2024 im Kreis Ludwigsburg Wie fantastisch wird 2024?
Kulturelle Highlights mit den Fantastischen Vier, Pur und den Schlossfestspielen stehen wichtige Entscheidungen zu Großprojekten im Kreis gegenüber. Was bringt das neue Jahr?
Kulturelle Highlights mit den Fantastischen Vier, Pur und den Schlossfestspielen stehen wichtige Entscheidungen zu Großprojekten im Kreis gegenüber. Was bringt das neue Jahr?
Das neue Jahr ist erst eine Woche alt und noch bar großer Events. In den kommenden 51 Wochen gibt es im Kreis Ludwigsburg aber einiges zu erleben. Neben großen Konzerten stehen wichtige Entscheidungen über Großprojekte an. Außerdem sind die Bürger aufgerufen, neue Rathauschefinnen oder -chefs zu wählen. Das bringt 2024 im Kreis. Eine Auswahl.
Wahlen
Am 9. Juni stehen landesweit Kommunal-, Kreistags-, Regional- und Europawahlen an. Auch im Landkreis werden dann Gemeinderäte und Kreisräte neu gewählt. Darüber hinaus halten die nächsten Monate ein paar Bürgermeisterwahlen bereit. Die erste im neuen Jahr findet in Besigheim statt. Bereits am 21. Januar werden die Bürger dort zur Wahlurne gebeten, um einen Nachfolger für Steffen Bühler zu bestimmen, der im März nach 32 Jahren an der Rathausspitze aufhört. Auf den Wahlzetteln stehen die beiden Juristen Achim Schober aus Besigheim und Florian Bargmann aus Tamm sowie Gastronom Michael Schopf aus Besigheim.
In Freiberg wird am 17. März ein neuer Bürgermeister gewählt. Der Amtsinhaber Dirk Schaible hört nach 16 Jahren auf. Bis zum 19. Februar läuft die Bewerbungsfrist noch. Als Kandidaten stehen schon Jan Hambach, der den Oberbürgermeister-Stab in Calw leitet, der frühere Ludwigsburger Bahnhofsmanager Axel Müller, und der Korntal-Münchinger Fachbereichsleiter Matthias Beck fest.
In Affalterbach ist der Wahltermin für die Bürgermeisterwahl der 9. Juni. Amtsinhaber Steffen Döttinger kandidiert für eine vierte Amtszeit. Noch keinen festen Wahltermin gibt es in Steinheim. Die erste Amtszeit von Bürgermeister Thomas Winterhalter endet aber am 1. Februar 2025. Daher ist von einer Wahl zum Ende des Jahres 2024 auszugehen.
Kultur
Ein Highlight in diesem Jahr ist der 70. Geburtstag des Blühenden Barocks. Das wird gleich zum Saisonauftakt vom 22. März an drei Tage groß gefeiert. Unter anderem mit dem „Ballonblühen“. Dabei sollen mindestens 70 Modellballons aufsteigen. Zum 65. des Märchengartens soll es zudem neue Exponate geben. Mit großen Namen und viel Lokalkolorit warten die Open-Air-Konzertreihen im Kreis wieder auf. Bei den KSK Music Open treten neben der britischen Rock ’n’ Roll-Band Status Quo (26. Juli), Wincent Weiss (2. August) und Paul Kalkbrenner (3. August) auch zwei der größten Combos aus der Region im Ludwigsburger Schlosshof auf. Die Stuttgarter Rapper von den Fantastischen Vier (27. Juli) gastieren in der Barockstadt nur wenige Tage, bevor die Bietigheimer Band Pur (1. August) dort auftritt.
Pur hat bereits am 26. Juni bei „Live am Viadukt“ auf dem Festplatz in Bietigheim ein Heimspiel. Dort unterhält am 29. Juni auch Dieter Thomas Kuhn mit Schlagern. Wer es klassischer mag, ist bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen (1. Juni bis 20. Juli) gut aufgehoben. Intendant Jochen Sandig verspricht ein weiteres „Fest der Kunst, Demokratie und Nachhaltigkeit“.
Für Unterhaltung sorgt in diesem Jahr in der Kreisstadt wieder das Riesenrad, das von März bis September auf der Bärenwiese zu finden ist. Der Pferdemarkt findet vom 31. Mai bis 2. Juni statt. In Bietigheim wird Anfang September Pferdemarkt gefeiert (30. August bis 3. September). Der Schäferlauf in Markgröningen findet von 23. bis 26. August statt und der Vaihinger Maientag vom 17. bis 21. Mai.
Projekte
Neben kulturellen Highlights und Wahlen treibt vor allem bei den Großprojekten viele die Frage um, wie es weitergeht. Die geplante Landeserstaufnahmestelle (Lea) auf dem Schanzacker zwischen Asperg, Tamm und Ludwigsburg war ein großes Aufregerthema 2023 und bleibt es auch in den kommenden Monaten. Das Land prüft weiterhin, ob der Standort für bis zu 2500 Geflüchtete in Frage kommt. Die Gegner in der Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Schanzackers kündigen weiteren Protest an. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Viel Ärger gab und gibt es zudem rund um die geplante Klärschlammverbrennungsanlage der EnBW in Walheim. Zuletzt wurden Bohrung dafür vorgenommen, die in Verbindung gebracht wurden mit Mauerabbrüchen an Weinbergen in Gemmrigheim. Dem Energiekonzern schlägt heftiger Gegenwind für die geplante Umnutzung des Kohlekraftwerks entgegen. Laut Projekthomepage rechnet die EnBW je nach Verlauf des Genehmigungsverfahren mit einem Baustart im Frühjahr/Sommer 2024.
Auch bei der Stadtbahn Ludwigsburg steht eine Weichenstellung an. Im Herbst erwartet man belastbare Zahlen zu den Kosten. Dann soll es angesichts knapper Kassen im Ludwigsburger Rathaus Entscheidungen zum weiteren Vorgehen geben.