007-Premiere Nachhilfe für James Bond

Phoebe Waller-Bridge und  Prinz Charles bei der Premiere des neuen Bond-Films. Foto: AFP/CHRIS JACKSON
Phoebe Waller-Bridge und Prinz Charles bei der Premiere des neuen Bond-Films. Foto: AFP/CHRIS JACKSON

Die Schauspielerin und Autorin Phoebe Waller-Bridge hat das Drehbuch des neuen Bond-Films auf links gedreht, um mögliche Gender-Fettnäpfchen zu vermeiden.

Leben: Anja Wasserbäch (nja)
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London - Phoebe Waller-Bridge ist eigentlich als Hauptdarstellerin in der wunderbar- skurrilen, britischhumorigen Serie „Fleabag“ bekannt geworden. Nicht nur, weil die 36-Jährige so großartig in der Rolle der Fleabag ist, sondern weil sie gleich die Drehbücher zu der Serie schrieb, die eine völlig neue Erzählwelt eröffneten.

Die Serienheldin ist eine Antiheldin, immer etwas zu viel: zu laut, zu obszön, zu wankelmütig. Fern von jeglichen weiblichen Klischees. Dennoch und gerade deshalb so gut und wichtig als Spiegel für alle Frauen um die 30, die nicht so recht wissen, wohin mit sich und dem Leben.

007 vor Fehltritten bewahrt

Damit man mit dem neuen „James Bond – Keine Zeit zu sterben“ nicht in Gender-Fettnäpfchen tritt, hat Daniel Craig den Produzenten empfohlen, doch mal Phoebe Waller-Bridge um Rat zu fragen. Ihm schien das Drehbuch so gar nicht zeitgemäß.

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Die kam aber nicht nur mit dem kleinen Ausbesserungspinsel um die Ecke, sondern packte gleich richtig an. So viel wurde renoviert, dass Waller-Bridge nun als Drehbuchautorin genannt wird. Damit ist sie übrigens die zweite Frau in der langen Geschichte der Bond’schen Drehbuchautorenriege. Die lei­dige Diskussion, ob der nächste James Bond eine Frau sein solle, geht natürlich dennoch weiter.

Rolle im neuen „Indiana Jones“

Und apropos Popcorn-Kino: Im neuen „Indiana Jones“ (geplanter Filmstart ist Mitte 2022) soll Waller-Bridge übrigens eine große Rolle spielen.




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