Rentenreform kommt später: Merz nennt neuen Termin für 2027

Deutscher Arbeitgebertag 2026: 13.10.2026, Berlin: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht beim Deutschen Arbeitgebertag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) im Berliner Congress Center (BCC). Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft treffen sich einmal jährlich beim Arbeitgebertag und diskutieren Entwicklungen in Politik und Wirtschaft.
Bernd von Jutrczenka/dpaBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rechnet nach eigenen Angaben mit einer Verabschiedung im ersten Quartal 2027. Das sagte er am Dienstag beim Deutschen Arbeitgebertag in Berlin. Noch bis Ende dieses Jahres soll das Reformvorhaben allerdings das Bundeskabinett passieren.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen neuen Zeitplan für die geplante Rentenreform genannt. In der Fragerunde beim Deutschen Arbeitgebertag in Berlin erklärte der CDU-Politiker am Dienstag, er gehe davon aus, dass die Reform im ersten Quartal 2027 verabschiedet werde. Bereits bis Ende 2026 soll sie demnach vom Bundeskabinett beschlossen werden.
Damit zeichnet sich eine Verzögerung gegenüber den bisherigen Planungen der Bundesregierung ab. Noch im Sommer hatte Merz angekündigt, dass das Gesetzgebungsverfahren für die umfassende Reform der Alterssicherung möglichst bis Ende 2026 abgeschlossen sein solle.
Rentenreform soll Altersvorsorge grundlegend verändern
Die Bundesregierung arbeitet seit Monaten an einer grundlegenden Neuordnung des deutschen Rentensystems. Grundlage sind die Empfehlungen der Alterssicherungskommission, die im Juni 2026 insgesamt 33 Vorschläge vorgelegt hatte.
Zu den zentralen Empfehlungen gehören die Einführung einer zusätzlichen gesetzlichen Kapitalrente, eine Ausweitung des Versichertenkreises und Änderungen beim Renteneintrittsalter. Ziel ist es, die Finanzierung der Altersvorsorge langfristig zu sichern und die Belastungen zwischen den Generationen gerechter zu verteilen.
Der Reformdruck ist erheblich: Durch den demografischen Wandel müssen immer weniger Beitragszahler für eine wachsende Zahl von Rentnern aufkommen. Die Bundesregierung will deshalb die gesetzliche Rente langfristig stabilisieren und das Alterssicherungssystem neu aufstellen.
Wann die geplanten Neuregelungen tatsächlich in Kraft treten könnten, geht aus Merz' Angaben zum Gesetzgebungsverfahren bislang nicht hervor.
