Drohne am Flughafen Leipzig/Halle: Putin bezeichnet deutsche Sanktionen als „schweren Fehler“

Wladimir Putin nennt die Beweise „gefälscht“ (Archivbild).
Pyotr Kovalev/Pool Sputnik Kremlin/dpa- Bundesregierung kündigt nach Drohnenfund in Leipzig/Halle Strafmaßnahmen gegen Russland an.
- Putin nennt vorgelegte Beweise „gefälscht“ und spricht von einem „schweren Fehler“.
- Er sagt, die Reaktion diene innenpolitischen Zielen der Bundesregierung um Friedrich Merz.
- Putin kritisiert Merz und verweist auf wirtschaftliche Probleme und kommende Wahlen.
- Dobrindt und Wadephul machen Russland verantwortlich; Konsulat Bonn und Russisches Haus betroffen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat deutsche Strafmaßnahmen gegen Russland nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle als „schweren Fehler“ bezeichnet. „Wo sind die Beweise?“, fragte der Kremlchef auf einer Pressekonferenz in Bischkek (Kirgistan). Bisher vorgelegte Belege bezeichnete er als „gefälscht“. Die Reaktion der Bundesregierung um Bundeskanzler Friedrich Merz sei vor allem innenpolitisch motiviert.
„Merz hat das Vertrauen der Bürger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht schützt“, sagte Putin nach dem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Die Zukunft der derzeitigen politischen Spitze Deutschlands stehe bei den kommenden Wahlen aufgrund der wirtschaftlichen Probleme auf dem Spiel.
Zuvor hatten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) Russland verantwortlich gemacht für den Drohnenvorfall und Strafmaßnahmen angekündigt. Wadephul sagte, dass etwa das russische Konsulat in Bonn geschlossen werden soll. Zudem werde der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt.
Kreml spricht in erster Stellungnahme von „Eskalation“
In einer ersten Stellungnahme hatte der Kreml Deutschland angesichts der angedrohten Sanktionen einen Eskalationskurs vorgeworfen. Es sei schwierig, die Anschuldigungen gegen Russland zu kommentieren, weil Deutschland für seine Schuldzuweisung keine Beweise vorgelegt habe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. „Wenn solche schweren Anschuldigungen erhoben werden, sollten sie irgendwie untermauert werden“, sagte Peskow.
Russland hatte stets bestritten, etwas mit der Leipziger Drohne zu tun zu haben. Moskau verwies vielmehr auf Kiew, das mit Stimmungsmache gegen Russland einen echten Nutzen ziehe aus dem hybriden Angriff.
