Jetzt alle anschauen
: 14 exklusive Filme über Stuttgart im Krieg

Unser Projekt „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ versammelt 14 exklusive Filme und mehr als 50 Texte. Warum Onlineabonnenten jetzt reinschauen sollten.
Von
Jan Georg Plavec
Stuttgart
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  • Eingeloggte Onlineabonnenten können jetzt alle 14 Filme aus unserem Projekt „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ sehen – hier die Folge „Stuttgart nach dem Bombenhagel“. In der Bildergalerie zeigen wir die Vorschaubilder, unten sind die Filme ebenfalls verlinkt.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Im ersten Video unserer Serie erklärt Katharina Ernst, die Leiterin des Stadtarchivs, wie man die Filme betrachtet, ohne der NS-Propaganda aufzusitzen.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs war der Marienplatz ein riesiger Gemüseacker – im zweiten Video unserer Serie zeigen wir diese exklusiven Bilder.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Im Dezember 1941 wurden mehr als tausend württembergische Juden vom Killesberg aus deportiert. Der Film darüber erschreckt in seiner Banalität. Man sollte ihn trotzdem oder gerade deshalb gesehen haben.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • 1941 durften Stuttgarter Juden nur noch im „Judenladen“ einkaufen. Wo war dieser Laden, wie ging es dort zu? Ein Propagandafilm lässt Fragen offen und verbreitet offene Lügen. Ein Historiker vom Stadtarchiv entlarvt sie.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Während der Luftangriffe fanden die Stuttgarter Schutz in Bunkern und Stollen. Wie sah es darin aus? Und was machten die Bombennächte mit den Menschen?

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Fast 100 Stuttgarter Glocken wurden im Krieg abgenommen und sollten eingeschmolzen werden. Das emotionale Ereignis wurde im Film festgehalten.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Die Stadt Stuttgart veranstaltet für verwundete Soldaten eine Panoramafahrt durch Stuttgart und ein Varieté im Schlossgarten-Pavillon. Das Video davon zeigt längst verschwundene Orte in der Stadt - und ein schräges Bild vom Krieg.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Essen war im Krieg rationiert, auch in Stuttgart. Für die Bevölkerung bedeutete das Hunger, langes Anstehen - und eine aus heutiger Sicht groteske Bürokratie mit Millionen Bezugsscheinen.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Dieser Film zeigt die alltäglichen Zumutungen des Kriegs. Benzin oder Schuhe gab es nur gegen Bezugsschein. Wenn es schlecht lief, wollte der Kontrolleur den Schuhschrank sehen.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Heiraten in den Kriegsjahren hatte wenig mit Romantik zu tun. Die Männer mussten nicht einmal dabei sein, wenn sie an der Front unabkömmlich waren. Ein Beispiel aus Stuttgart.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Kriegsgefangene aus Frankreich und der Sowjetunion wurden in Stuttgart für den Bunkerbau und für andere Arbeiten eingesetzt. Dieser Film zeigt die Menschen, die im Krieg schufteten – und bei Luftangriffen völlig ungeschützt blieben.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Der Film aus Stuttgarts Kinderkliniken ist besonders bedrückend – weil man weiß, dass die gezeigten Ärzte auch Kinder ermordeten und nach dem Krieg weiter praktizierten.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
  • Im Februar 1942 wurden drei Stuttgarter Braunbären nach Hamburg gebracht - aus Futtermangel. Unser Film dazu erzählt auch die Geschichte eines Stuttgarter Zoos, der nie eröffnete.

    Stadtarchiv / Montage: Ruckaberle
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Im Mai jährte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum achtzigsten Mal. Im mittlerweile dritten Jahr herrscht wieder Krieg in Europa, und die Aufrüstungsdebatte ist in Deutschland in vollem Gange. Doch nur wenige können heute noch erzählen, wie sich Krieg in Stuttgart anfühlt. Die Zeitzeugen sterben aus.

In einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Stadtarchiv Stuttgart macht unsere Zeitung den Alltag, aber auch die Verbrechen und Lügen des Naziregimes jener Jahre sichtbar – mit Bewegtbildern, die bislang von der Öffentlichkeit wenig beachtet im Stadtarchiv aufbewahrt wurden.

Wo Sie das Material finden

Im Rahmen von „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ sind insgesamt 14 Filme und mehr als 50 begleitende Texte entstanden. Auf der Themenseite können eingeloggte Abonnenten sie nun alle betrachten.

Mehr als eine Stunde aufwendig gesichtetes, bearbeitetes und von Stadtarchiv-Historikern kommentiertes Filmmaterial ist zusammengekommen – in der Summe so etwas wie ein kleiner Kinofilm über den Stuttgarter Kriegsalltag und wie er von er NS-Propaganda (nicht ) gezeigt wurde.

Das sind die 14 Filme

Zu den folgenden Themen gibt es Filme. Eingeloggte Online-Abonnentinnen und -Abonnenten können sie jetzt sofort anschauen.

Einführung: Wie die NS-Propaganda den Stuttgarter Kriegsalltag darstellt und was sie verschweigt (hier anzuschauen)

Folge 1: Der Marienplatz war im Krieg erst eine Bunkerbaustelle, dann ein Gemüsebeet. Was steckt dahinter? (hier anzuschauen)

Folge 2: Im Dezember 1941 wurden Hunderte Juden vom Killesbergpark aus deportiert. Doch von ihrem Leid ist (fast) nichts zu sehen. (hier anzuschauen)

Folge 3: Der „Judenladen“ in der Seestraße wirkt im Video gut gefüllt. Wie erging es den Stuttgarter Juden 1941 wirklich? (hier anzsuchauen)

Folge 4: Bunker und Stollen retteten Tausenden Stuttgartern das Leben. Wie sah es drinnen aus? (hier anzuschauen)

Folge 5: Glocken aus dem Rathausturm und der Stiftskirche sollten eingeschmolzen werden. Dieser Film zeigt die spektakuläre Abnahme und erzählt, wie es nach dem Krieg weiterging. (hier anzuschauen)

Folge 6: Eine inszenierte Panoramafahrt führt verwundete Soldaten durch das unzerstörte Stuttgart. (hier anzuschauen)

Folge 7: Einfach mal ein Brot kaufen – das ging im Krieg nicht. Der Film zeigt die überbordende Bürokratie hinter jedem Lebensmittelkauf. (hier anzuschauen)

Folge 8: Rationiert bis zum letzten Halbschuh: wie die Stuttgarter sich im Krieg mit Kleidung versorgen sollten (hier anzuschauen)

Folge 9: Stuttgart glich nach dem Bombenhagel einer Ruinenstadt. Diese Bilder fangen die Zerstörung ein. (hier anzuschauen)

Folge 10: Braut ohne Bräutigam: wie im Krieg geheiratet wurde (hier anzuschauen)

Folge 11: Im heute fast vergessenenen Kriegsgefangenenlager in Gaisburg wurde gearbeitet, gelebt und gestorben. (hier anzuschauen)

Folge 12: Der Film von der „Kinderfachabteilung“ zeigt mordende Ärzte. Nach dem Krieg durften sie weiter praktizieren. (hier anzuschauen)

Folge 13: Im Winter 1942 traten drei hungernde Stuttgarter Braunbären ihre letzte Reise an. Es war auch das Ende der Zoopläne für den Killesbergpark (hier anzuschauen)

Haben Sie eigene Geschichten zu erzählen oder Anmerkungen zu unserer Serie? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail: stadtgeschichte@stzn.de. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!

Übrigens haben wir für unser Projekt nur einen Teil des Original-Filmmaterials verwendet. Mehr als 50 Stummfilme aus dem Bestand „Kriegsfilmchronik“ lagern im Stadtarchiv und können im dortigen Lesesaal betrachtet werden.

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