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  1. Kultur
  2. Bauen für die Welt von morgen

Nachhaltigkeits-Pioniere aus Stuttgart Bauen für die Welt von morgen

Das Leichtbau-Ingenieure Werner Sobek und Lucio Blandini haben eine Mission: Bauen mit weniger Emissionen und weniger Material. Woran die beiden in Stuttgart forschen, kommt einer Revolution des Bauwesens gleich.

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20 Bilder
Das Demonstrator-Hochhaus – das Bild zeigt eine Simulation – soll innovative adaptive Fassaden und Tragwerke zur Schau stellen und testen; es wird derzeit auf dem Vaihinger Unigelände gebaut.
Foto ILEK, Stuttgart

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Das Demonstrator-Hochhaus – das Bild zeigt eine Simulation – soll innovative adaptive Fassaden und Tragwerke zur Schau stellen und testen; es wird derzeit auf dem Vaihinger Unigelände gebaut.
Werner Sobek gilt als Vordenker im Leichtbau und im nachhaltigen Bauen. Der Architekt und Ingenieur gründete an der Universität Stuttgart das Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren (Ilek) und verband dabei die Lehrstühle, die er von dem Architekten Frei Otto und dem Ingenieur Jörg Schlaich übernommen hatte.
Foto Werner Sobek

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Werner Sobek gilt als Vordenker im Leichtbau und im nachhaltigen Bauen. Der Architekt und Ingenieur gründete an der Universität Stuttgart das Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren (Ilek) und verband dabei die Lehrstühle, die er von dem Architekten Frei Otto und dem Ingenieur Jörg Schlaich übernommen hatte.
Das Ilek erforscht interdisziplinär neue Bauweisen und Tragstrukturen. Es hat seinen Sitz in dem Leichtbau-Pavillon auf dem Vaihinger Universitätsgelände, der einst als Versuchsbau für den Deutschen Expo-Pavillon in Montreal 1967 diente.
Foto ILEK, Stuttgart

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Das Ilek erforscht interdisziplinär neue Bauweisen und Tragstrukturen. Es hat seinen Sitz in dem Leichtbau-Pavillon auf dem Vaihinger Universitätsgelände, der einst als Versuchsbau für den Deutschen Expo-Pavillon in Montreal 1967 diente.
Im April 2020 übergab Werner Sobek die Leitung des Instituts an Lucio Blandini.
Foto René Mueller

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Im April 2020 übergab Werner Sobek die Leitung des Instituts an Lucio Blandini.
Lucio Blandini promovierte am Ilek und konstruierte die sogenannte „Stuttgarter Glasschale“ (Foto). Nach einem Architekturstudium in den USA kehrte er nach Stuttgart zurück. Seit 2018 ist er als zudem Vorstand des Planungsbüros Werner Sobek tätig.
Foto ILEK, Stuttgart

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Lucio Blandini promovierte am Ilek und konstruierte die sogenannte „Stuttgarter Glasschale“ (Foto). Nach einem Architekturstudium in den USA kehrte er nach Stuttgart zurück. Seit 2018 ist er als zudem Vorstand des Planungsbüros Werner Sobek tätig.
Werner Sobek fordert vehement ein Umdenken im Bauwesen und widmet sich diesem Ziel mit vielen Projekten. Eines der jüngsten Beispiele ist die Experimentaleinheit „Urban Mining & Recycling“ (UMAR) auf dem Campus des schweizerischen Forschungsinstituts Empa. UMAR ist ein sortenrein aus wiederverwendbaren, wiederverwertbaren oder kompostierbaren Materialien konstruiertes Wohnmodul. Der Entwurf entstand gemeinsam mit Dirk Hebel und Felix Heisel. Die Experimentaleinheit soll zeigen, dass Ressourcenschonung und eine ansprechende Architektur sich nicht ausschließen.
Foto Zooey Braun

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Werner Sobek fordert vehement ein Umdenken im Bauwesen und widmet sich diesem Ziel mit vielen Projekten. Eines der jüngsten Beispiele ist die Experimentaleinheit „Urban Mining & Recycling“ (UMAR) auf dem Campus des schweizerischen Forschungsinstituts Empa. UMAR ist ein sortenrein aus wiederverwendbaren, wiederverwertbaren oder kompostierbaren Materialien konstruiertes Wohnmodul. Der Entwurf entstand gemeinsam mit Dirk Hebel und Felix Heisel. Die Experimentaleinheit soll zeigen, dass Ressourcenschonung und eine ansprechende Architektur sich nicht ausschließen.
Der von Sobek initiierte Sonderforschungsbereich (SFB) 1244 geht seit Anfang 2017 der Frage nach, wie mit weniger Material und weniger Emissionen mehr gebaut werden kann. Das Zauberwort lautet: Adaptivität; es ist das zentrale Feld des SFB 1244.
Foto ILEK, Stuttgart

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Der von Sobek initiierte Sonderforschungsbereich (SFB) 1244 geht seit Anfang 2017 der Frage nach, wie mit weniger Material und weniger Emissionen mehr gebaut werden kann. Das Zauberwort lautet: Adaptivität; es ist das zentrale Feld des SFB 1244.
Ein sogenanntes Demonstrator-Hochhaus auf dem Uni-Gelände soll die verschiedenen adaptiven Systeme zur Schau stellen und testen; Mitte nächsten Jahres soll der „Demonstrator“ in Betrieb gehen.
Foto ILEK, Stuttgart

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Ein sogenanntes Demonstrator-Hochhaus auf dem Uni-Gelände soll die verschiedenen adaptiven Systeme zur Schau stellen und testen; Mitte nächsten Jahres soll der „Demonstrator“ in Betrieb gehen.
Schon jetzt produktionsreif ist der sogenannte Gradientenbeton, den die Ilek-Forscher ebenfalls entwickelt haben.
Foto ILEK, Stuttgart

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Schon jetzt produktionsreif ist der sogenannte Gradientenbeton, den die Ilek-Forscher ebenfalls entwickelt haben.
Bei der neuartigen material- und emissionssparenden Betonart wird bei einem Bauteil durch Poren und Hohlräume im Innern Material nur da eingesetzt, wo es aufgrund der Beanspruchung tatsächlich notwendig ist.
Foto ILEK, Stuttgart

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Bei der neuartigen material- und emissionssparenden Betonart wird bei einem Bauteil durch Poren und Hohlräume im Innern Material nur da eingesetzt, wo es aufgrund der Beanspruchung tatsächlich notwendig ist.
Als Prototyp des von Sobek propagierten ressourcen- und emissionsarmen Bauens steht das erstmals in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung in Modulbauweise realisierte Aktivhaus B10.
Foto Zooey Braun

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Als Prototyp des von Sobek propagierten ressourcen- und emissionsarmen Bauens steht das erstmals in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung in Modulbauweise realisierte Aktivhaus B10.
Das erste Aktivhaus der Welt erzeugt dank seines Energiekonzepts und einer selbstlernenden Gebäudesteuerung das Doppelte seines Energiebedarfs aus nachhaltigen Quellen selbst. Das B10 stand mehr als fünf Jahre lang in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung.
Foto Zooey Braun

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Das erste Aktivhaus der Welt erzeugt dank seines Energiekonzepts und einer selbstlernenden Gebäudesteuerung das Doppelte seines Energiebedarfs aus nachhaltigen Quellen selbst. Das B10 stand mehr als fünf Jahre lang in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung.
Diese Aktivhaus-Wohnanlage steht seit Dezember 2019 auf einem Grundstück am Rande der Esslinger Innenstadt und besteht aus 17 Apartments in Modulbauweise. Maximale Vorfertigung, möglichst kurze Montagezeiten und einfache Umrüstbarkeit standen im Mittelpunkt des Entwurfs.
Foto Zooey Braun

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Diese Aktivhaus-Wohnanlage steht seit Dezember 2019 auf einem Grundstück am Rande der Esslinger Innenstadt und besteht aus 17 Apartments in Modulbauweise. Maximale Vorfertigung, möglichst kurze Montagezeiten und einfache Umrüstbarkeit standen im Mittelpunkt des Entwurfs.
Das Aktivhauskonzept lässt sich auch nutzen, um in hoch verdichteten Ballungsräumen Baulücken zu schließen.
Foto ILEK, Stuttgart

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Das Aktivhauskonzept lässt sich auch nutzen, um in hoch verdichteten Ballungsräumen Baulücken zu schließen.
In Stuttgart-Bad Cannstatt entsteht ein nachhaltiges Stadtquartier auf Basis der von Werner Sobek entwickelten und gestalteten Aktivhaus-Module.
Foto Werner Sobek / AH Aktiv-Haus

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In Stuttgart-Bad Cannstatt entsteht ein nachhaltiges Stadtquartier auf Basis der von Werner Sobek entwickelten und gestalteten Aktivhaus-Module.
Werner Sobek realisiert mit seiner Firmengruppe häufig bahnbrechende Ingenieurleistungen in aller Welt. 2009 wurde er mit der Tragwerksplanung des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs S 21 beauftragt.
Foto Achim Birnbaum

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Werner Sobek realisiert mit seiner Firmengruppe häufig bahnbrechende Ingenieurleistungen in aller Welt. 2009 wurde er mit der Tragwerksplanung des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs S 21 beauftragt.
Vorbildlich nachhaltig ist das Futurium in Berlin, an dem ein Unternehmen der Firmengruppe Werner Sobek in der Fachplanung beteiligt war.
Foto Dacian Groza

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Vorbildlich nachhaltig ist das Futurium in Berlin, an dem ein Unternehmen der Firmengruppe Werner Sobek in der Fachplanung beteiligt war.
Das Futurium ist ein primärenergetisches Plusenergiehaus. Möglich ist dies durch die kompakte Bauform, auf die Nutzung abgestimmte passive Maßnahmen insbesondere in Bezug auf die Gebäudehülle, strikt bedarfsorientierte Luft- und Energiebereitstellung sowie eine hocheffiziente Gebäudetechnik.
Foto Dacian Groza

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Das Futurium ist ein primärenergetisches Plusenergiehaus. Möglich ist dies durch die kompakte Bauform, auf die Nutzung abgestimmte passive Maßnahmen insbesondere in Bezug auf die Gebäudehülle, strikt bedarfsorientierte Luft- und Energiebereitstellung sowie eine hocheffiziente Gebäudetechnik.
Der Aufzug-Testturm von Thyssen Krupp ist 246 Meter hoch, die Aussichtsplattform befindet sich auf 232 Metern Höhe – und ist damit die höchste, öffentlich zugängliche Aussichtsplattform Deutschlands.
Foto Werner Sobek

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Der Aufzug-Testturm von Thyssen Krupp ist 246 Meter hoch, die Aussichtsplattform befindet sich auf 232 Metern Höhe – und ist damit die höchste, öffentlich zugängliche Aussichtsplattform Deutschlands.
Der Turm bei Rottweil vereint Gestalt, Konstruktion und Innovation zu vorbildlicher Baukunst. Dafür wurde Werner Sobek 2018 mit dem Deutschen Ingenieurbaupreis geehrt.
Foto Werner Sobek

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Der Turm bei Rottweil vereint Gestalt, Konstruktion und Innovation zu vorbildlicher Baukunst. Dafür wurde Werner Sobek 2018 mit dem Deutschen Ingenieurbaupreis geehrt.
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