Aktuelle Umfrage zu Friedrich Merz: Mehrheit der Befragten will Rücktritt

In den aktuellen Umfragen schneidet der Bundeskanzler wiederholt schlecht ab.
Kay Nietfeld/dpaDie Stimmung gegenüber Bundeskanzler Friedrich Merz ist laut einer aktuellen Forsa-Umfrage negativ. 55 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass der CDU-Politiker sein Amt niederlegt. Auch unter den Anhängern der Union überwiegt inzwischen die Unzufriedenheit mit seiner Arbeit.
Eine Mehrheit der Bundesbürger ist dafür, dass Bundeskanzler Friedrich Merz zurücktritt. Zumindest, wenn man den neuesten zahlen des RTL/ntv-Trendbarometer glaubt. Demnach antworteten 55 Prozent auf die Frage, ob Merz sein Amt als Bundeskanzler aufgeben sollte, mit Ja. 40 Prozent sind dagegen und wollen, dass er im Amt bleibt. Für diesen Teil der Erhebung wurden zwischen dem 17. und 21. September 2026 insgesamt 1.509 Personen befragt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt laut RTL/ntv drei Prozentpunkte.
Besonders groß ist die Zustimmung zu einem Rücktritt unter Anhängern der AfD: Dort sprechen sich 89 Prozent dafür aus. Bei Anhängern der Linken sind es 65 Prozent. Auch regional zeigen sich Unterschiede. In Ostdeutschland befürworten laut Umfrage 68 Prozent einen Rücktritt von Merz.
Anders sieht es unter den Anhängern von CDU und CSU aus. Dort wollen 78 Prozent, dass Merz Bundeskanzler bleibt, während 21 Prozent für seinen Rücktritt sind. Bei SPD-Anhängern sprechen sich 43 Prozent für einen Rücktritt aus, 51 Prozent dagegen.
Große Unzufriedenheit mit Merz
Noch deutlicher fallen die Werte bei der Bewertung seiner Arbeit aus. Nur elf Prozent der Befragten geben an, mit der Arbeit des Bundeskanzlers zufrieden zu sein. 87 Prozent sind unzufrieden. Selbst unter den Anhängern von CDU und CSU überwiegt die Kritik: 56 Prozent sind mit Merz' Arbeit unzufrieden, 44 Prozent zufrieden.
Die schlechten persönlichen Werte des Kanzlers treffen die Union in einer angespannten Lage. Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer kommen CDU und CSU gemeinsam auf 20 Prozent und verharren damit laut Erhebung auf ihrem bisherigen Rekordtief. Die AfD erreicht 27 Prozent, die Grünen 17 Prozent. SPD und Linke liegen jeweils bei zwölf Prozent, die FDP bei vier und das BSW bei drei Prozent.
Auch bei der Frage nach der politischen Problemlösungskompetenz schneidet die Union schwach ab. Nur zehn Prozent trauen CDU und CSU derzeit am ehesten zu, die Probleme in Deutschland zu lösen. 54 Prozent der Befragten geben dagegen an, dies keiner Partei zuzutrauen.
Alltagssorgen werden als Hauptproblem der Union gesehen
Nach den Ursachen für den Wählerschwund der Union gefragt, nennen 81 Prozent der Wahlberechtigten eine mangelnde Beschäftigung mit den Alltagssorgen der Bürger. 66 Prozent sehen Merz selbst als einen Grund für die Verluste. 64 Prozent nennen das gebrochene Wahlversprechen, keine neuen Schulden aufzunehmen. Mehrfachnennungen waren bei dieser Frage möglich.
Die Ergebnisse stammen aus dem von Forsa erhobenen RTL/ntv-Trendbarometer. Für die allgemeine Parteienumfrage wurden vom 15. bis 21. September 2026 insgesamt 2.504 Menschen befragt; die ausgewiesene statistische Fehlertoleranz beträgt 2,5 Prozentpunkte.

