Aktuelle Umfrage: Zufriedenheit mit Merz nimmt weiter ab

Die Zustimmungswerte nehmen weiter ab.
Fabian Strauch/dpaDie Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz ist weiter gesunken. Im aktuellen ARD-DeutschlandTrend zeigen sich nur noch 10 Prozent der Wahlberechtigten mit seiner politischen Arbeit zufrieden. Gegenüber September entspricht das einem Rückgang um drei Prozentpunkte. 88 Prozent sind dagegen weniger oder gar nicht zufrieden.

Die Zustimmung für Merz sinkt weiter.
ARD-DeutschlandTrend Oktober 2026, Infratest dimap im Auftrag der tagesthemen; Erhebungszeitraum: 28.–30. September 2026; 1.303 Wahlberechtigte; Grundlage: Seiten 7 und 8 des Berichts.Negativtrend setzt sich fort
Damit setzt sich die negative Entwicklung der vergangenen Monate fort. Noch im September lag die Zustimmung zu Merz bei 13 Prozent. Die Zeitreihe des DeutschlandTrends zeigt, dass seine Werte seit dem Frühjahr 2025 deutlich zurückgegangen sind.
Auch unter den eigenen Anhängern fällt die Bewertung deutlich besser aus als in der Gesamtbevölkerung, bleibt aber gespalten. 40 Prozent der Anhänger von CDU und CSU sind mit der Arbeit von Merz zufrieden, 60 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden. Zum Vergleich: Außenminister Johann Wadephul erreicht unter Unionsanhängern 59 Prozent Zufriedenheit, Innenminister Alexander Dobrindt 56 Prozent und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann 44 Prozent.
Bundesregierung ebenfalls mit schwachen Werten
Die schlechten Werte des Kanzlers fallen mit einer insgesamt geringen Zustimmung zur Bundesregierung zusammen. Nur 10 Prozent der Befragten sind mit deren Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden. 89 Prozent äußern sich weniger oder gar nicht zufrieden. Allein 52 Prozent geben an, gar nicht zufrieden zu sein.
Auch bei der Sonntagsfrage steht die Union unter Druck. CDU und CSU kommen im Oktober auf 20 Prozent, einen Punkt weniger als im September. Die AfD liegt unverändert bei 27 Prozent. Die SPD erreicht 13 Prozent, die Grünen 16 Prozent, die Linke 11 Prozent und die FDP 4 Prozent.
Große Skepsis gegenüber der politischen Lage
Die Ergebnisse stehen in einem Umfeld ausgeprägter Unzufriedenheit. Nur 12 Prozent der Befragten finden, dass die Verhältnisse in Deutschland derzeit eher Anlass zur Zuversicht geben. 86 Prozent sehen dagegen eher Anlass zur Beunruhigung.
Besonders verbreitet ist die Sorge, dass die Parteien auf drängende politische Fragen keine gemeinsamen Antworten finden. 84 Prozent machen sich darüber große oder sehr große Sorgen. Zudem sagen 77 Prozent, dass sie trotz angekündigter Entlastungen immer mehr Belastungen spüren. Nur 17 Prozent trauen der Bundesregierung zu, die sozialen Sicherungssysteme zukunftssicher zu machen.
Für den ARD-DeutschlandTrend befragte Infratest dimap vom 28. bis 30. September 2026 insgesamt 1.303 Wahlberechtigte telefonisch und online. Die statistische Schwankungsbreite beträgt bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund zwei Prozentpunkte und bei einem Wert von 50 Prozent rund drei Prozentpunkte.
Die aktuellen Zahlen zeigen damit vor allem eines: Die Zustimmung zu Merz ist gegenüber dem Vormonat erneut zurückgegangen, während die Unzufriedenheit mit Kanzler und Bundesregierung auf einem sehr hohen Niveau liegt.
