Landtagswahl MV
: Schwesig irritiert von Merz-Äußerung

Manuela Schwesig zeigt sich irritiert über Friedrich Merz’ Äußerung zu seinem Reformkurs. Sie fordert vom Kanzler mehr Demut und Selbstkritik.
Von
red/dpa
Schwerin
GERMANY-POLITICS-MEDIA-VOTE-STATES: Mecklenburg-Western Pomerania's State Premier and top candidate of the Social Democratic SPD party Manuela Schwesig sits at her place for a TV debate at the television studio in Schwerin on September 20, 2026, after regional elections in the northeastern federal state of Mecklenburg-Western Pomerania. (Photo by Marcus Brandt / POOL / AFP)

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert von Bundeskanzler Friedrich Merz mehr Selbstkritik.

MARCUS BRANDT/afp
  • Schwesig kritisiert Merz’ Aussage, er wolle seinen Reformkurs und das Amt fortsetzen.
  • Sie zeigt sich „sehr irritiert“ und fordert vom Kanzler mehr Demut und Selbstkritik.
  • Begründung: Die CDU schneide in Mecklenburg-Vorpommern sehr schlecht ab.
  • Bundesregierung solle kritisch prüfen, was sie ändert – sonst werde die AfD stärker.
  • Laut Hochrechnungen liegt die SPD bei etwa 35,4 bis 35,5 Prozent hinter der AfD.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich verwundert gezeigt über eine Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu dessen Kurs. Auf die Frage, ob sie die Aussage des CDU-Vorsitzenden vom frühen Abend begrüße, wonach er bei seinem Reformkurs und im Amt bleiben wolle, sagte Schwesig: „Ich bin über diese Aussage sehr irritiert.“

Vom Kanzler sei eigentlich mehr Demut angebracht. „Wenn ich sehe, wie schlecht hier die CDU abschneiden wird, mit der ich selber viele Jahre auch gut zusammengearbeitet habe, muss der Kanzler sich schon selbstkritisch fragen, ob er einfach so weitermachen kann.“ Der Kanzler und die gesamte Bundesregierung seien gefragt, „kritisch zu überlegen, was sie ändern, weil sonst die AfD überall immer stärker wird“.

Die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hatte sich im Wahlkampf stark von der Bundesregierung aus Union und SPD abgegrenzt. Nach einer Aufholjagd landet die SPD laut Hochrechnungen mit rund 35,4 bis 35,5 Prozent rund 2,5 Punkte hinter der AfD auf Platz zwei. Die CDU im Nordosten stürzte demnach auf ein historisch schlechtes Ergebnis ab und könnte erstmals aus einem Landtag fliegen.