Insa-Umfrage: Auch NRW-CDU im freien Fall – Schwarz-Grün ohne Mehrheit

Hendrik Wüst scheint einen Teil seines Bonus zu verlieren.
Bernd von Jutrczenka/dpa- Neue Insa-Umfrage: CDU in NRW fällt auf 26 Prozent und verliert acht Punkte.
- Schwarz-Grün verfehlt die Mehrheit – gemeinsam erreichen sie derzeit 42 Prozent.
- AfD steigt auf 21 Prozent und wäre zweitstärkste Kraft, SPD bleibt bei 18 Prozent.
- Linke kommt auf zehn Prozent, FDP läge mit vier Prozent unter der Landtagshürde.
- Insa sieht Einfluss der Bundespolitik auf Wüst, Dreierbündnis CDU/SPD/Grüne hätte Mehrheit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gut ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen sorgt eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für Aufsehen. Die Ergebnisse, die im Auftrag der „Bild“-Zeitung erhoben wurden, zeichnen ein düsteres Bild für die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst: Die Christdemokraten kommen demnach nur noch auf 26 Prozent und verlieren damit acht Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Insa-Erhebung vor einem halben Jahr.
Besonders schmerzhaft ist dabei, dass die schwarz-grüne Landesregierung damit keine Mehrheit mehr hätte. Die Grünen legen zwar um einen Punkt auf 16 Prozent zu, doch gemeinsam kämen beide Regierungsparteien lediglich auf 42 Prozent.
Während die CDU abstürzt, gewinnt die AfD deutlich an Boden. Sie kommt in der Umfrage auf 21 Prozent, ein Plus von vier Prozentpunkten, und wäre damit zweitstärkste Kraft im bevölkerungsreichsten Bundesland. Die SPD verharrt unverändert bei 18 Prozent, die Linke legt um einen Punkt auf zehn Prozent zu. Die FDP käme auf vier Prozent und würde den Einzug in den Landtag verpassen.
Insa-Umfrage zur NRW-Landtagswahl (16.10.)
- CDU: 26 Prozent (-8)
- AfD: 21 Prozent (+4)
- SPD: 18 Prozent (+-0)
- Grüne: 16 Prozent (+1)
- Linke: 10 Prozent (+1)
- FDP: 4 Prozent (+-0)
- Sonstige: 5 Prozent (+2)
Insa: „Merz zieht Wüst nach unten“
Insa-Chef Hermann Binkert sieht einen klaren Zusammenhang zwischen der Schwäche der NRW-CDU und der Bundespolitik. Die Unbeliebtheit von Kanzler Friedrich Merz ziehe auch Hendrik Wüst nach unten, sagte Binkert gegenüber „Bild“. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass an der CDU in NRW weiterhin niemand vorbeikomme und ohne sie derzeit keine Regierung möglich wäre. Rechnerisch hätte ein Dreierbündnis aus CDU, SPD und Grünen mit zusammen 60 Prozent eine Mehrheit. Eine Zusammenarbeit mit AfD oder Linken schließt die CDU allerdings aus.
Für die Umfrage befragte Insa zwischen dem 6. und 13. Oktober insgesamt 1000 Wahlberechtigte online. Die maximale Fehlertoleranz liegt bei 3,1 Prozentpunkten. Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen findet Ende April statt.
