Bis zu 1.000 Euro Krisenbonus
: Was bislang bekannt ist

Die Bundesregierung will es Arbeitgebern ermöglichen, einen Krisenbonus von bis zu 1.000 Euro auszuzahlen. Was bislang bekannt ist.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Der Krisenbonus kann bis zu 1.000 Euro betragen.

D-VISIONS / shutterstock.com

Die Bundesregierung plant eine neue Entlastung für Beschäftigte: einen steuer- und abgabenfreien „Krisenbonus“ von bis zu 1.000 Euro. Das wurde bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Parteispitzen von CDU, CSU und SPD nach Beratungen am Wochenende bekanntgegeben.

Freiwillige Zahlung durch Arbeitgeber

Nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz soll es sich dabei nicht um eine direkte staatliche Auszahlung handeln. Stattdessen sollen Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, ihren Beschäftigten eine Prämie von bis zu 1.000 Euro auszuzahlen.

Diese Zahlung wäre:

  • steuerfrei
  • sozialversicherungsfrei
  • freiwillig
  • Unternehmen könnten die Prämie zudem steuerlich geltend machen. Ziel ist es, die Maßnahme möglichst unbürokratisch umzusetzen und schnell Wirkung zu erzielen.

    Passend dazu: Benzin und Diesel sollen um 17 Cent billiger werden

    Orientierung an früheren Entlastungen

    Die geplante Regelung orientiert sich an früheren Sonderzahlungen in der Energiekrise. In der Pressekonferenz verwies Merz darauf, dass es ein solches Muster bereits gegeben habe. Damals seien 3.000 Euro möglich gewesen, nun solle eine Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro ermöglicht werden.

    Umsetzung für 2026 geplant

    Finanzminister Lars Klingbeil erklärte in der Pressekonferenz, dass die Regelung für das Jahr 2026 vorgesehen ist. Die konkrete Ausgestaltung soll in den kommenden Wochen erarbeitet werden.

    Zur Gegenfinanzierung verwies Klingbeil auf eine geplante Erhöhung der Tabaksteuer, die ebenfalls schon 2026 greifen soll.

    Teil eines größeren Entlastungspakets

    Der Krisenbonus ist nur ein Baustein eines umfassenderen Maßnahmenpakets, das die Koalition als Reaktion auf steigende Energiepreise und wirtschaftliche Belastungen vorgestellt hat. Dazu gehört unter anderem auch eine auf zwei Monate befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent pro Liter.

    SPD-Chefin Bärbel Baas bezeichnete die geplante Regelung als wichtigen Beitrag zur zusätzlichen Entlastung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Zugleich machten mehrere Teilnehmer der Pressekonferenz deutlich, dass es sich um einen ersten Schritt handeln soll und weitere Reformen folgen könnten.

    Noch viele Details offen

    Trotz der Ankündigung bleiben wichtige Fragen bislang offen. Noch nicht geklärt ist etwa, unter welchen genauen Voraussetzungen Unternehmen die Prämie zahlen können und wie die gesetzliche Umsetzung im Detail aussehen soll.

    Fest steht nach der Pressekonferenz bislang vor allem: Der Staat will den rechtlichen Rahmen für einen solchen Krisenbonus schaffen. Ob Beschäftigte tatsächlich davon profitieren, hängt jedoch davon ab, ob Arbeitgeber die freiwillige Zahlung nutzen.

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