Hause bis 1. August – auch in sieben Umlandorten.
  • Betroffen sind Aschheim, Garching, Neubiberg, Neuried, Oberschleißheim, Unterföhring, Unterhaching.
  • Grund ist Trockenheit: Öl- und Reinigungsreste dürfen nicht ins Grundwasser oder in die Kanalisation.
  • Waschanlagen und SB-Boxen bleiben meist offen, da sie Wasser zu 80 bis 90 Prozent recyceln.
  • Tipp bei Hitze: moderne Waschanlage nutzen, wasserlose Reiniger verwenden und lokal informiert bleiben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Sommer brennt, die Rasenflächen färben sich braun und Kommunen wie München rufen zum Wassersparen auf. Doch was bedeutet eine akute Trockenheit eigentlich für die Autowäsche? Darf der Wagen bei Wassermangel noch aufpoliert werden? Die kurze Antwort lautet: Es kommt ganz darauf an, wo und wie man wäscht. So hat die Landeshauptstadt Mitte Juli 2026 eine Allgemeinverfügung erlassen, die das private Autowaschen zu Hause vorerst bis 1. August streng untersagt. Neben dem Stadtgebiet München betreffen die Vorgaben auch sieben Umlandgemeinden, die an das Netz der Stadtwerke angeschlossen sind.

Vom Autowaschverbot betroffene Orte bei München

  • Aschheim
  • Garching
  • Neubiberg
  • Neuried
  • Oberschleißheim
  • Unterföhring
  • Unterhaching

Egal ob Wassermangel oder nicht: Das Autowaschen auf dem privaten Grundstück oder auf der Straße ist in Deutschland grundsätzlich durch das Wasserhaushaltsgesetz ohnehin streng reglementiert.

  • Das Problem: Bei der Wäsche gelangen Öl, Fett, Treibstoffreste und Reinigungsmittel ins Grundwasser oder die Kanalisation.
  • Bei Wassermangel erlassen viele Städte und Gemeinden zusätzlich Notfallverordnungen. Wer dann noch den Gartenschlauch oder Hochdruckreiniger zur Fahrzeugpflege nutzt, riskiert saftige Bußgelder.

Waschanlage trotz Hitze erlaubt

Wenn die Gemeinde nicht explizit eine komplette Schließung anordnet (was nur selten vorkommt), darf man Waschanlagen und SB-Waschboxen in der Regel weiterhin nutzen. Der Grund: Moderne Waschanlagen arbeiten extrem wassersparend. Sie verfügen über eigene Wasseraufbereitungsanlagen, die das Nutzwasser filtern und zu 80 bis 90 Prozent wiederverwenden.

Autowaschen bei Hitze

  • Waschanlage bevorzugen: Wenn es unbedingt sein muss, in eine moderne Waschanlage mit Wasserrecycling fahren.
  • Wasserlose Trockenwäsche nutzen: Es gibt spezielle Detailer und Spray-Reiniger für leichten Schmutz, die komplett ohne Wasser auskommen.
  • Lokal informieren: Auf die aktuellen Bekanntmachungen von Städten und Gemeinden achten. Sobald ein „Wassernotstand“ ausgerufen wird, gelten lokale Sonderregeln.

Den Schlauch im Garten also besser aufgerollt lassen. Wenn der Staub auf der Windschutzscheibe nervt, ist der Weg in die Waschanlage die einzig umweltschonende und korrekte Alternative. Nachdem es in manchen Orten zwischenzeitlich heftig gewittert hat, könnte sich die Lage aber schon bald wieder entspannen. Oberbayern gilt ohnehin als eine der wasserreichsten Regionen Deutschlands. Möglich, dass die Verwaltung in München übers Ziel hinausgeschossen ist.