4:1 gegen Mainz Stuttgart kommt Europa näher

Tamas Hajnal, Martin Harnik und Vedad Ibisevic jubeln. Foto: dapd 15 Bilder
Tamas Hajnal, Martin Harnik und Vedad Ibisevic jubeln. Foto: dapd

Die Erfolgsserie hält an: Der VfB Stuttgart schlägt den FSV Mainz 05 mit 4:1 - und darf weiter vom Einzug in den Europapokal träumen.

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Stuttgart - Der VfB Stuttgart gewinnt deutlich mit 4:1 (1:1) gegen Mainz 05. Mit diesen drei Punkten macht die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia einen weiteren Schritt in Richtung Europapokal.

Spielverlauf: Der VfB Stuttgart wurde in der Partie gegen Mainz zunächst kalt erwischt. Stuttgarts Georg Niedermeier und der Mainzer Julian Baumgartlinger gingen im äußeren Eck des VfB-Strafraums in den Zweikampf. Dabei kam Baumgartlinger zu Fall und Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied auf Elfmeter für die Gäste. Da waren noch keine 90 Sekunden gespielt. Den Strafstoß verwandelte Andreas Ivanschitz sicher zur Mainzer Führung. 

Die VfB-Spieler zeigten sich allerdings wenig beeindruckt von dem frühen Rückstand. Tamás Hajnal glich mit einem Schlenzer aus zwölf Metern bereits in der siebten Minute aus. Die Tore fielen zunächst in einer ähnlich kurzen Abfolge wie beim letzten VfB-Spiel in Dortmund. Nach der ereignisreichen Anfangsphase beruhigte sich das Spielgeschehen etwas. Der VfB Stuttgart war dabei bis zum Halbzeitpfiff die spielbestimmende Mannschaft.

Aus Stuttgarter Angriffsbemühungen resultierten zahlreiche Ecke für den VfB (9:1 Eckenverhältnis zu Gunsten des VfB in den ersten 45 Minuten). Die größte Chance nach einer solchen Standardsituation ergab sich für Martin Harnik, dessen Kopfball vom Mainzer Ivanschitz auf der Linie geklärt wurde (29.). Nur wenige Minuten später war es erneut Harnik, der die VfB-Führung auf dem Fuß hatte. Nach einer Kopfballablage von Julian Schieber traf der Österreicher aus vier Metern Torentfernung allerdings nur die Unterkante der Latte (34.).

Früher Treffer in der zweiten Hälfte

In der 42. Minute zappelte dann der Ball im Mainzer Tor. Doch Schiedsrichter Gräfe erkannte den Kopfballtreffer von Vedad Ibisevic zu Unrecht wegen Abseits nicht an. In der Nachspielzeit des ersten Spielabschnitts hatte der VfB Stuttgart dann Glück. Maxim Choupo-Moting zog aus 16 Metern ab und verfehlte das Tor von Sven Ulreich nur um wenige Zentimeter. So ging es mit dem 1:1-Unentschieden in die Pause.

Kurz nach Wiederanpfiff holte dann Ibisevic seinen vor der Pause aberkannten Treffer nach. Nach Flanke von Sakai köpfte der Stürmer zum 2:1 für den VfB ein (48.). Danach blieben die großen Torchancen zunächst aus. Lediglich der Mainzer Adam Szalai tauchte nach einer misslungenen Kopfballrückgabe Niedermeiers auf Ulreich gefährlich vor dem VfB-Gehäuse aus. Doch der Mainzer scheiterte mit seinem Schuss an Ulreich (60.)

Dann musste Schiedsrichter Gräfe erneut in einer kniffligen Situation entscheiden, ob Strafstoß oder nicht. Der Mainzer Elkin Soto rutschte im eigenen Strafraum aus und brachte dabei Martin Harnik zu Fall. Gräfe pfiff und entschied auf Elfmeter für Stuttgart. Diesen verwandelte Zdravko Kuzmanovic (65.) zum 3:1.

Auf der Gegenseite verfehlte Choupo-Moting mit einem Heber das VfB-Tor (75.). In der 79. Minute schoss dann Niedermeier den Ball ins Mainzer-Gehäuse. Der Abwehrspieler stand allerdings im Abseits, sodass zunächst beim 3:1 blieb. Allerdings nicht lange: Vedad Ibisevic stellte mit seinem zweiten Treffer des Tages den 4:1-Endstand her (85.).

Entscheidende Szenen: Der  Ausgleich durch Tamás Hajnal brachte den VfB Stuttgart schnell zurück in die Partie. Die Elfmeter-Enscheidung von Manuel Gräfe zu Gunsten des VfB brachte die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia frühzeitig auf die Siegerstraße.

Kommentar: Der VfB Stuttgart schießt sich immer weiter Richtung Europapokal. Seit sieben Spielen sind die Roten ungeschlagen.  Vier Mal schossen die VfB-Spieler dabei vier Tore. So auch gegen Mainz. Bis auf den unnötig verschuldeten Elfmeter in den ersten Minuten präsentierte sich der VfB Stuttgart bis zum Schlusspfiff als die spielbestimmende Mannschaft. Mainz strahlte dagegen wenig Gefahr vor dem VfB-Tor aus. Der Sieg ist verdient.

VfB Stuttgart

Ulreich – Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka – Kvist, Kuzmanovic (77. Gentner) – Harnik (86. Okazaki), Hajnal (83. Cacau), Schieber

FSV Mainz 05

Wetklo – Bungert (67. Pospech), Kirchhoff, Noveski, Zabavnik – Polanski, Baumgartlinger, Soto, Ivanschitz (67. Zidan) – Ujah (54. Szalai), Choupo-Moting

Tore: 0:1 Ivanschitz (2. Minute, Foulelfmeter), 1:1 Hajnal (7. Minute), 2:1 Ibisevic (48. Minute), 3:1 Kuzmanovic (65. Minute, Foulelfmeter), 4:1 Ibisevic (85. Minute)

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 55.100




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