Vertrauen in die deutsche Politik
: Umfrage: Ein Drittel erwartet keine Problemlösungen durch die Politik

Nur sieben Prozent der Deutschen vertrauen der Politik derzeit stark. Eine Allensbach-Umfrage zeigt ein ausgeprägtes Misstrauen in die Problemlösungsfähigkeit der Politik.
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red/epd
Frankfurt a.M.
Nach den Landtagswahlen - CDU: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt eine Pressekonferenz nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und der Abgeordnetenhauswahl in Berlin. (zu dpa: «Merz: Niemand in CDU-Führung hat Personalfrage gestellt»)

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Nur sieben Prozent der Menschen in Deutschland haben einer Umfrage zufolge derzeit großes Vertrauen in die Politik.

Kay Nietfeld/dpa
  • Umfrage zeigt: Nur sieben Prozent vertrauen der Politik derzeit stark.
  • 32 Prozent glauben „gar nicht“, dass die Politik Probleme in den Griff bekommt.
  • 53 Prozent vertrauen der Politik nur begrenzt – Misstrauen ist weit verbreitet.
  • 73 Prozent der AfD-Anhänger sehen das System als Scheindemokratie ohne Mitsprache.
  • Befragung: 1.051 Personen, mündlich-persönlich, 4. bis 16. September.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nur sieben Prozent der Menschen in Deutschland haben einer Umfrage zufolge derzeit großes Vertrauen in die Politik. Auf die Frage „Wie sehr vertrauen Sie darauf, dass unsere Politik die Probleme in den Griff bekommt?“ antworteten 32 Prozent mit „gar nicht“, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstag) berichtet. 53 Prozent gaben bei der von der Zeitung beauftragten Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach an, dass sie der Politik nur begrenzt vertrauen.

Aus der Befragung geht zudem hervor, dass nach Ansicht von 73 Prozent der AfD-Anhänger das derzeitige politische System nur eine Scheindemokratie ist, die den Bürgern keinerlei Mitsprache erlaubt. Demnach halten nur 37 Prozent der AfD-Anhänger die Demokratie für die beste Staatsform. Damit unterscheiden sie sich deutlich von der Gesamtbevölkerung, in der zwei Drittel die Demokratie für die beste Staatsform halten.

Nur eine Minderheit mit Demokratie unzufrieden

Nur eine Minderheit in der Bevölkerung, aber 69 Prozent der AfD-Sympathisanten sind laut Allensbach mit der demokratischen Grundordnung generell unzufrieden. Die Überzeugung, dass das politische System grundlegend verändert werden muss, sei überdurchschnittlich stark in Ostdeutschland und in den schwächeren sozialen Schichten verbreitet, vor allem jedoch unter Anhängern der AfD. 83 Prozent der Gefolgsleute der AfD würden dieser Position anhängen, während diese Position bei den Anhängern aller anderen im Bundestag vertretenen Parteien eine Minderheitenmeinung sei.

Die Umfrage erfolgte mündlich-persönlich vom 4. bis 16. September, befragt wurden 1.051 Personen. Die Ergebnisse seien repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren.